Alle Artikel mit dem Schlagwort: selbstreflektion

Differenzen.

Geradlinige Differenzen schieben sich durch die Bilder hinter meinem Atem und verschwimmen zu einem Klang der Weite. Einen Klang ohne Anfang, ohne Ende. Spalten und Lücken bilden sich zu ineinander greifenden Zwischenräumen, polarisierend rufen sie nach klaren Worten, um mit ihnen gefüllt zu werden. Monochrome Momente drängen danach mit farbenprächtigen Lichtern zu verschmelzen. Kluften, Gräben, Spalten. Alles schreit nach Brücken. Brücken zwischen dem “könnte” und dem “ist”. Meine Hand greift nach oben, weit hinein in das Firmament, durch welches bedächtig, ganz ankerlos, nur vom Wind gelenkt, die Leichtigkeit ihre Bahnen zieht. So atme ich noch einmal tief ein und lasse mich hinein fallen, in diesen Klang der Weite in meinem Ohr, und schwimme hinüber zum UIfer und beginne dort meine Brücken zu bauen. Denn es “Könnte” sein, dass es schon “ist”, jenseits jeglicher Differenz.

Reue.

Wenn das Schicksal ihn doch Reue empfinden ließe, brennende Reue, die das Herz zerbricht, die den Schlaf verscheucht, eine Reue, deren furchtbare Qualen einen vom Strick und vom Sturz ins Wasser träumen lassen! Oh, wie froh wäre er darüber gewesen! Qualen und Tränen sind doch auch Leben. Fjodor Michailowitsch Dostojewski Reumütig bin ich – ab und an, doch immer bezogen auf den Kontext. Betrachte ich die Reue bezogen auf mein Leben, auf mich, meine Entscheidungen und ohne das Einbeziehen anderer in meine Gedanken, kann ich klar sagen: “Nein, ich bereue nichts. Nicht eine Sekunde, nicht eine Entscheidung, nicht einen Weg, den ich eingeschlagen habe.” Sicher gibt es das ein oder andere Mal des Haderns und des Grübelns, kleine und auch große Zweifel. Doch blicke ich tief in mein Herz, lasse meine Seele sprechen, so finde ich keinen Grund zu bereuen. Ich glaube fest, dass jede Entscheidung, jeder Schritt seinen tieferen Sinn hat. Die einen nennen es Schicksal, andere glauben – woran auch immer. Auch wenn es manchmal die “falsche” Entscheidung gewesen zu sein scheint oder …

Realität ist ein schwammiger Begriff. – Bodenständigkeit und Abgehobenheit so naheliegend ineinander greifend. Die Krone unseres Geistes ragt so unvorstellbar weit über unsere eigentlichen Grenzen hinaus. Bei all diesen Verschmelzungen von Realitäten und “Utopien” ist es grundsätzlich wichtig zu wissen wo die eigenen Wurzeln verankert sind und an welcher Quelle wir uns nähren. Unsere Äste und Blüten können stetig in das Licht sprießen, welches unseren Geist nährt und weitere Impulse bringt. Doch wir selbst dürfen uns nicht unseres eigenen Wesens dissoziieren, sollten dem Möglichen treu bleiben und uns nicht in Träumen verlaufen.

Von Stolpersteinen zu Bausteinen

Heute war wieder so ein Tag, an dem ich mich frage, wo ist dieser Optimismus, den ich immer überzeugend zu vermitteln versuche? Selbst redet man anderen ein immer optimistisch zu sein und wenigstens mit positiven Gedanken wieder aus dem Loch zu kommen und dann kommt der große Gegenschlag und man selbst bekommt wieder mächtig einen vom Leben in die Fresse. Das seltsame an der ganzen Materie ist, dass ich analysieren kann, wie ich will, aber ich den Ursprung nicht finde. Es scheint zur Zeit alles so ziellos, obwohl genügend Ziele vorhanden sind, es scheint als laufe alles aus den Fugen, obwohl alles ganz gut in eine Richtung läuft, ich scheine verwirrt, obwohl ich denke den Durchblick zu haben und ich scheine allein zu sein, obwohl ich von vielen Menschen umgeben bin, ich fühle mich gefangen, obwohl ich frei bin. Ich habe oft in den letzten Tagen mit Gott gesprochen, bisher hatte ich früher oder später immer Hilfe bekommen oder die Wege haben sich offenbart auf denen es weiter geht. Warum ich mit Gott spreche? Weil …