Alle Artikel mit dem Schlagwort: worte

Gedanke zum Geburtstag.

Heute ist mein 36. Geburtstag und ich bin umhüllt vom warmen Kerzenlicht, zwischen knisterndem Geschenkpapier und dem zarten Duft des heißen viel zu süßen Kakaos. Dazwischen finden sich die Gedanken zusammen und resümieren das vergangene Jahr. Es wird mir wieder bewusst, wie viel doch schon von dem geschafft ist, was einmal nur utopische Fantasien zu seien schienen. Welcher Weg schon zurück gelegt ist, seit ich begann los zu gehen. “Alles ist möglich, wenn Du nur willst!” Doch trotz des starken Willens, verließ mich schon so oft der Mut und die Kraft, um wirklich am Glauben festzuhalten, manches Ziel realisieren zu können. Doch immer wieder, wenn meine Gedanken und Emotionen drohen mich zu schwächen, finden stärkende Worte in mein Ohr oder erreichen mich Hände die mich halten. Dafür bin ich dankbar. Dankbar für die Menschen, die mich im Alltag begleiten. Für jene, die voller Überraschungen sind. Für diese, die manch dunkle Zeit mit einem kleinen Funken wieder zum lodern bringen. Dankbar für die Menschen, die mir bis heute beiseite standen und noch stehen werden. Danke für …

Schweigende Worte.

Manche Tage sind das blanke Chaos. Der Gegensatz vom blanken Weiß des Blattes, welches sich vor mir auf dem Tisch befindet. Ich starre darauf, während das Innerste verwirrt ist, im Versuch perfektes zu schaffen und sich im Wille des Wollens und an den Grenzen des Machbaren tiefe Gräben des Grübbelns schafft. Verkrampftes Denken und Sehnen nach einem Ausweg. Der Verstand will resignieren, er hat keine Chance. Die Hand zittert vor Wut, das Herz rast, ausgelöst dieses Gedankens der Resignation. Unmöglich etwas von dem festzuhalten was bewegt, in diesem Zustand des Zwanges loszulassen. Aber ich kann fühlen wie es wieder kommt, ganz allmählich, dieser Zustand indem das Innerste wieder mein zuhause ist bevor der drohende Wahnsinn sich entfalten kann.  Und das weiße Blatt, vor dem ich sitze, hält den Atem an. Genau wie ich. Es saugt die Luft ein in der die Worte schweben, die beschreiben könnten, was zu beschreiben wäre in diesem absurden Jetzt. Sie wabern, ganz weich, unförmig, wartend, ganz still und gespannt im Stillstand des Moments, der den gesamten Raum für sich einzunehmen …

Hymnen.

Früher dachte ich, irgendwann müssten sämtliche Melodien doch gespielt worden sein. Doch die Töne fanden und finden noch immer zu neuen Variationen. Dann liefen mir die Worte über den Weg, gaben meinen Gedanken einen festen Boden um weiter gedeihen zu können. Doch wiederholten sich mit der Zeit manche Überlegungen und Wortkombinationen. Dann dachte ich, die Worte sind jene die irgendwann leer zu sein scheinen. Ich fing an ausdruckslos zu schweigen und fand in der Stille zu ganz neuen Varianten. Und so konnten Melodien zu Geschichten werden, Worte zu Musik. Dann wurde es mir klar, der beste Songwriter eines ganz großen Liebesliedes an die persönliche Entfaltung steckt inmitten meiner eigenen Kreativität. Wir müssen uns nur genug Zeit geben wollen, um die eigenen Melodien und Texte zu finden, um zu fühlen was wir sind, immer weiter Hymnen an das Leben schreibend.

Quaerere.

Auf der Suche nach diesen Dingen, die ich glaube, irgendwo zwischen dem Dort und Hier verloren oder gar noch niemals berührt zu haben, versuche ich vor den Weisheiten zu flüchten. Denn sie machen mich blind und taub für Neues, jenseits des strukturierten Gewohnten. Weisheiten die mich vermeitlich schützen wollen vor etwas, was mich berühren muss, um es zu erfahren. Wie Mauern bauen sie sich um mich herum. Ich versuche ihnen auszuweichen. Diesen in meinem Kopf und denen der anderen. Ich will frei und offen sein, für jene Dinge, die ich suche, inmitten der Hoffnung, sie zu erkennen, wenn ich auf sie treffe. Ich drehe den alten Strukturen den Rücken zu, merke wie schwer dieses Loslassen fällt. Ich laufe hinaus aus der Enge dieser Menschenmassen in der Stadt, hinein in eine Stille, fernab der nie enden wollenden Rastlosigkeit. Lausche hinein, in eine Fülle der Ruhe, die so viel mehr zu sagen hat, als nur tröstende Floskeln zwischen wortgeschwängerten Konversationen und schwerem Gelächter. Dann finde ich sie wieder, inmitten des Rauschens von Wind, Licht und Schatten. Zwischen dem …

In der Stille der Worte.

Wenn Worte und Gedanken durch Stift und Papier auf ihrem Weg durch uns zum Ziel werden, weil wir nicht gefangen bleiben, in Blicken die nicht weiter reichen, als das Auge eben sieht. Wenn der Traum wahr werdend ist, der dich durch den Horizont erweiternd, weg von dir, hin zu Worten treibt, in denen man nicht gefangen ist und bleibt, weil sie weiter reichen als das Auge sieht. Wenn der Platz wahr werdend wird, an den das Herz flieht, wenn er sich in dessen Be-schreibung unbegreiflicherweise offenbart: Dann wird Hoffnung, Wort für Wort, durch hoffnungsvolle Worte echt werdend zu echter Hoffnung. Wenn Worte auf ihrem Weg zum Ziel durch uns lebendig werden – dann wirken wir durch sie be-lebend, weil wir uns in ihnen unsere Hoffnung be-schreibend offenbaren.

In der Stille der Worte.

In der Stille der Worte. Wenn Worte und Gedanken durch Stift und Papier auf ihrem Weg durch uns zum Ziel werden, weil wir nicht gefangen bleiben, in Blicken die nicht weiter reichen, als das Auge eben sieht. Wenn der Traum wahr werdend ist, der dich durch den Horizont erweiternd, weg von dir, hin zu Worten treibt, in denen man nicht gefangen ist und bleibt, weil sie weiter reichen als das Auge sieht. Wenn der Platz wahr werdend wird, an den das Herz flieht, wenn er sich in dessen Be-schreibung unbegreiflicherweise offenbart: Dann wird Hoffnung, Wort für Wort, durch hoffnungsvolle Worte echt werdend zu echter Hoffnung. Wenn Worte auf ihrem Weg zum Ziel durch uns lebendig werden – dann wirken wir durch sie be-lebend, weil wir uns in ihnen unsere Hoffnung be-schreibend offenbaren. Manchmal aber bleiben die Seiten weiß in dieser Stille. In diesen Momenten des Schweigens. In der Suche nach Ausdruck. In einer Zeit in der sich so viel bewegt, in der soviel Um- und Aufschwung meinen Alltag beherscht. In einer Zeit in der ich …

Wintermomente in Harrachov.

Ich sah diese Landschaft, wollte alles aufnehmen und aufsagen von dem was mich umgab. Ich wollte Momente festhalten, sie in Ruhe aufnehmen, genießen. Es öffnete sich der Himmel, die Wolken und der Nebel lagen mir zu Füßen. Die Weite dieses Stückchen Erde gehörte für einige Augenblicke mir. An jeder erreichten Lichtung freute ich mich in das Tal blicken zu können, hinüber zu den anderen Gipfeln, über die mit scheinbar weichem weißem Puder bedeckten Waldkronen. Ich nahm diese saubere klare Luft wahr, atmete sie ein und spürte in mir Losgelöstheit von manchem Ballast des Alltags zu Hause. Die Sonne wärmte das Gemüt und ließ mich die Kälte um mich herum vergessen. Der Himmel breitete sich in einem zarten blau über mir aus und ich hatte das Gefühl als würde mich der Moment tröstend streicheln wollen. Nach dem erreichen des Höhepunkts auf dem Berg, ging es wieder Richtung Tal, immer am Velká Mumlava, mit seinen Mumlava Wasserfällen, entlang bis hin zum Mummelfall. Die Erschöpfung war nach der langwierigen und schier endlos erscheinenden Bergauffahrt in den Gliedern mehr …

Not the same procedure.

Wenn man immer darüber spricht, das vergangene Jahr noch einmal rückblickend, so kurz vor dem Jahreswechsel, zu betrachten, klingt es doch immer wieder sehr vergänglich. Wie etwas unwirkliches, ganz anders als dieses Gefühl welches sich in jener vergangenen Gegenwart, in der man mittendrin stand, so nahe anfühlte und heute so fern erscheint und droht sich im Kopf in Vergessenheit aufzulösen. Doch: „Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang, sondern ein Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat.“ Denn wir vergessen ja nicht wirklich. Uns kommt dies nur so vor, weil wir uns immer genau an das zurück erinnern wollen, was wir wirklich nicht mehr wissen, weil es nunmal scheinbar keine tiefere Bewandtnis für unser Leben hatte. Das was uns wirklich bewegt finden wir eine Ettage tiefer in unserer Brust, in unserem Herzen. Denn wer auf sein Herz hören kann braucht sich nicht mehr nur auf seinen Kopf verlassen um zu erkennen, dass rein gar nichts vergänglich ist, weil alles was uns geschieht uns zu diesem Menschen formt den wir im Jetzt …

Karussell.

Ich höre den Refrain dieses Songs und finde Gefühle im Wort für diese Gedanken, fühle dieses Karussel, auf dem ich zeitweilen stehe, ohne mich daran zu erinnern, mich irgendwo zu befinden, wo Karussels zu finden wären. Es fängt an sich zu drehen und alle Lichter und Gesichter werden zu bunten Streifen, die mich nicht gehen lassen, die mich aber auch nicht halten können. Das Leben ist… und wenn ich klug wäre, könnte ich diesen Satz hier beenden,doch dass liegt nicht in meiner Natur und wenn mich jemand weise nennt, dann liegt es nicht in deren Natur, sich die Zeit zu gönnen um darüber nachzudenken. Ich könnte mich natürlich auf eine Wolke setzen und verträumt beobachten, was da geschieht, weil ich es ohnehin nicht verändern kann. Könnte fasziniert sein und mich einfach hingeben. Mich dem Leben hingeben, das klingt wunderbar und ganz und gar irgendwie möglich bis unmöglich. Ich muss denken. Immer! So steh ich da und komme mir hin und wieder ganz schön clever vor und tue so, als könnte mir niemand etwas vormachen. Doch …

Spiegelbild.

Mein Spiegelbild sagt mir, dass ich mich mehr und mehr an mein Ich heran taste, näher zu mir selber finde, lerne mir vertrauen zu können, mehr an mich zu glauben, um die Lebenskraft ausstrahlen zu können, die anderen Menschen helfen kann, mir zu vertrauen und an mich zu glauben. Über mein Spiegelbild muss ich oft schmunzeln und doch weiß ich genau, dass nicht gerade die lustigen Seiten des Lebens meinen Humor formten. Es ist schön dem Leben lächelnd gegenüber zu treten und sich selbst dabei zu akzeptieren. „Man sagt immer, dass die Zeiten die Dinge ändern, aber in Wirklichkeit muss man sie selbst ändern.“ Andy Warhol