Alle Artikel mit dem Schlagwort: selbstfindung

Konfetti im Wald.

Bis ich mir wieder bewusst wurde, dass sie schon so oft kamen – diese Nichtigkeiten. Und als ich mir darüber den Kopf zerbrechen wollte, ob sich dies nicht nur alles wieder in formlosen Strukturen verläuft, wurde mir im gleichen Moment einmal mehr dieses Wunder bewusst. Eben genau dieses Wunder des Gegensatzes der Leere und der Fülle, tief drinnen in mir. Dieses Wunder der Welt. Dieses Wunder meiner kleinen Existenz. Dieses Wunder der Suche nach der Erfüllung. Diese Wunder vielleicht doch nicht ganz allein zu sein. Dann drangen sie wieder hindurch, zwischen diesen dicken Stämmen und dem dichten Geäst der Baumkronen. Sprengten die dunklen Mauern in meinem Kopf. Ließen sie hindurch, die wärmenden Strahlen, die bis zu meinem Herz vordrangen, meinen schweren Geist zu zartem leichtem Staub aus Träumen verwandelten und im grellen Licht der Sonne wie buntes Konfetti in den grellsten Farben schimmern ließen. Und am Ende blieb dieses Gefühl in meinem Herzen zurück, dass es genau so gut ist, wie es ist. Ganz egal, wie dunkel manche Momente erscheinen, letztendlich gibt es immer wieder …

Lizum: Zwischen Himmel und Erde.

Es gibt Orte, an denen bekommt man das Gefühl, man befindet sich am Ende (oder eben auf dem Dach) dieser Welt, verborgen hinter einer langen Reise oder gar nur einmal um die Ecke. Erst viel später merkt man, welche neuen Kräfte diese Orte in einem ausgelöst haben. Genauso gibt es “Stimmen”, die hörst Du nicht im Augenblick an diesen Orten. Irgendwann einmal kehren sie zurück, irgendwo auf deinem Weg durchs Leben, wenn Du einmal zur Ruhe kommst, Stille in Dir findest. Fern der Funktionalität des Alltags und der Hast die uns umgibt. Findest den Freiraum über das Leben nachzudenken. Über dein Leben. Und dann, auf einmal, flüstert sie, dann kannst Du sie hören, diese “Stimme” aus Irgendwann im Irgendwo. Nicht in deinem Ohr, sondern direkt in deinem Herzen. Sie ist Dir vertraut, aus einem Moment, in dem du diese nicht hättest wahrnehmen können, weil das Leben viel zu laut und schnell in seinem Trott verlief. Und dann, in einer völlig anderen Lebenssituation, ist sie dir auf einmal ganz nah und vertraut. In diesem Augenblick wird …

Silva.

Ich gehe durch den Wald, vorbei an den Hunderten von Bäumen. Federe über den Waldboden, kann spüren, wie er unter meiner Last nachgibt. Die Kälte zieht mir um die Nase. Sie gibt mir meine Sinne wieder, lässt mich das Leben ein- und wieder ausatmen. Es formen sich wieder klare Linien in meinem Kopf. Also nehm’ ich all’ meine Sorgen, knote sie fest zusammen und hänge sie am nächst besten Ast auf. Da hängen sie nun, ich seh’ sie mir ein letztes Mal an, dann dreh ich mich um und gehe. Meine Sorgen, meine Ängste, meine Zweifel, alles Schlechte, das meinen Kopf beladen hat, lass ich dort hängen. Dort machen sie sich gut, vielleicht will sie jemand anderes beim vorbeigehen mitnehmen. Ich komme tiefer und tiefer in den Wald hinein und muss schmerzlich feststellen, dass ich mit meinem überladenen Geist nichts mehr wirklich erkennen konnte – nun bin ich überwältigt von dieser Schönheit. Bewundere den Einfall des Lichts, genieße die Sonnenstrahlen, die auf meinen Augen tanzen. Und mit ihnen breitet sich eine wohlige Wärme in mir …

Staub.

TEXT VON NINA KRAVITZ „Inspiration is only connected to the core, to the true and very raw essence.“ Vor ein paar Tagen fand ich einige alte Briefe. Ein junger Mann und eine Frau, die sich ihre Gefühle füreinander austauschten. Ein unschuldiger, natürlicher Gefühlsschwall, der sorgfälltig zu Papier gebracht wurde. Es ist offensichtlich, dass sich diese beiden erst ganz am Anfang ihrer Geschichte befinden. Ihre Herzen sind weit geöffnet und zerbrechlich. Alles ist unbekannt. Sie sind neugierig, aber nicht ängstlich. Alles fließt leicht dahin und es gibt keinen Druck. Die Dinge passieren einfach, ungezwungen, weil es sich richtig anfühlt. Ohne viel übereinander zu wissen, fühlen sie, dass da noch etwas Großes kommen wird. Die Reinheit ist befreiend. Freiheit inspiriert und setzt zugleich Energie frei. Nackte Haut und keine Erwartungen. Mehr Taten als Gedanken. Die Zeit ist jetzt und alles, was man tun muss, ist den Dingen ihren Lauf zu lassen. Aufbruchstimmung. Ich wurde sehr sentimental. Was für ein drastischer Wandel ist seitdem passiert. Wahrscheinlich geschieht das vielen von uns im Laufe der Zeit. Wie können Dinge …

Retrieval.

X: „Frei ist der, der sich anders zu sein erlaubt. Doch schau Dich um, alle sind gleich, doch finden sich anders. Und die, die wirklich anders sind, werden als “komisch” bezeichnet und befinden sich dennoch näher an ihrer eigenen Freiheit, als jene die der Freiheit trachten. Verrückt irgendwie und ganz anders so betrachtet! – Aber es gibt eine Lösung und die schaut bei jedem anders aus. Allerdings bleibt vielen diese verborgen, weil eben jene die eigene innere Sprache nicht verstehen.“ Y: „Und natürlich reden wir uns viel zu viel ein oder lassen uns sagen wie wir sein müssen, um passend zu sein für mehr Individualität und Freiheit in der Teilhabe des globalisierten Lebens. Und daher ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen einen an der Waffel haben und inkompatibel werden mit der Funktionalität in einer “Welt der offenen Türen”. Man kann sich schnell überflüssig fühlen. Sich selbst überflüssig machen. Und irgendwann nicht mehr gebraucht werden. Man kann dies alles ganz schnell, auch das ist Freiheit, aber eines sollte man dann nicht tun: Sich darüber …

Vom Denken.

„Ich denke, also bin ich.“ René Descartes Oft denke ich über das Denken nach. Ob es denn nun wirklich gut ist, allzu konzentriert und gehäuft zu denken. Und überhaupt fördernd über alles nachdenken zu müssen. Denken kann auch schnell zu einem gefährlichen Grübeln werden. Ein Irrgarten der Gedanken. Raubt es letztendlich nicht zuviel Lebenszeit? Oder ist es gar einer der wichtigsten Bestandteile des Seins? Andererseits bleibt keine andere Möglichkeit als mich dem hinzugeben was in meinem Kopf geschieht, was sich in meinem Herzen tut und was die Seele zu sprechen vermag. Doch wäre Herz, Seele und Geist nicht existenziell für mich, wenn ich nicht mit ihnen denken würde. Ich versuche meinem Herzen zu folgen, was eine überaus schwere Lektion ist es überhaupt zu lernen, wenn man doch eher ein Kopfmensch und Logiker nach Prinzipien lebend ist. Doch funktioniert dies alles dennoch nicht ganz ohne den Verstand. Zwar baut der Verstand noch immer die höchsten Mauern und wir grenzen uns mit diesem am meisten ein, aber in Zusammenarbeit mit Kopf, Herz und Seele kann man eine …

Grenzen(los).

Und natürlich reden wir uns viel zu viel ein oder lassen uns sagen wie wir sein müssen, um passend zu sein für mehr Individualität und Freiheit an der Teilhabe des globalisierten Lebens. Und daher ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen einen an der Waffel haben und inkompatibel werden mit der Funktionalität in einer “Welt der offenen Türen” und vor allem mit sich selbst. Man kann sich schnell überflüssig fühlen. Sich selbst überflüssig machen und irgendwann fühlen nicht mehr gebraucht zu werden. Man kann dies alles ganz schnell, auch das ist Freiheit, aber eines sollte man dann nicht tun: Sich darüber wundern. Denn dies ist wirklich kein Wunder, wenn alles nach Selbstverwirklichung schreit und orientierungslos in die Grenzenlosigkeit strömt …

Spiegelbild.

Mein Spiegelbild sagt mir, dass ich mich mehr und mehr an mein Ich heran taste, näher zu mir selber finde, lerne mir vertrauen zu können, mehr an mich zu glauben, um die Lebenskraft ausstrahlen zu können, die anderen Menschen helfen kann, mir zu vertrauen und an mich zu glauben. Über mein Spiegelbild muss ich oft schmunzeln und doch weiß ich genau, dass nicht gerade die lustigen Seiten des Lebens meinen Humor formten. Es ist schön dem Leben lächelnd gegenüber zu treten und sich selbst dabei zu akzeptieren. „Man sagt immer, dass die Zeiten die Dinge ändern, aber in Wirklichkeit muss man sie selbst ändern.“ Andy Warhol

„Nichts lässt die Erde so geräumig erscheinen, als wenn man Freunde in der Ferne hat.“ (Henry David Thoreau)

Wahre Freundschaften sind schon ziemlich wundersame und faszinierende Begebenheiten. Es gibt diese “Larifarischaften” und diese tiefen Verbundenheiten von Freunden in denen es scheint, man lebe in verschiedenen Welten, in diesen sich ewig lang erstreckenden Zeiten, in denen jeder versucht sein Leben in die korrekten Bahnen zu lenken um seine Lebensziele zu verfolgen und seiner Existenz Fülle zu geben. Und doch teilt man dann und wann punktuell, in einer Art Fusion der Welten, intensive Momente des Lebens und schlußfolgert aus allem vergangenem, dass man doch zusammen den Weg ging und noch weiter geht, wenn auch nicht immer auf dem gleichen Pfad. Doch wer weiß schon wie breit der Pfad des Lebens ist? Ein “spezieller” Blogeintrag für meinen besten Freund Micha, dessen Segel ihn nach Florida trugen, nachdem er mich eine ganze Zeit in Freundschaft (er)trug und wir uns weiterhin im Herzen und in Erinnerungen tragen werden. Wir suchen weiter und werden finden. Irgendwo. – We see us someday on the beach. In eternal friendship!

“Es gibt Orte, an denen bekommt man das Gefühl, man befindet sich am Ende der Welt, direkt um die Ecke und erst viel später merkt man, welche neuen Kräfte diese Orte in einem ausgelöst haben. Genauso gibt es Stimmen, die hörst Du nicht im Augenblick an diesen Orten. Irgendwann einmal, irgendwo auf deinem Weg durchs Leben, kommst Du vielleicht einmal zur Ruhe, findest Stille in Dir, fern ab der Schreie und der Hast um und in Dir, denkst vielleicht über Dein Leben nach. Und dann, auf einmal flüstert sie, dann kannst Du sie hören, diese Stimme, im Irgendwann. Nicht in deinem Ohr, nicht in deinem Kopf, sondern direkt in deinem Herzen. Sie ist Dir vertraut, aus einem Moment, in dem du diese nicht hättest wahrnehmen können, weil das Leben viel zu laut und schnell war. Und dann, in einer völlig anderen Lebenssituation, ist sie dir auf einmal ganz plötzlich vertraut und nah. In diesem Augenblick merkst Du, dass sie schon einmal mit dir gesprochen hat, keinen Roman, keine Abhandlung, vielleicht nur ein Satz oder gar …