Alle Artikel mit dem Schlagwort: sehnsucht

Nah der Sehnsucht.

Ich spüre den Wind auf meiner Haut. Er ist noch frischer hier am Fluß als in den kühlen Gassen der grauen Stadt. Doch das Sonnenlicht ummantelt noch warm die ersten Vorboten des nächsten Winterzyklus. Ich erwische mich dabei wie ich lächelnd meine Augen schließe und in mir Sehnsucht aufsteigt. Eine Sehnsucht die mich traurig und zugleich hoffnungsvoll werden lässt. Spüre wie sich eine Träne ihren Weg über meine Wange bahnt. Jedoch verschwende ich diese nicht in Traurigkeit, weil mir mehr als bewusst ist, in diesem Moment allein am Ufer dieser Schönheit zu stehen. Ich höre dem Rauschen des Flußes zu, wie es dem Leben gleicht, wie es ohne Pausen Episoden der Lebendigkeit erzählt. Ich atme tief den Duft dieses Augenblicks. Rieche den frühen Herbst, schmecke Salz in der Luft. Ich schenke diesem mich ganz und gar umgebenden Rauschen meine Träne, verschwende sie nicht an Hoffnungslosigkeiten. Sonnenstrahlen blitzen durch die schweren Wolken, die tiefgrau unermütlich darauf bestimmt sind das reine Blau des Himmels verdecken zu wollen. Der noch übrige Sonnenglanz berührt meine schweren Augenlider. Sie kitzeln …

Balanceakt.

Ich stehe dort am Bahnhof jener Stadt, die mich nicht ganz heimatlos existieren lässt. Blicke hinunter auf Gleise, an deren Enden vielleicht ungeahnte Grenzenlosigkeiten oder unzählige Irrgärten stehen. Versuche dabei krampfhaft die Balance zwischen dem lebendigen Moment und einer ständigen Zukunftsangst zu halten. Der Wind eines durchfahrenden Zuges zieht an meiner Nase vorbei und scheint mich loslösen zu wollen aus diesen Bedenken. Gebe vor nicht zu wissen, wo ich enden werde und verdränge es doch nur in Sehnsüchten. Mein Gepäck im Geiste wiegt eine efühlte Tonne, doch empfinde ich im gleichem Zuge, in Gedanken daran, was mich alltäglich unerwartet erwartet, eine gewisse Leichtigkeit. Diese Naivität betäubt die vorherschende eschwerlichkeit. Die Wolken unter dem grauen Firmament färben sich in ein dunkles Schwarz. Meine Lungen füllen sich mit der frischen Abendluft des nahenden Herbstes, welche auf ihrem Weg noch den Spätsommer streift und helle Erinnerungen mit sich bringt die sie sanft in mich legt. Es fühlt sich an, als wolle sie ganz tief in mir die glimmende Glut entfachen, die dieses Feuer zum lodern bringen kann, welches …

Physis.

Während mir die Sonne warm ins Gesicht scheint werde ich abermals von einem Traum hinweg gerissen. Eine Melodie ertöntsanft in meinen Ohren und ein betörender, aber nicht aufdringlicher Geruch umspielt meine Sinne. Ich sehe verschlungene Farben in vollendeter Harmonie. Gleißend goldenes Licht spielt auf einer Wiese und vertreibt Schatten und Kälte. Mein Herz ist erfüllt von Wärme und Licht. Die Melodie definiert sich deutlicher und ich bemerke, dass es die Melodie meines Lebens ist. Ich bin Teil von längst vergangenen Zeiten, gegenwärtigen Zeiten und zukünftigen Zeiten. Der Wind der Zeit weht unaufhaltsam. Ich berausche mich an der vollkommenen Schönheit dieses Ortes, beneble mich an seiner Herrlichkeit. Obwohl dieser Ort nur in mir existiert, merke ich doch deutlich, dass auch ich ein Teil von ihm bin. Diese Welt ist eine virtuose in sich geschlossene Harmonie, unübertrefflich und fehlerfrei in ihrer Anmut. Sie empfängt mich mit ihrer Herzlichkeit und in ihr finde ich Vertrauen und Geborgenheit. Diese Welt ist voller Ruhe und Besinnlichkeit. Auf sattgrünen Wiesen entfalten mannigfarbene Blumen ihre volle Schönheit und Bäume schaukeln im Wind …

Zwischen Frustration, Sehnsucht und Fusionen der Liebe.

Ich kenne dieses Gefühl von Früher. Dieser Neid auf das Glück der Anderen. Aber es erorbert mich nicht mehr. Heute spiele ich mit den Perspektiven und bin dabei ganz ehrlich (und vielleicht ein wenig voreingenommen)… Beflügelt vom frischem Duft der sprießenden Wiesen, zwischen blühenden farbenprächtigen Blumenbeeten, Sträuchern und saftig grünen Bäumen, schwebe ich leichten Schrittes durch den Park, der mir Unmengen an Sauerstoff und Glückshormonen in meinen Körper spülen soll. Ich bestaune begeistert jedes asymetrsiche botanische Wunder, welches mir in den Blickwinkel springt, schnuppere die Sonnenstrahlen, die mir die Schweißperlen auf die Nasenspitze gleiten lassen und es aus meinem Blickwinkel aussieht, als trage ich ein kleines glanzvolles Salzmeer vor mir her. Der Fluss plätschert neben mir dahin und es zirppen und summen die Bienen leise Melodien in meine Gehörgänge. Manchmal fühlt es sich an, als saußten diese kleinen beflügelten Tierchen direkt in mein Ohr, durch meinen Kopf und auf der anderen Seite wieder hinaus. Irgendwie irre psychedelisch… Und mein Blick schweift weiter so umher in den Farben dieses Frühlings, sauge jedes in der Luft befindliche …

Physis.

Während mir die Sonne warm ins Gesicht scheint werde ich abermals von einem Traum hinweg gerissen. Eine Melodie ertönt sanft in meinen Ohren und ein betörender, aber nicht aufdringlicher Geruch umspielt meine Sinne. Ich sehe verschlungene Farben in vollendeter Harmonie. Gleißend goldenes Licht spielt auf einer Wiese und vertreibt Schatten und Kälte. Mein Herz ist erfüllt von Wärme und Licht. Die Melodie definiert sich deutlicher und ich bemerke, dass es die Melodie meines Lebens ist. Ich bin Teil von längst vergangenen Zeiten, gegenwärtigen Zeiten und zukünftigen Zeiten. Der Wind der Zeit weht unaufhaltsam. Ich berausche mich an der vollkommenen Schönheit dieses Ortes, beneble mich an seiner Herrlichkeit. Obwohl dieser Ort nur in mir existiert, merke ich doch deutlich, dass auch ich ein Teil von ihm bin. Diese Welt ist eine virtuose in sich geschlossene Harmonie, unübertrefflich und fehlerfrei in ihrer Anmut. Sie empfängt mich mit ihrer Herzlichkeit und in ihr finde ich Vertrauen und Geborgenheit. Diese Welt ist voller Ruhe und Besinnlichkeit. Auf sattgrünen Wiesen entfalten mannigfarbene Blumen ihre volle Schönheit und Bäume schaukeln im …

Schmetterling.

Ich lehne mich zurück an die Mauerwand des alten Fabrikgebäudes, höre die fernen Geräusche des Stadtverkehrs und fremde Menschen im Gespräch. Ich blicke auf das Stück Rasen am gegenüberliegenden Rand der Straße. Ein Schmetterling schwirrt umher. Dann zwei. Sie treffen sich, beginnen sich in der Luft mit schnellem Flügelschlag zu umkreisen. Einer den anderen. Fliegen dabei höher und höher und höher, bis sie irgendwann nicht mehr zu sehen sind inmitten des lichtüberfluteten Himmelblaus. Einfach weg. – Ich sehe mich. Mich hält hier nichts und doch bin ich fest mit meinen Fragen. Wie wäre das, so einfach weg? – Einfach so. Sofort. Gleich. Augenblicklich. – Am Besten zu zweit in geborgener Zweisamkeit. Irgendwo hin. Ganz ohne nachzudenken. Wäre dann auch alles anders? Nur weil ich woanders wäre? Wäre ich nicht auch wieder ein Fremder unter Fremden und noch immer der selbe, wenn ich dann irgendwo ankäme? Und warum ziehe ich nicht los in die Fremde, um sie mir bekannt zu machen, um zu schauen wo ich ankomme? – Ankommen wird gefolgt von losziehen. Aber ich ziehe …

Müde Herzen.

Das Herz schlägt. Mit Tausenden schlägt es und wehrt sich gegen den Takt der anderen. Längst ist der Schritt der gleiche, der Blick, die Hektik, die Besitz ergreift von den Gedanken. Nur das Herz wehrt sich noch dagegen. Gegen das grau der Häuser, den Lärm der Autos, das kalte Licht der Neonröhren. So viele Menschen auf einem Platz, so viele Herzen nebeneinander und doch kennt keines das andere beim Namen. Im Takt der Vergessenen schlagen sie. Im Takt der Verlorenen. Man hetzt und eilt und quetscht sich durch die Straßen. Rote Ampel. Stopp. Warte. Grün. Weiter. Laufen, quetschen, schieben, drängen, eilen. Tunnelblick. In Tunneln scheinen wir zu leben. Alles einsteigen. Die Türen schließen automatisch. Keine Möglichkeit zur Flucht bis zur nächsten Station. Tunnel, Röhre, Rolltreppe, Tunnel, Sehnsucht. Oh, du liebste Sehnsucht. Der Blick ergraut und das Herz wird müde. So aussichtslos scheint der Kampf. Das Herz sehnt sich nach dem Horizont, will hinaus aus dieser immer fremden Stadt, zurück zur Menschlichkeit.

Nichts Halbes und nichts Ganzes.

Ich habe dich lieb, ich würde dir ohne Bedenken eine Kachel aus meinem Ofen schenken… Wann ist „Hab dich lieb“ mehr als nur das? Wann ist „Ich liebe dich“ nur noch ein „Ich habe dich lieb“? Wann ist das alles nicht mehr das, was die Wörter im Grunde aus zusagen vermögen? Wann ist ein Wort ein Gefühl, wann ein Gefühl nur noch ein Wort? Gefühle, Wörter, Wörter, Gefühle und immer wieder der Wunsch, das was man fühlt auszudrücken, es nicht ausdrücken zu können, unsere Last. Wie Atlas stehe ich da, trage meine schweren Gedanken, sehe dich an, wünschte, dass du das fühlst, was ich fühle, was eigentlich so falsch, und doch so richtig ist. Kann etwas falsch und richtig zugleich sein? Unerhörte Frage, irrational, nicht der Rede wert. Es kann nicht und wirkt doch so real, so wirklich, so echt, so einzigartig. Du hast einen Freund, doch bist du es, die hier die Grenzen überschritten hat. Nicht ich. Warum? Weil es für dich genauso schwer ist, zu sagen, wann es nicht mehr „Ich hab dich …

Wir sind Liebe.

Ich schreibe über Liebe, ich rede über Liebe, ich gebe Liebe, ich empfange Liebe, ich sehne mich nach Liebe und ich habe Liebe. Doch diese Liebe, in der man jemanden vermisst, sich um den anderen sorgt, einander verzeiht, miteinander teilt, sich beschützt und Tag für Tag näher zusammen rückt, diese ist Sehnsucht, die ich verspüre, wenn ich alleine im Regen steh und die Wolken berühre. Aber ich bin nicht einsam, auch nicht allein, es ist auch keine traurige Sehnsucht ohne Ziel, eher ist es eine Kraft die Hoffnung gibt und den Antrieb immer auf’s neue das Herz zu öffnen und empfänglich zu sein für das „Wir“. Denn „Wir“ können Liebe sein, wenn wir sie in ihrer ganzen Vielfalt und Größe zulassen. Und ich stehe hier, strecke mich zu den Wolken empor, hoffend dass sie mich bewegen und mitnehmen zu diesem „Dir“, „Wir“, „Uns“. Berühre mit meiner Philosophie der Liebe das rosarote Himmelszelt, während die Erkenntnisse an meinen Wangen abperlen. Aber gerade weil ich es fühlen kann, weil ich hoffe und weil ich sie spüre, diese …

Melancholie.

Melancholie ist Nebel, der einem die Sinne klärt. Melancholie ist Sehn-Sucht, die Sucht sich zu sehnen. Melancholie ist, Glück zu messen, am Ausmaß des Schmerzes, den man empfindet bei der bloßen Vorstellung, es sei vorbei – das Glück. Melancholie ist der lustvolle Seiltanz zwischen Glück und Schmerz. – Verdammter Schmerz! – Verdammtes Glück! – Und doch ist es diese Melancholie die mein Herz höher schlagen und mich mit meinen Gefühlen tanzen lässt.