Alle Artikel mit dem Schlagwort: gefühle

Postkarte aus dem Augenblick.

Während der Blick schweigend auf dem See liegt, atme ich die Ruhe ein. Friede macht sich in mir breit. Friede so glatt und in der Ruhe liegend, wie die glänzend schimmernde Wasseroberfläche unter der warmen Sonne, die das tiefe Blau des Himmels hell mit ihrem Licht überstrahlt. Mir wird bewusst, dort spiegelt sich das Leben. Zu manchen Zeiten ist es ruhig, sanft in seiner Bewegung und doch kann es augenblicklich Wellen schlagen. Kreise ziehen und an die Ufer schlagen. Und das wird es, ganz bestimmt. Ich fühle mich bereit und doch lasse ich mir nicht die Ruhe des Augenblicks nehmen, zu gegebener Zeit, die kommenden Stürme zu meistern. Vielleicht habe ich jetzt einen entspannten Landgang, doch bin ich bald wieder der Kapitän meines Bootes und werde den Kurs über die tosenden Wellen des Lebens, jenseits dieses Sommers, halten. Der Blick verweilt in dieser Schönheit, während die Gedanken lebendig in die Ferne schweifen. Schaue hoch ins Himmelszelt, will dieses prächtige Licht einfangen. Unten am Boden erblicke ich manch glänzende Perle dieser Faszination im Augenblick. Sie lässt …

Elektrisiert.

Der weiche von der Sommerhitze aufgeheizte Sand unter meinen Füßen rinnt sanft durch die Zwischenräume meiner Zehen, während ich meinen gesamten Körper im Rhytmus wiege. Mein Herzschlag gleicht dem Takt der Musik, deren Bass von drüben schwer durch die tanzende Menschenmenge zu mir herüber wabert. Die Sterne hängen voller Klarheit am tiefschwarzen Nachthimmel, spiegeln sich im Wellenbild des Sees und malen Sekunde um Sekunde neue Bilder mit dem zuckenden Licht der Strobo vom Rand des Mainfloors. Ich schließe meine Augen, fühle mich frei in diesem Augenblick. Falle hinein in diese elektrisierende Kraft.  Die Musik schenkt dem Moment den treffenden Ausdruck für diese unaussprechbaren Dinge die in mir pulsieren. Sie umhüllt meinen gesamten Körper. Zwischen den Takt legt sich eine Melodik, begleitet von elektrisierenden Vocals und getrieben von einem sanften, rhythmischen Bass der sich durch alle Adern bis ins Herz drückt. Sie bahnt sich ihren Weg durch alle Sinne. Es scheint als könne die Musik vermeintlich Gedanken lesen, im Versuch diese zu entknoten, wenngleich sie weder Anfang noch Ende kennt. Alles findet im Klang einen Raum …

Atmen.

Ich kann ihn spüren, den Frühling, den nahenden Sommer. Ich kann ihn riechen. Die Sonne, die hell am klaren blauen Himmel steht. Kein Dunkelblau, kein Blau das den Kummer in mir weckt. Sondern helles Blau, so blau wie das Meer, so weit, offen und hell, als wenn man sich augenblicklich von der Erde löst und in diesem aufgeht. Es ist ein fröhliches blau, es macht den Weg frei für die schönen Gedanken, für das frei fühlen. Ich kann es riechen, das Glück der hellen Tage. Es riecht nach Sonne, nach frisch gemähten grünen Wiesen, nach Blumen, nach im Wind schwebendes Leben, nach Obst, nach Lagerfeuer, nach sternenklaren Nächten. Ich gehe raus und atme den Frühlingstag, die gute Laune, den ersten Schritt zum Fortschritt. Ich mach’s mir mal bequem auf der Sonnenseite des Lebens, ich werde sie so schnell wohl nicht mehr verlassen. Und doch erlaube ich mir an Regentagen auch mal die Decke über den Kopf zu ziehen, weil dann kann es auch auf der Sonnenseite mal kalt werden. Ich probiere dann ganz langsam zu …

Zwischen Frustration, Sehnsucht und Fusionen der Liebe.

Ich kenne dieses Gefühl von Früher. Dieser Neid auf das Glück der Anderen. Aber es erorbert mich nicht mehr. Heute spiele ich mit den Perspektiven und bin dabei ganz ehrlich (und vielleicht ein wenig voreingenommen)… Beflügelt vom frischem Duft der sprießenden Wiesen, zwischen blühenden farbenprächtigen Blumenbeeten, Sträuchern und saftig grünen Bäumen, schwebe ich leichten Schrittes durch den Park, der mir Unmengen an Sauerstoff und Glückshormonen in meinen Körper spülen soll. Ich bestaune begeistert jedes asymetrsiche botanische Wunder, welches mir in den Blickwinkel springt, schnuppere die Sonnenstrahlen, die mir die Schweißperlen auf die Nasenspitze gleiten lassen und es aus meinem Blickwinkel aussieht, als trage ich ein kleines glanzvolles Salzmeer vor mir her. Der Fluss plätschert neben mir dahin und es zirppen und summen die Bienen leise Melodien in meine Gehörgänge. Manchmal fühlt es sich an, als saußten diese kleinen beflügelten Tierchen direkt in mein Ohr, durch meinen Kopf und auf der anderen Seite wieder hinaus. Irgendwie irre psychedelisch… Und mein Blick schweift weiter so umher in den Farben dieses Frühlings, sauge jedes in der Luft befindliche …

Avis.

Wenn Traurigkeit nur ein Vogel wäre, wie leicht fiele uns das Hoffen, wüssten wir den Himmel als Nest, in dem wir nach dem Abheben landen um anzukommen. Ohne die Angst sich zu verlieren, wie die verlaufenden Spuren im Sand vor dem kühlen Nass, ohne die Angst von den Wellen im Sturm ergriffen und irgendwo einfach angespült zu werden.

Couleur.

An manchen Tagen, da tut es verdammt gut, dieses Fühlen ohne zu denken. Man fliegt, ist losgelöst und wie unsterblich. An manchen Tagen, da tut es verdammt weh, dieses Denken ohne zu fühlen. Man lebt, atmet, und dennoch ist man schon wie gestorben.

Herbstwind.

Gebannt stehe ich hier, im Licht dieses Oktobermorgens. Weit zurück in der Ferne höre ich noch das Echo von Freuden menschlicher Liebe. Ich lächle, schließe meine Augen, fühle ganz nah eine geheimnisvolle warme Sehnsucht und versuche mich vom Abschied loszulösen. Ganz allmählich spüre ich, wie das Tempo des Sommers Tag für Tag geruhsamer wird und mich die Ruhe des Herbstes immer mehr mit seinen kalten Winden umhüllt. Winde die meine Anker lösen. Winde die mich weiter treiben lassen. Winde die Geschichten aus kommenden Zeiten, weit hinter dem Herbst, erzählen. Winde die mich frösteln lassen und gleichzeitig mein Herz erwärmen. Ich breite meine Arme aus und fliege frei von allen Erwartungen durch die tanzende Farbenpracht der herbstlichen Bäume.

Physis.

Während mir die Sonne warm ins Gesicht scheint werde ich abermals von einem Traum hinweg gerissen. Eine Melodie ertönt sanft in meinen Ohren und ein betörender, aber nicht aufdringlicher Geruch umspielt meine Sinne. Ich sehe verschlungene Farben in vollendeter Harmonie. Gleißend goldenes Licht spielt auf einer Wiese und vertreibt Schatten und Kälte. Mein Herz ist erfüllt von Wärme und Licht. Die Melodie definiert sich deutlicher und ich bemerke, dass es die Melodie meines Lebens ist. Ich bin Teil von längst vergangenen Zeiten, gegenwärtigen Zeiten und zukünftigen Zeiten. Der Wind der Zeit weht unaufhaltsam. Ich berausche mich an der vollkommenen Schönheit dieses Ortes, beneble mich an seiner Herrlichkeit. Obwohl dieser Ort nur in mir existiert, merke ich doch deutlich, dass auch ich ein Teil von ihm bin. Diese Welt ist eine virtuose in sich geschlossene Harmonie, unübertrefflich und fehlerfrei in ihrer Anmut. Sie empfängt mich mit ihrer Herzlichkeit und in ihr finde ich Vertrauen und Geborgenheit. Diese Welt ist voller Ruhe und Besinnlichkeit. Auf sattgrünen Wiesen entfalten mannigfarbene Blumen ihre volle Schönheit und Bäume schaukeln im …

Karussell.

Ich höre den Refrain dieses Songs und finde Gefühle im Wort für diese Gedanken, fühle dieses Karussel, auf dem ich zeitweilen stehe, ohne mich daran zu erinnern, mich irgendwo zu befinden, wo Karussels zu finden wären. Es fängt an sich zu drehen und alle Lichter und Gesichter werden zu bunten Streifen, die mich nicht gehen lassen, die mich aber auch nicht halten können. Das Leben ist… und wenn ich klug wäre, könnte ich diesen Satz hier beenden,doch dass liegt nicht in meiner Natur und wenn mich jemand weise nennt, dann liegt es nicht in deren Natur, sich die Zeit zu gönnen um darüber nachzudenken. Ich könnte mich natürlich auf eine Wolke setzen und verträumt beobachten, was da geschieht, weil ich es ohnehin nicht verändern kann. Könnte fasziniert sein und mich einfach hingeben. Mich dem Leben hingeben, das klingt wunderbar und ganz und gar irgendwie möglich bis unmöglich. Ich muss denken. Immer! So steh ich da und komme mir hin und wieder ganz schön clever vor und tue so, als könnte mir niemand etwas vormachen. Doch …

Nachts wachsen.

Mitten in der Nacht liege ich dort unten auf dem Boden. Nicht im Bett. Daneben, wie Tod vor Angst. Ich habe Angst davor, es eines Tages nicht mehr zu haben. Vielleicht im nächsten Augenblick, vielleicht morgen, vielleicht doch erst in Jahrzehnten. Den Herzschlag, den Atem, die Gefühle, die Liebe, die Freuden und die Traurigkeiten. Von jetzt auf dann, das Leben von meiner Seite weicht. Ich sehne mich augenblicklich nach jener zauberhaften desillusionierenden Assoziation die da des öfteren in meinem Geiste umherschwebt, um mich zu beruhigen und mein aufgebrachtes Gemüt in Stille zu wiegen. Nach jener Assoziation, die sich oftmals ziemlich heimisch fühlt in meinem Kopf, sie dort ihre Kreise zieht, keinen Halt findend und versucht sich in dieser Gegenwart zu realisieren. Versucht ein Teil dieser wahren Welt zu werden. Ein Mittelpunkt von dem alle Türen abgehen. Der rote Faden, der die Themen verknüpft. Das Ende, auf welches ich treffe, wenn ich dreimal um die Ecke denke, krumm und schief und scheinbar sinnlos Türen eintrete und Themen durcheinander werfe. Sie ist meine Lieblingsassoziation ohne Namen. Sie …