Alle Artikel mit dem Schlagwort: reblog

Replay.

Plötzlich stehe ich da und möchte, dass manches so wie früher ist. Möchte, dass ich bloß verantwortlich für mich und meine Träume bin. Da sind all die bekannten Gesichter, die ich schon lange nicht gesehen habe. Die Stimmen und das Lachen schweben durch den Raum und machen es mir schwierig wieder zu gehn. Mit jeder Stunde die der Tag verliert werde ich schwerer, bis ich irgendwann wieder am Boden der Tatsachen angelange und weiter meine Wege gehe. Weiter große Fußabdrücke hinter meine kleinen setze. Die Welt, sie dreht sich weiter, ich gebe mir Mühe im Augenblick dieses Gedankens nicht weinerlich zu werden, da ich vom Fliegen träumte und mich nicht darum kümmerte wie hart der Boden eigentlich ist, wenn man fallen würde. Nun werde ich mir bewusst, dass der Boden nur die Basis für so manchen Luftsprung ist. Plötzlich stehe ich da und frage mich, ob ich wirklich alles nochmal genauso machen würde wie bisher. Wie oft wird einem gesagt, man solle doch froh sein, diese oder jene Zeit hinter sich gelassen zu haben. Aber …

Staub.

TEXT VON NINA KRAVITZ „Inspiration is only connected to the core, to the true and very raw essence.“ Vor ein paar Tagen fand ich einige alte Briefe. Ein junger Mann und eine Frau, die sich ihre Gefühle füreinander austauschten. Ein unschuldiger, natürlicher Gefühlsschwall, der sorgfälltig zu Papier gebracht wurde. Es ist offensichtlich, dass sich diese beiden erst ganz am Anfang ihrer Geschichte befinden. Ihre Herzen sind weit geöffnet und zerbrechlich. Alles ist unbekannt. Sie sind neugierig, aber nicht ängstlich. Alles fließt leicht dahin und es gibt keinen Druck. Die Dinge passieren einfach, ungezwungen, weil es sich richtig anfühlt. Ohne viel übereinander zu wissen, fühlen sie, dass da noch etwas Großes kommen wird. Die Reinheit ist befreiend. Freiheit inspiriert und setzt zugleich Energie frei. Nackte Haut und keine Erwartungen. Mehr Taten als Gedanken. Die Zeit ist jetzt und alles, was man tun muss, ist den Dingen ihren Lauf zu lassen. Aufbruchstimmung. Ich wurde sehr sentimental. Was für ein drastischer Wandel ist seitdem passiert. Wahrscheinlich geschieht das vielen von uns im Laufe der Zeit. Wie können Dinge …

Das perfekte Mixtape.

Ein Mixtape ist viel mehr als ein paar aneinandergereihte Songs. Ein sorgfältig zusammengestelltes Mixtape ist ein sehr persönliches Geschenk, das helfen kann seine Gefühle auszudrücken oder die richtige Stimmung für verschiedene Anlässe zu kreieren. Ein Mixtape zusammenzustellen ist außerdem eine tolle Beschäftigung für einen faulen Sonntag, an dem man gerne Zuhause bleiben und sich mal wieder ganz der Musik widmen möchte … Lies hier und sei retrospektiv kreativ: Sunday Pleasure.

Nichts Halbes und nichts Ganzes.

Ich habe dich lieb, ich würde dir ohne Bedenken eine Kachel aus meinem Ofen schenken… Wann ist „Hab dich lieb“ mehr als nur das? Wann ist „Ich liebe dich“ nur noch ein „Ich habe dich lieb“? Wann ist das alles nicht mehr das, was die Wörter im Grunde aus zusagen vermögen? Wann ist ein Wort ein Gefühl, wann ein Gefühl nur noch ein Wort? Gefühle, Wörter, Wörter, Gefühle und immer wieder der Wunsch, das was man fühlt auszudrücken, es nicht ausdrücken zu können, unsere Last. Wie Atlas stehe ich da, trage meine schweren Gedanken, sehe dich an, wünschte, dass du das fühlst, was ich fühle, was eigentlich so falsch, und doch so richtig ist. Kann etwas falsch und richtig zugleich sein? Unerhörte Frage, irrational, nicht der Rede wert. Es kann nicht und wirkt doch so real, so wirklich, so echt, so einzigartig. Du hast einen Freund, doch bist du es, die hier die Grenzen überschritten hat. Nicht ich. Warum? Weil es für dich genauso schwer ist, zu sagen, wann es nicht mehr „Ich hab dich …

Superhelden.

Manchmal fühlen sich Begebenheiten wie ein harter Schlag auf den Hinterkopf an. Manchmal verlieren wir uns vor lauter Tränen. Es ist viel leichter die Welt zu retten als sich selbst. Superhelden sind viel weniger heldenhaft als wir glauben, denn es ist viel leichter für andere stark zu sein als sich selbst zu beschützen. Es ist viel leichter eine Maske aufzusetzen als sich selbst zu vergeben. Wir sollten uns mehr vertrauen, auch wenn wir vielleicht in diesem Augenblick noch zweifeln. Uns von unserem eigenen Lachen halten lassen. Manchmal vergessen wir das Happy End. Dass man Träume zur Realität verbiegen kann. Dass man glücklich sein kann, auch wenn man nicht immer den höchsten Stern erreicht. Hin und wieder liegen Sterne einfach so am Boden herum. Man muss sie nur beachten. Vielleicht braucht man hin und wieder Schmetterlinge, damit man die siebte Wolke nicht vergisst. Oder den Zweifel. Oder den Herzensbruch. Erfahrungen kommen immer wieder, schmerzliche, wie auch wohltuende. Es wird nie eine letzte Erfahrung in unserem Dasein geben. Eins kommt immer zum anderen. Es bleibt uns immer …

Leben für´s Leben.

Immer wieder stellt uns das Leben vor Entscheidungen. Immer wieder eröffnen sich neue Lebensfragen. Und ist das Leben letztlich was für´s Leben? Immer wieder suchend nach dem richtigen Weg, um auf Einsichten zu treffen auf deren Basis wir unsere Entschlüsse treffen. Doch können sich manche Erkenntnisse als Fehlurteile erweisen und uns immer wieder erkennen lassen wie wir uns in falsche Entscheidungen verlaufen haben. Doch die Angst sollte uns nicht lähmen, vielleicht in eine falsche Richtung zu gehen. Denn Lähmung ist Stillstand – und Leben ist Bewegung. Darum sollte jeder Weg rechtzeitig entschlossen gegangen werden, auch auf die Gefahr hin, dass dieser vielleicht nicht der bestmöglichste ist. Früher oder später werden wir schon erkennen, ob und inwieweit wir unseren Kurs ändern müssen. Das Leben wäre nicht das Leben, wenn wir es nicht hinterfragen könnten, wenn es uns keine Rätsel und Herausforderungen für uns aufgäbe. Das Leben wäre nicht das Leben, wenn es die Angst nicht gäbe, die schöne Erfahrungen und Erfolge verhindert, aber uns auch im Grunde vor Fehlentscheidungen, Irrtümern und Verlusten schützt. Wir sollten niemals …

Der Zweifel zeugt den Zweifel an sich selbst.

I. Irgendwann wird alles wieder. Wenn man den Glauben an sich selbst verliert, ist man am Boden. Es ist ein furchtbares Gefühl, ein Gefühl der Unzulänglichkeit an die Anforderungen des Alltags. Und immer mal wieder tauche ich tief darin ein, verliere den Halt, bleibe stehen. Ich weiß nicht, woher das kommt. Ich hatte glückliche Jahre hinter mir. Klar, natürlich hin und wieder mit Zweifeln behaftet, aber doch irgendwie einen größeren Plan im Hinterkopf. Und dann reiht sich eine Enttäuschung an die andere, ein Scheitern folgt dem Nächsten. Vergessen sind dann all die Erfolge, all das, was man bisher schon erreicht hat, all die tollen Sachen, die vielleicht nur wenigen in meinem Alter bisher passiert sind. All die Dinge, für die man hart gearbeitet hat, in denen so viel Herzblut steckt, dass es fast schon unnatürlich ist. Was bleibt ist der Zweifel: Ob man sich für den richtigen Weg entschieden hat. Ob man sich vielleicht alles nur schön geredet hat und vieles schon so lange Zeit falsch gelaufen ist. Dieser Sumpf tauchte im vergangenen Jahr auf. …

Herzchenmalerei

Weil es nun mal Zeiten gibt, in denen wir immer und überall einmal Herzchen denken, fühlen und malen… Ich sehe Herzen, ich male Herzen, ich fühle Herzen und auch sonst ist irgendwie alles herzförmig… Ich mache mir schon ab und an meine Gedanken, warum ich so seltsam herzlich angehaucht bin. Bin ich umnachtet von einem düsteren Schatten? Leide ich unter einer chronischen Verweichlichung? Oder bin ich einfach nur verliebt?  Die endgültige Klärung meiner selbstfinderischen Frage werde ich wahrscheinlich nicht finden, da meine untrainierten Synapsen und Verknüpfungstheorien früher oder später ihren Geist aufgeben werden. Vielleicht obliegt es einer optischen Angelegenheit. Rein aus der gestalterischen Perspektive finde ich Herzen, wie auch herzförmiges, wunderschön anzuschauen. Es vermittelt doch irgendwie etwas ruhiges, aktives und zugleich etwas vertrautes und harmonisches. Klar, jenes medizinische Wunderwerk schlägt unter unserer eigenen Brust. Es ist unsere Lebenspumpe. Genau genommen fängt das Herz schon in der Zeit unserer Geburt an zu schlagen, bevor sich unsere anderen Organe noch in der Entstehung befinden. Wie in unserem gegenwärtigen Leben: Das Herz wollte schon immer etwas sagen, aber …

Musik.

Es gibt Dinge, die lassen sich scheinbar nicht in Worte fassen. Scheinbar unaussprechlich. Scheinbar unsagbar. Scheinbar! Denn es gibt sie – die Musik. Musik, die es schafft, diese vermeintlich unaussprechbaren Dinge in Form von Noten und treffenden Lyrics widerzuspiegeln. Musik, die sich auf mein Ohr legt, um mich zu schützen. Musik, die sich mit feinster Melodik, elektrisierenden Vocals und getrieben vom sanften, rhythmischen Bass durch meine Adern bis ins Herz drückt. Musik, die sich ihren Weg durch alle Sinne bahnt. Musik, die vermeintlich Gedanken lesen kann, diese entknotet, wenngleich sie weder Anfang noch Ende kennt. Musik, die in mir das natürliche Bedürfnis erweckt, meine Arme gen Himmel zu strecken, mich heiser zu schreien und zugleich in ihr schweigend – sprachlos – zu versinken. Musik, die mich trägt und mich zugleich fallen lässt. Musik, die schmerzt, ohne zu verletzen. Musik, die tröstet, ohne zu heilen. Musik, die mich in diesen Momenten so paralysiert, dass ich den Himmel auf Erden spüre! Wahrhaft!