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Spaceman.

Ich blicke hinauf in diese Ferne, mit dem Wissen, nicht gefangen sein zu müssen, von mir selbst und meiner Welt. Spüre diese hoffnungsvolle Freude in jedem Augenblick eine neue Reise antreten zu können. Ich schließe meine Augen und sehe die Freiheit in meinem Herzen und all diese Welten zwischen hier und dort. Ich versuche mich treiben zu lassen und doch nicht loszulassen, um nicht verloren zu gehen in den Weiten dieser ankerlosen Grenzenlosigkeit. “I´m a spaceman”.

Fernweh.

„Daheim ist es am schönsten.“, denken wir uns, wenn wir von Reisen wieder den Schlüssel in das Schloss stecken und uns der bekannte Geruch entgegen weht. Ich rieche nichts als ich die Wohnung betrete. Zumindest nichts Besonderes, sondern eher den Staub auf dem Regal. „In zwei Tagen ist er eh wieder da“, denke ich mir und lasse ihn liegen. Genauso wie die Post. Handyvertrag, Strom, Miete und Prospekte, die mich dazu nötigen, noch mehr zu kaufen, als ich eh schon habe. Und da liege ich auf der seit Wochen unbenutzten Decke und schalte zum dritten Mal durch das TV-Programm. Dem Rest der Wohnung habe ich immer noch keinen Blick gewürdigt. Die Bilder an der Wand sind eben immer noch dieselben, der Mülleimer immer noch überfüllt, Bücher auf meinem Nachttisch immer noch nicht gelesen, Pflanzen auf meinem Fensterbrett seit Wochen nicht gegossen. Hängender Kopf – auch bei der Orchidee. Ich lasse den Blick weiter schweifen, schüttel still mit dem Kopf, schalte den LCD-Fernseher wieder aus und stehe auf. Ich nehme die Reisetasche, kippe sie aus, lasse …

Come new day, come.

Ich sitze hier, umhüllt von der Nacht, das leuchtende Kreuz vom Dach der Kirche, welches ich so sehnlichst mag, strahlt fern hindurch der kargen Kronen jener Bäume die bald wieder im saftigen Grün stehen und ich rieche die ersten Ankündigungen des nahenden Frühlings. So unfassbar schnell verging die Zeit des Winters, den ich kaum vernahm, fühlbar so als begann er erst in der letzte Woche und zieht nun schon wieder weiter. Und nun steigt von Tag zu Tag die große Hoffung einer dieser ersten Blüten am Wegesrand zu sehen, um mich niederzuknien und sie einfach nur leicht und zart zu berrühren und willkommen zurück zu sagen. Tag für Tag brennt wieder mehr dieses Feuer in mir, welches nach Neuem schreit und nach Veränderungen lodert. Immer wieder Richtung diesem einem großen Ziel, welches selbst mir noch verborgen bleibt. Und jeder Morgen ist ein Geschenk, welches ich mir am liebsten für die miesen Tage aufheben möchte. Aber bin ich doch so neugierig, reiße ich es noch vor dem Aufstehen auf. Come new day, come.