Alle Artikel mit dem Schlagwort: freundschaft

Zeilen an einen Freund.

Der Tanz in die Schwebe sollte Grundlage unseres Lebensverständnisses werden. Einfach step by step losgelöst von allen Lastern, dahin tänzelnd, aufsteigend und schwebend, weit hinaus in die Träume, um fliehen zu dürfen aus manchem Sog von Missverständnissen und Verpflichtungen. Ganz ohne befürchten zu müssen einen Fehler zu begehen, ohne Angst zu haben daraufhin alles zu verlieren. Oder vielleicht stelle ich mich hin und wieder, nicht ganz zu Unrecht, der Herausforderung alles loslassen zu wollen, um eben diesen Fehler zu riskieren, alles zu verlieren und die Kontrolle auf der Strecke zu lassen, weil am Ende vielleicht doch der Sinn darin besteht, sich freizumachen von all diesen Fragezeichen, den nicht klar ersichtlichen Antworten und scheinbaren Fortschritten auf unseren Lebenswegen. Ist es das Risiko wert? Birgt Verlust nicht irgendwie auch gleich Gewinn? Würden wir es nicht anders machen, wenn wir heute wüssten, dass morgen dennoch alles gut ist? Setzten wir doch am Ende dieses Satzes einfach ein Ausrufezeichen: Wir könnten und können! Und ich weiß – nein – ich bin mir ganz sicher, dass wir irgendwann die Kraft …

Wahre Freundschaften sind schon ziemlich wundersame und faszinierende Begebenheiten. Es gibt diese “Bekanntschaften” oder eben diese tiefen Verbundenheiten zwischen Menschen in denen es scheint, man lebe in verschiedenen Welten, in diesen sich ewig lang erstreckenden Zeiten, in denen jeder versucht sein Leben in die korrekten Bahnen zu lenken um seine Lebensziele zu verfolgen. Und doch teilt man dann und wann punktuell, in einer Art Fusion dieser Welten, intensive Momente des Lebens und schlußfolgert aus allem vergangenem, dass man doch zusammen den Weg ging und noch weiter geht, wenn auch nicht immer auf dem gleichen Pfad. Doch wer weiß schon wie breit der Pfad des Lebens ist? In Gedanken an Micha “Strudelski” / Boca Raton, Florida

Bruchstücke.

Vielleicht war es auch nur der Gedanke daran, dass es jemanden gab auf dieser Welt, der an einen glaubte, für den man nicht das Allerletzte war, der einen wertschätzte und in dessen Augen man einfach mal ein Mensch mit gewissen Werten war. Ein Gedanke der sich in meinem Herz verfing und überblieb, nach einer Diskussion zwischen mir und einer damaligen guten Freundin. Da unsere Gefühlswelten mehr als unsicher waren, fand diese Unterhaltung im Frust ihr Ende, ohne jemals wieder die Zukunft der Beziehung zueinander klarzustellen. Wir sprachen dieses Thema in den kommenden Jahren unserer Freundschaft auch nie wieder an. Doch dass da zwischen uns etwas existierte, schwang immer ein bisschen mit. So glaube ich, war diese gemeinsame Zeit wichtig für uns beide. Auch wenn wir uns gegenseitig vielleicht manchmal mehr Kummer als Halt gaben, waren wir jeweils für den anderen irgendwie da. – Und so bleibt nicht nur die Erinnerung ein Teil dieser komplizierten Liebe, weit zurückliegend in der Vergangenheit, sondern vor allem der Gedanke, der mir immer wieder Mut zum Gefühl macht, wenn ich …

Nichts Halbes und nichts Ganzes.

Ich habe dich lieb, ich würde dir ohne Bedenken eine Kachel aus meinem Ofen schenken… Wann ist „Hab dich lieb“ mehr als nur das? Wann ist „Ich liebe dich“ nur noch ein „Ich habe dich lieb“? Wann ist das alles nicht mehr das, was die Wörter im Grunde aus zusagen vermögen? Wann ist ein Wort ein Gefühl, wann ein Gefühl nur noch ein Wort? Gefühle, Wörter, Wörter, Gefühle und immer wieder der Wunsch, das was man fühlt auszudrücken, es nicht ausdrücken zu können, unsere Last. Wie Atlas stehe ich da, trage meine schweren Gedanken, sehe dich an, wünschte, dass du das fühlst, was ich fühle, was eigentlich so falsch, und doch so richtig ist. Kann etwas falsch und richtig zugleich sein? Unerhörte Frage, irrational, nicht der Rede wert. Es kann nicht und wirkt doch so real, so wirklich, so echt, so einzigartig. Du hast einen Freund, doch bist du es, die hier die Grenzen überschritten hat. Nicht ich. Warum? Weil es für dich genauso schwer ist, zu sagen, wann es nicht mehr „Ich hab dich …

Freund.

Wir leben in einer Zeit voller Anonymität. Gerade in dieser braucht es Orte der Heimat. Heimat muss nicht immer geografisch festgelegt sein. Solche Orte der Vertrautheit sind auch dort zu finden, wo ich zu Hause sein kann. Und das ist dort, wo Freunde sind. Wo Freundschaft gelebt und erfahren wird. Dort entsteht Heimat. Foto: “Rodenwald & Herr Sushi“ © by Jule in München, Marienplatz / November 2013 Echte Freundschaft zeichnet sich durch beides aus: durch eine innere Verbundenheit, aber auch durch innere Freiheit. Beides sind verschiedene Seiten des gegenseitigen Vertrauens: Unter Freunden darf ich sagen, was ich fühle, ohne alles berechnen zu müssen. Hier darf ich frei sein, um den Weg zu gehen, den ich für richtig erkannt habe. Ich brauche keine falsche Rücksicht auf den Freund zu nehmen. Ich kann in diesem Umfeld frei atmen. Und ich lasse auch meinem Freund den Freiraum, den er für sein Leben braucht. Der Freund hört genau hin, was mich im Innersten bewegt. Er hört sich in mich hinein, um zu entdecken, was die Grundmelodie meines Lebens ist. …

Der Freund hört genau hin, was mich im Innersten bewegt. Er hört sich in mich hinein, um zu entdecken, was die Grundmelodie meines Lebens ist, er nimmt wahr, wo und wie mein Leben zum Schwingen und Tönen kommt. Er spiegelt mich und erinnert mich an das, was ich im Tiefsten bin. Seine Aufgabe ist also mehr, als mich nur zu verstehen und mehr als nur bei mir zu stehen. Er nimmt vielmehr die Melodie meines Herzens in sich hinein, um sie dann wieder neu zum Klingen zu bringen, wenn sie in mir verstummt ist. (Ein Brief von) Anselm Grün

Freunde für´s Leben.

Ein Ende ist immer eine zwiespältige Sache. Meist mit Traurigkeit verbunden, manchmal auch mit Erleichterung, oft mit Fragen nach dem Warum oder Woher und selten mit Freude. – Wenn Freunde aus deinem Leben verschwinden, wenn ewig Bestand geglaubtes plötzlich zerbricht… Das Ende einer Freundschaft ist ein unergründliches Ding. Vorher schwer zu bestimmen und meist verpasst man den Zeitpunkt um es für sich selbst zu realisieren, es wahrzunehmen und letztendlich zu akzeptieren. Unverhofft kommt so etwas selten, aber oft will man es einfach nicht wahr haben. Wie sehr es schmerzt, das hängt wohl auch davon ab, wie intensiv diese Freundschaft einst war. War es das, was man unter einem “besten Freund” versteht, an den man fest geglaubt hat, festgehalten hat, bis man schließlich ernüchtert einsehen musste, dass es mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten gab, dann schmerzt das Ende um so mehr. Enden sind eine unschöne Sache. Vielleicht sollte man sie einfach verbieten, aber dann würde ja alles ewig im Zustand der Ruhe bleiben und das Leben steckt nun mal voller Bewegung. Ein Ende kann auch ein Anfang …

Vielleicht brauchen manche Menschen, einfach eine Person mit der sie zusammen schrecklich und verkrüppelt sein können. Ja, das ist vielleicht Alles. Man braucht eine Person, die deine Hand hält und mit dir zusammen Angst hat. Hat doch irgendwie schon wieder was Romantisches. Der Gedanke an eine Person, mit der du morgens zusammen deine Psychoroutine durchgehst. Das ist dann die Person, die deine komplizierten Gedankenstränge nachvollziehen kann und dir nicht sagt du solltest mal nicht so verrückte Dinge denken. Dann heult man zusammen, weil man sich so unsicher ist. Und wäre zusammen stark, jeder eine Hälfte. Das wäre doch auf eine verschrobene Weise schön… vielleicht auch zu schön. via bitterstur

„Nichts lässt die Erde so geräumig erscheinen, als wenn man Freunde in der Ferne hat.“ (Henry David Thoreau)

Wahre Freundschaften sind schon ziemlich wundersame und faszinierende Begebenheiten. Es gibt diese “Larifarischaften” und diese tiefen Verbundenheiten von Freunden in denen es scheint, man lebe in verschiedenen Welten, in diesen sich ewig lang erstreckenden Zeiten, in denen jeder versucht sein Leben in die korrekten Bahnen zu lenken um seine Lebensziele zu verfolgen und seiner Existenz Fülle zu geben. Und doch teilt man dann und wann punktuell, in einer Art Fusion der Welten, intensive Momente des Lebens und schlußfolgert aus allem vergangenem, dass man doch zusammen den Weg ging und noch weiter geht, wenn auch nicht immer auf dem gleichen Pfad. Doch wer weiß schon wie breit der Pfad des Lebens ist? Ein “spezieller” Blogeintrag für meinen besten Freund Micha, dessen Segel ihn nach Florida trugen, nachdem er mich eine ganze Zeit in Freundschaft (er)trug und wir uns weiterhin im Herzen und in Erinnerungen tragen werden. Wir suchen weiter und werden finden. Irgendwo. – We see us someday on the beach. In eternal friendship!

Beziehungen.

Beziehungen sind eine interessante Sache. Ich glaube es gibt keine Beziehung die gleich wie eine andere ist, oder wie eine vorherige oder folgende. Dennoch vergleichen wir Beziehungen. Wir fangen beim Vater oder bei der Mutter an. Vergleichen die Beziehungen zu unseren Geschwistern und Freunden. Beobachten die Beziehungen von Freunden untereinander um so die Wichtigkeit der eigenen Person bei den Anderen abschätzen zu können.