Alle Artikel mit dem Schlagwort: photoset

Lizum: Zwischen Himmel und Erde.

Es gibt Orte, an denen bekommt man das Gefühl, man befindet sich am Ende (oder eben auf dem Dach) dieser Welt, verborgen hinter einer langen Reise oder gar nur einmal um die Ecke. Erst viel später merkt man, welche neuen Kräfte diese Orte in einem ausgelöst haben. Genauso gibt es “Stimmen”, die hörst Du nicht im Augenblick an diesen Orten. Irgendwann einmal kehren sie zurück, irgendwo auf deinem Weg durchs Leben, wenn Du einmal zur Ruhe kommst, Stille in Dir findest. Fern der Funktionalität des Alltags und der Hast die uns umgibt. Findest den Freiraum über das Leben nachzudenken. Über dein Leben. Und dann, auf einmal, flüstert sie, dann kannst Du sie hören, diese “Stimme” aus Irgendwann im Irgendwo. Nicht in deinem Ohr, sondern direkt in deinem Herzen. Sie ist Dir vertraut, aus einem Moment, in dem du diese nicht hättest wahrnehmen können, weil das Leben viel zu laut und schnell in seinem Trott verlief. Und dann, in einer völlig anderen Lebenssituation, ist sie dir auf einmal ganz nah und vertraut. In diesem Augenblick wird …

Unterwegs mit meinem Rad auf dem Elsterperlenweg.

Wenn ich auf dem Sattel meines Fahrrads sitze wird jeder Weg zu meinem. Ich setze mich einfach darauf und breche auf, trete in die Pedale und ruck zuck bin ich an der nächsten Straßenecke und an der übernächsten und dann auf einmal in ganz anderen Welten, weit vom Stadtrand entfernt, die mich schweigen und durchatmen lassen. Manchmal, wenn ich so fahre, frage ich mich, wie weit wir schon gefahren sind, wie weit wir noch kommen würden. Und manchmal gibt es einen Zeitpunkt auf meinem Rad, an dem es mich auf eine ganz besondere Art und Weise verzaubert: Dann fahre ich durch Felder, über Hügel, Berge oder durch endlos weite Landstriche und habe dabei nie das Gefühl, allein zu sein. Die Zeit die ich auf meinem Rad verbringe ist oftmals tröstlich. Ganz besonders in den Momenten, in denen wir so vielen Leute begegnen, neben ihnen herfahren, sie überholen oder ganz plötzlich immer neue Orte finden. In solch vielen Stimmungen hat es mich schon getragen. Der Gedanke ist tröstlich, dass mein Rad im Keller steht, mir immer …

Poetry of blossom.

„A liberating poetry of blossom.“ Fotos: Sascha Gawrilow “Es gibt diese ganz kleinen Momente eines jeden neuen Tages des Frühlings, die lohnen festzuhalten. Die wärmenden Sonnenstrahlen auf unserer Haut. Der Klang der Welt, die uns umgibt, der sich mehr und mehr mit neuem Leben füllt. Das stetig intensivere Zirpen der Insekten im wachsenden Gras. Manches Lächeln eines Menschen, welches die Kraft vermag, die Sonne überstrahlen zu können. Und am Ende kann Dir selbst der Anblick eines Blütenmeeres jene Faszination des großen Ganzen schenken, welches Du dafür benötigst Dich immer tiefergehend am Leben zu erfreuen. Es scheint, wie ein kraftvoller Neubeginn.”

Vom grünen Daumen.

„Deliciosa in monochrome.“ Fotos: Sascha Gawrilow Ich habe nicht diesen besonderen “grünen Daumen”, wenn es um die Feinfühligkeit mit Pflanzen geht. Doch jene, die überleben und sich reichlich vermehren, geben meinen heimelichen Räumlichkeiten ein Ambiente, einen Wohlfühlfaktor und diese weichen Kontraste, wenn am Morgen das wärmende Licht sanft die Konturen der Blätter berührt. Dieser Faible für Pflanzen in meiner Gegenwart ist bestimmend geworden für mein Wohlbefinden. Sie lassen mich zur Ruhe kommen, schenken mir Inspirationen und manchmal sogar “Gespräche” mit ihnen, wenn mich der menschliche Geist überfordert. Sie erlauben es mir, ganz unbewusst, in der Stille manches Chaos im Kopf fein säuberlich zu sortieren. Wenn sie weiter und satter gedeihen macht es mich stolz. Es macht mich stolz, kleine Dinge um mich herum wachsen zu sehen, die ich selbst hege und pflege. – Genauso wie das eigene Leben.

Sundowns.

Fotografien: Sascha Gawrilow, 2011 – 2014 Wenn ich auf manchen Spaziergängen am Abend den Stillstand und die Ruhe finde, einfach so stehen bleibe, die sanften Küsse der Sonne auf den Horizont fühle und eine Aura in mir, ganz nah dem Herzen, wohlsam und befreiend spüre, dann gilt mein Blick nicht mehr nur dem Weg oder meinem Ziel. Finde mich wieder mitten im Jetzt, blicke in die Ferne und ganz tief in mich hinein, atme die Frische und den klaren Duft der abendlichen Luft, ganz langsam und jeden Atemzug wahrnehmend, ein und wieder aus. Verliere dabei in jedem Moment der Zärtlichkeit keinen Gedanken daran wieviel Verzweiflung, Last und fehlender Mut hinter meinem Rücken liegt. Will mich nur an Wärme, Freude und grenzenloser Liebe erinnern. Meine Sicht fliegt über dieses Leben, wie die Wolken sanft daher. Das weiche Licht, welches das Ende und zugleich den Anfang des Tages mit einem Farbenspiel besiegelt, umhüllt mich und schließt mich ein, in all seine Facetten. Bestätigt meine Zweifel und zugleich die Zuversicht. Schenkt mir diesen klaren Sinn von alledem was …