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Luhmann in love.

Hinter einer steilen Stirn sitzt Luhmanns Verstand und blickt aus ziemlich kleinen Gucklöchern durch große Gläser hindurch auf eine systemische Welt. Luhmanns Mund streicht ein Zeigefinger durch. Der gehört zu einer Hand, die noch neu und ungebraucht scheint, während sich drinnen im Kopf der Verstand an der verhornten Hirnrinde stößt. Theorie teilt die Welt nicht ein, sondern mit Zieh eine Linie! Beobachte! Triff eine Unterscheidung, die einen Einschnitt macht Wissen ist die Abgrenzung von Dingen Draw a distinction and a universe comes into being Jetzt streift er durch die Gedankenlamellen im Zettelkasten. Das fühlt sich angenehm an und klingt wie Flattern, weswegen Luhmann den Vogel nicht hört, der sich aus dem Bielefeldpanorama löst und gegen die Fensterscheibe flirrt. Und während dem Vogel im Kies gemächlich das Blut aus dem Gehörloch sickert, findet Luhmann oben in seinem Büro einen Gedanken wieder, den er vor zwanzig Jahren falsch eingeordnet haben muss. Laufzeit: unbestimmt. Kosten: exorbitant. Luhmann denkt Luhmann atmet Und macht einen ungelenken Witz Luhmann lebt schlicht und pragmatisch weil Luhmann eine Welt besitzt Und Luhmanns Gesicht …

Zum Glücklichsein braucht es einen Willen.

“Ich hab lang überlegt, was es braucht. Während du vor dich hin schluchztest, weil du vom Leben gefickt wurdest, habe ich überlegt, was es braucht, um dich glücklich zu sehen. Was ist es, was dir fehlt? Was ist es, das es braucht? Du sagst, es fehlt dir an Begabung, es fehlt dir an Talent. Als Gott das Glück verteilt hat, hast du das verpennt und jetzt seist du verdammt dieses Leben zu führen und von deinem Dasein kann dich keiner befreien. Aber ich gab nicht auf. Und am nächsten Tag stand ich vor deinem Haus mit einem Knabenchor und sang Liebeslieder zu deinem Fenster empor. In der nächsten Nacht habe ich dich dann nach Paris gebracht. Wir sind über die Seine gegondelt und ich habe dir Sterne vom Himmel geangelt. Aber als ich deinen Geburtstagskuchen mit Liebe füllte, hat das genauso nichts gebracht wie mein Geschenk – eine rosarote Brille – und da war mir klar, was dir zum Glücklichsein fehlt: Der Wille.” Franziska Holzheimer

„Zum Glücklichsein braucht es einen Willen.“

“Ich hab lang überlegt, was es braucht. Während du vor dich hin schluchztest, weil du vom Leben gefickt wurdest, habe ich überlegt, was es braucht, um dich glücklich zu sehen. Was ist es, was dir fehlt? Was ist es, das es braucht? Du sagst, es fehlt dir an Begabung, es fehlt dir an Talent. Als Gott das Glück verteilt hat, hast du das verpennt und jetzt seist du verdammt dieses Leben zu führen und von deinem Dasein kann dich keiner befreien. Aber ich gab nicht auf. Und am nächsten Tag stand ich vor deinem Haus mit einem Knabenchor und sang Liebeslieder zu deinem Fenster empor. In der nächsten Nacht habe ich dich dann nach Paris gebracht. Wir sind über die Seine gegondelt und ich habe dir Sterne vom Himmel geangelt. Aber als ich deinen Geburtstagskuchen mit Liebe füllte, hat das genauso nichts gebracht wie mein Geschenk – eine rosarote Brille – und da war mir klar, was dir zum Glücklichsein fehlt: Der Wille.” — Franziska Holzheimer via dedosconpolvo