Alle Artikel mit dem Schlagwort: menschsein

Immer weiter …

“Vielleicht verlierst du dich dort draußen. Vielleicht verlierst du dich auch in dir. Vielleicht verlierst du. Aber du kannst ankommen. Trotz aller Irrwege wirst du ankommen. Vielleicht nicht dort, wo du hin willst, aber dort wo du hin gehörst. Du wirst ankommen… ” Es gibt wohl immer wieder diese Zeiten, in denen man seinen Balast einfach nicht los wird. In keinem Ohr, an keiner Schulter. Ihn immer weiter schleppt, standhaft bleibt und versucht Zuversicht und Verzweiflung irgendwie zu kombinieren, weil man doch in längst vergangenen Tagen die Gabe in sich fand hoffen zu können. – Hoffnung gibt außerordentlich viel Kraft. Und mit Hoffnung lässt sich mancher Balast so lange (er)tragen bis dieser doch tatsächlich Beine bekommt und sich ganz von selbst verflüchtigt. Und neben all dieser gewonnenen Hoffnung beruhigt es mich umso mehr, dass es der Rest der Welt scheinbar auch nicht leichter hat, mit dem was man darstellt und mit dem was man eben fühlt kombinieren zu müssen. Vielleicht gebe ich mich damit zufrieden, dass ich mich selbst nur verstehen kann, wenn ich mein …

Zwischen Frustration, Sehnsucht und Fusionen der Liebe.

Ich kenne dieses Gefühl von Früher. Dieser Neid auf das Glück der Anderen. Aber es erorbert mich nicht mehr. Heute spiele ich mit den Perspektiven und bin dabei ganz ehrlich (und vielleicht ein wenig voreingenommen)… Beflügelt vom frischem Duft der sprießenden Wiesen, zwischen blühenden farbenprächtigen Blumenbeeten, Sträuchern und saftig grünen Bäumen, schwebe ich leichten Schrittes durch den Park, der mir Unmengen an Sauerstoff und Glückshormonen in meinen Körper spülen soll. Ich bestaune begeistert jedes asymetrsiche botanische Wunder, welches mir in den Blickwinkel springt, schnuppere die Sonnenstrahlen, die mir die Schweißperlen auf die Nasenspitze gleiten lassen und es aus meinem Blickwinkel aussieht, als trage ich ein kleines glanzvolles Salzmeer vor mir her. Der Fluss plätschert neben mir dahin und es zirppen und summen die Bienen leise Melodien in meine Gehörgänge. Manchmal fühlt es sich an, als saußten diese kleinen beflügelten Tierchen direkt in mein Ohr, durch meinen Kopf und auf der anderen Seite wieder hinaus. Irgendwie irre psychedelisch… Und mein Blick schweift weiter so umher in den Farben dieses Frühlings, sauge jedes in der Luft befindliche …

Sekundenliebe.

Manchmal gehe ich durch die Straßen, durch den Park oder stehe einfach in der Gegend rum und beobachte die Menschen. Beobachte und teile sie ein: In Männlich – Weiblich, Alt – Jung, Hübsch – Nicht so hübsch, potentielle Geschlechtspartner … und so weiter. Und manchmal, ich muss aber gestehen dass dies eigentlich nur im Sommer der Fall ist, gefällt mir der Anblick einer weiblichen Person so sehr, dass ich es nicht lassen kann meinen Blick von ihr zu lösen. Nahezu jede ihrer Handlungen, Bewegungen vermag ich in mich aufzusaugen. Dieses eigentlich schon Voyeuristische beschämt mich ein wenig. Aber im Sommer ist es so, dass viele Faktoren dazu beitragen, dass ich ab und zu in diesen apathischen Zustand falle: Einmal die Sonnenstrahlen und die Endorphine bekommen wieder Freigang durch den gesamten Körper und lassen mich meinen Grundsatz des Bedachts vergessen. Dann kommt das Sonnenlicht hinzu, welches manchmal Personen so genial beleuchtet, dass es wirkt, als wären sie etwas ganz Besonderes – sie wie ein “höheres Wesen” erscheinen lassen. Und dann wäre da noch der tiefenpsychologische Faktor …

Amadeus.

Wie viele andere Menschen habe auch ich schon einiges an Erfahrungen auf meinem Lebensweg machen können. Doch zu einem der tiefgehensten und horizonterweiterndsten Erfahrungen in meinem bisherigen Werdegang zählt noch bis heute das heilpädagogische Reiten. In der Reittherapie lernte ich nicht einfach nur das Reiten, sondern vor allem mich selbst darin zu erleben, mir näher zu kommen, mich zu geben, wie ich eben bin.  “Denn wir können erst wirklich erfahren, was Freiheit ist, wenn wir unsere eigenen Grenzen kennen, diese akzeptieren und sie in unserem Leben zu berücksichtigen lernen. Denn nicht die Grenzen sind es, die uns von der Freiheit trennen, sondern die Ignoranz unserer eigenen Fehler.“ Ich las einmal irgendwo, es muss wohl in so einer Art Fachblatt für Pferdeliebhaber gewesen sein: „Das Pferd ist der Spiegel deiner Seele.“ Meine damalige Therapeutin erklärte mir, ich könne dem Pferd nichts vorspielen, was ich selbst auch nicht sei. Ich bekäme es nicht gezügelt so lange ich nicht bei mir selbst wäre, … und mich vor allem nicht “echt” verhalte. An diesem Punkt kam ich oft an …

Meschugge.

Ich versuche es festzuhalten, dieses Schöne, dieses Faszinierende und diese vielen kleinen lebensbejahenden Inhalte auf dem Weg durch den Alltag in dieser Welt, die so schnell und oftmals fragwürdig scheint. Manchmal stelle ich dabei fest, dass ich ausserordentlich zufrieden bin mit meiner Umwelt und den zukunftsweisenden Formationen zwischen all dem psychologischen Kriegen und Identitätskomplexen. Weil die eigene Welt eine ganz persönliche Geschwindigkeit haben kann und es möglich ist Schönheiten zu sehen, die anderen verborgen bleiben. Gerne tät ich es teilen, Menschen mit auf diese Reise nehmen. Doch die meisten hören nicht einmal zu, sind gefangen an ihren selbstangelegten bleischweren Ketten und ertrinken weiter mit ihrem Greifreflex in der naheliegenden Leere der Überflutung im Sturm der modernen Zeiten. Selbstverwirklichend im Leben untergehend. Doch manchmal gelingt es nicht einmal mir, mich dem entziehen zu können und es läuft eben nicht alles so, wie man es dann und wann am liebsten wöllte, in all dem Eifer mancher Zielsetzungen. Doch wenn mich dann einer dieser Momente erwischt, in dem mir die Sonne auf meine Haut scheint und mir mein …

Wahre Freundschaften sind schon ziemlich wundersame und faszinierende Begebenheiten. Es gibt diese “Bekanntschaften” oder eben diese tiefen Verbundenheiten zwischen Menschen in denen es scheint, man lebe in verschiedenen Welten, in diesen sich ewig lang erstreckenden Zeiten, in denen jeder versucht sein Leben in die korrekten Bahnen zu lenken um seine Lebensziele zu verfolgen. Und doch teilt man dann und wann punktuell, in einer Art Fusion dieser Welten, intensive Momente des Lebens und schlußfolgert aus allem vergangenem, dass man doch zusammen den Weg ging und noch weiter geht, wenn auch nicht immer auf dem gleichen Pfad. Doch wer weiß schon wie breit der Pfad des Lebens ist? In Gedanken an Micha “Strudelski” / Boca Raton, Florida

Helden.

Foto: Sascha Gawrilow Wir sind es: Jeder Einzelne von uns ist einer. Jeder, der stehen bleibt in den Stürmen des Lebens. Jeder, der wieder aufsteht nach dem Fall. Jeder, der aus Fehlern lernen kann. Jeder, der nicht aufgibt seinen Zielen entgegen zu laufen. Jeder, der an seinen Träumen festhält. Jeder, der seinem Herzen vertrauen kann. Jeder, der Schwachen, wie auch gefallenen Starken helfen kann. Jeder, der voll und ganz Mensch ist und vor allem er selbst. Sei dein eigener Held, so kannst Du ein Helden für andere sein. – Wir sind Helden, allesamt! Ist das nicht heldenhaft?

Memoria / Oblivio

„Und manchmal schlafen einen die Erinnerungen ein. Man droht sie zu vergessen, in den eigenen Zielsetzungen, in den Herausforderungen des Alltags, in Ansprüchen, die man denkt, gerecht werden zu müssen. Und dann findet man sich wieder, ganz urplötzlich, in einem Zustand des Erstaunens. Sich selbst dabei erwischend, Vergessenes neu zu erfahren. Und augenblicklich tritt die Gewissheit aus dem Nebel heraus, offenbart ein Bild mit klaren Konturen und lässt mich begreifen, warum es manchmal gut ist zu vergessen. Denn es gibt nichts sinnbringenderes aus den eigenen Erfahrungen heraus, als die Erinnerungen an diese immer wieder neu zu entdecken und sich seines Lebensweges bewusst zu werden. Zu spüren, wie sehr Vergessenheit und Erinnerung einander brauchen.“ by Sascha Gawrilow

Azurblau.

Hohe Mauern links und rechts von mir, in der Mitte ein schmaler Weg, der nur zwei Richtungen kennt. Ich laufe, laufe geradeaus, weil ich mir sicher bin, dass da der Ausgang sein muss. Und doch treffe ich nur wieder auf eine Sackgasse. Schon wieder verlaufen. Ich spüre Wut in mir aufsteigen und doch will ich mich nicht von dieser beherschen lassen. Ich drehe mich um, schaue was ich übersehen habe bis hier hin. Wieder den schmalen Weg entlang. Die hohen Mauern hüllen mich ein. Ich fühle mich gehetzt, will einfach nur raus aus dieser Enge, die mir scheint die Luft zum Atmen zu nehmen. Angst, Panik – alles scheint den Raum einnehmen zu wollen in dem ich versuche mich zu bewegen. Für mich scheint kein Platz zu bleiben. Mein Blick hetzt nach links, blicke nach rechts, nach unten … und letztendlich nach oben. Ich blicke hinauf in das einzige Indiz für Weite und Freiheit. Mitten hinein in den azurblauen Himmel über mir. Dicke helle Kumuluswolken ziehen ihre unbestimmten Bahnen inmitten ihrer Individualreise.Sie lassen sich treiben …

Hoffnungsvolles Kind.

Manchmal bin ich wie ein kleines Kind. Dann schaue ich mir staunend die Welt um mich herum an, wie wunderbar sie doch ist, wie viel Spaß es machen kann in ihr zu leben. Ein Teil ihrer zu sein, all ihre Facetten wahrzunehmen, die Geborgenheit zu spüren und das Leben genießen zu können. Aber dann wunder ich mich oft über andere Menschen, die mich, ihr Kind in sich, verloren haben. Ich sehe sie mit tiefen Sorgenfalten durch diese Welt gehen und über Belanglosigkeiten des Alltags zu reden. Doch sehen sie nicht den schönen Regenbogen dort am Horizont? Manche laufen gebückt, so als würden sie die ganze Welt auf ihrem Rücken tragen, blicken hoffnungslos und leer auf ihren eigenen Schatten. Ich springe neben ihnen her und lache und sie fragen mich, wie ich nur so fröhlich sein kann, es ist doch ganz dunkel, der Himmel ist so bewölkt und zu dem regnet es. Ich schaue strahlend in diese matten Augen und zeige ihnen die Wunder dieser Welt: da die schöne Blume am Wegesrand, dort ein Tropfen auf …