Alle Artikel mit dem Schlagwort: deutscher blog

Lizum: Zwischen Himmel und Erde.

Es gibt Orte, an denen bekommt man das Gefühl, man befindet sich am Ende (oder eben auf dem Dach) dieser Welt, verborgen hinter einer langen Reise oder gar nur einmal um die Ecke. Erst viel später merkt man, welche neuen Kräfte diese Orte in einem ausgelöst haben. Genauso gibt es “Stimmen”, die hörst Du nicht im Augenblick an diesen Orten. Irgendwann einmal kehren sie zurück, irgendwo auf deinem Weg durchs Leben, wenn Du einmal zur Ruhe kommst, Stille in Dir findest. Fern der Funktionalität des Alltags und der Hast die uns umgibt. Findest den Freiraum über das Leben nachzudenken. Über dein Leben. Und dann, auf einmal, flüstert sie, dann kannst Du sie hören, diese “Stimme” aus Irgendwann im Irgendwo. Nicht in deinem Ohr, sondern direkt in deinem Herzen. Sie ist Dir vertraut, aus einem Moment, in dem du diese nicht hättest wahrnehmen können, weil das Leben viel zu laut und schnell in seinem Trott verlief. Und dann, in einer völlig anderen Lebenssituation, ist sie dir auf einmal ganz nah und vertraut. In diesem Augenblick wird …

Unterwegs mit meinem Rad auf dem Elsterperlenweg.

Wenn ich auf dem Sattel meines Fahrrads sitze wird jeder Weg zu meinem. Ich setze mich einfach darauf und breche auf, trete in die Pedale und ruck zuck bin ich an der nächsten Straßenecke und an der übernächsten und dann auf einmal in ganz anderen Welten, weit vom Stadtrand entfernt, die mich schweigen und durchatmen lassen. Manchmal, wenn ich so fahre, frage ich mich, wie weit wir schon gefahren sind, wie weit wir noch kommen würden. Und manchmal gibt es einen Zeitpunkt auf meinem Rad, an dem es mich auf eine ganz besondere Art und Weise verzaubert: Dann fahre ich durch Felder, über Hügel, Berge oder durch endlos weite Landstriche und habe dabei nie das Gefühl, allein zu sein. Die Zeit die ich auf meinem Rad verbringe ist oftmals tröstlich. Ganz besonders in den Momenten, in denen wir so vielen Leute begegnen, neben ihnen herfahren, sie überholen oder ganz plötzlich immer neue Orte finden. In solch vielen Stimmungen hat es mich schon getragen. Der Gedanke ist tröstlich, dass mein Rad im Keller steht, mir immer …

Schweigende Worte.

Manche Tage sind das blanke Chaos. Der Gegensatz vom blanken Weiß des Blattes, welches sich vor mir auf dem Tisch befindet. Ich starre darauf, während das Innerste verwirrt ist, im Versuch perfektes zu schaffen und sich im Wille des Wollens und an den Grenzen des Machbaren tiefe Gräben des Grübbelns schafft. Verkrampftes Denken und Sehnen nach einem Ausweg. Der Verstand will resignieren, er hat keine Chance. Die Hand zittert vor Wut, das Herz rast, ausgelöst dieses Gedankens der Resignation. Unmöglich etwas von dem festzuhalten was bewegt, in diesem Zustand des Zwanges loszulassen. Aber ich kann fühlen wie es wieder kommt, ganz allmählich, dieser Zustand indem das Innerste wieder mein zuhause ist bevor der drohende Wahnsinn sich entfalten kann.  Und das weiße Blatt, vor dem ich sitze, hält den Atem an. Genau wie ich. Es saugt die Luft ein in der die Worte schweben, die beschreiben könnten, was zu beschreiben wäre in diesem absurden Jetzt. Sie wabern, ganz weich, unförmig, wartend, ganz still und gespannt im Stillstand des Moments, der den gesamten Raum für sich einzunehmen …

Immer weiter …

“Vielleicht verlierst du dich dort draußen. Vielleicht verlierst du dich auch in dir. Vielleicht verlierst du. Aber du kannst ankommen. Trotz aller Irrwege wirst du ankommen. Vielleicht nicht dort, wo du hin willst, aber dort wo du hin gehörst. Du wirst ankommen… ” Es gibt wohl immer wieder diese Zeiten, in denen man seinen Balast einfach nicht los wird. In keinem Ohr, an keiner Schulter. Ihn immer weiter schleppt, standhaft bleibt und versucht Zuversicht und Verzweiflung irgendwie zu kombinieren, weil man doch in längst vergangenen Tagen die Gabe in sich fand hoffen zu können. – Hoffnung gibt außerordentlich viel Kraft. Und mit Hoffnung lässt sich mancher Balast so lange (er)tragen bis dieser doch tatsächlich Beine bekommt und sich ganz von selbst verflüchtigt. Und neben all dieser gewonnenen Hoffnung beruhigt es mich umso mehr, dass es der Rest der Welt scheinbar auch nicht leichter hat, mit dem was man darstellt und mit dem was man eben fühlt kombinieren zu müssen. Vielleicht gebe ich mich damit zufrieden, dass ich mich selbst nur verstehen kann, wenn ich mein …

Zwischen Frustration, Sehnsucht und Fusionen der Liebe.

Ich kenne dieses Gefühl von Früher. Dieser Neid auf das Glück der Anderen. Aber es erorbert mich nicht mehr. Heute spiele ich mit den Perspektiven und bin dabei ganz ehrlich (und vielleicht ein wenig voreingenommen)… Beflügelt vom frischem Duft der sprießenden Wiesen, zwischen blühenden farbenprächtigen Blumenbeeten, Sträuchern und saftig grünen Bäumen, schwebe ich leichten Schrittes durch den Park, der mir Unmengen an Sauerstoff und Glückshormonen in meinen Körper spülen soll. Ich bestaune begeistert jedes asymetrsiche botanische Wunder, welches mir in den Blickwinkel springt, schnuppere die Sonnenstrahlen, die mir die Schweißperlen auf die Nasenspitze gleiten lassen und es aus meinem Blickwinkel aussieht, als trage ich ein kleines glanzvolles Salzmeer vor mir her. Der Fluss plätschert neben mir dahin und es zirppen und summen die Bienen leise Melodien in meine Gehörgänge. Manchmal fühlt es sich an, als saußten diese kleinen beflügelten Tierchen direkt in mein Ohr, durch meinen Kopf und auf der anderen Seite wieder hinaus. Irgendwie irre psychedelisch… Und mein Blick schweift weiter so umher in den Farben dieses Frühlings, sauge jedes in der Luft befindliche …

Poetry of blossom.

„A liberating poetry of blossom.“ Fotos: Sascha Gawrilow “Es gibt diese ganz kleinen Momente eines jeden neuen Tages des Frühlings, die lohnen festzuhalten. Die wärmenden Sonnenstrahlen auf unserer Haut. Der Klang der Welt, die uns umgibt, der sich mehr und mehr mit neuem Leben füllt. Das stetig intensivere Zirpen der Insekten im wachsenden Gras. Manches Lächeln eines Menschen, welches die Kraft vermag, die Sonne überstrahlen zu können. Und am Ende kann Dir selbst der Anblick eines Blütenmeeres jene Faszination des großen Ganzen schenken, welches Du dafür benötigst Dich immer tiefergehend am Leben zu erfreuen. Es scheint, wie ein kraftvoller Neubeginn.”

Meschugge.

Ich versuche es festzuhalten, dieses Schöne, dieses Faszinierende und diese vielen kleinen lebensbejahenden Inhalte auf dem Weg durch den Alltag in dieser Welt, die so schnell und oftmals fragwürdig scheint. Manchmal stelle ich dabei fest, dass ich ausserordentlich zufrieden bin mit meiner Umwelt und den zukunftsweisenden Formationen zwischen all dem psychologischen Kriegen und Identitätskomplexen. Weil die eigene Welt eine ganz persönliche Geschwindigkeit haben kann und es möglich ist Schönheiten zu sehen, die anderen verborgen bleiben. Gerne tät ich es teilen, Menschen mit auf diese Reise nehmen. Doch die meisten hören nicht einmal zu, sind gefangen an ihren selbstangelegten bleischweren Ketten und ertrinken weiter mit ihrem Greifreflex in der naheliegenden Leere der Überflutung im Sturm der modernen Zeiten. Selbstverwirklichend im Leben untergehend. Doch manchmal gelingt es nicht einmal mir, mich dem entziehen zu können und es läuft eben nicht alles so, wie man es dann und wann am liebsten wöllte, in all dem Eifer mancher Zielsetzungen. Doch wenn mich dann einer dieser Momente erwischt, in dem mir die Sonne auf meine Haut scheint und mir mein …

Guttatim.

„Gib deinen Tropfen Farbe. Die Mischung macht sie besonders. Dein Leben erwartet einiges an Einzigartigkeit.“ Das Leben ist wie ein Wasserfall aus Lebensjahren. Einzelne Tropfen fallen in die Schlucht der Zeit. Unaufhaltsam fallen sie in die Tiefe und verschwinden im Nebel. Viele Lebensjahre bespickt mit großen Erinnerungen und fulminanten Geschehnissen stürzen also nun den Abhang hinab in die Schlucht, und keiner tut etwas dagegen? – Das kann einfach nicht wahr sein, wie eine Lüge. Es grenzt an ein Wunder, dass Du mit diesem Naturschauspiel der fallenden Tropfen nicht alleine dastehst. Im Gegenteil, ein jedes menschliches Leben besteht doch aus fallenden Tropfen. Die Schwerkraft wird sicherlich nichts dagegen tun, um dieses Gesetz zu kippen. Und genau diese Sicherheit ist doch wunderbar. Wir wissen, was jedes Jahr am gleichen Tag passiert. Und zwar verabschiedet sich ein weiterer Tropfen Richtung Abhang. Das Einzige wofür du sorgen musst, dass du diesen Tropfen über das gesamte Jahr hinweg mit tollen Dingen nährst. Mit Dingen, die dicht und fest mit deinem Herzen verwurzelt sind. Mit Dingen, die du nicht missen kannst. …

Hoffnungsvolles Kind.

Manchmal bin ich wie ein kleines Kind. Dann schaue ich mir staunend die Welt um mich herum an, wie wunderbar sie doch ist, wie viel Spaß es machen kann in ihr zu leben. Ein Teil ihrer zu sein, all ihre Facetten wahrzunehmen, die Geborgenheit zu spüren und das Leben genießen zu können. Aber dann wunder ich mich oft über andere Menschen, die mich, ihr Kind in sich, verloren haben. Ich sehe sie mit tiefen Sorgenfalten durch diese Welt gehen und über Belanglosigkeiten des Alltags zu reden. Doch sehen sie nicht den schönen Regenbogen dort am Horizont? Manche laufen gebückt, so als würden sie die ganze Welt auf ihrem Rücken tragen, blicken hoffnungslos und leer auf ihren eigenen Schatten. Ich springe neben ihnen her und lache und sie fragen mich, wie ich nur so fröhlich sein kann, es ist doch ganz dunkel, der Himmel ist so bewölkt und zu dem regnet es. Ich schaue strahlend in diese matten Augen und zeige ihnen die Wunder dieser Welt: da die schöne Blume am Wegesrand, dort ein Tropfen auf …

Not the same procedure.

Wenn man immer darüber spricht, das vergangene Jahr noch einmal rückblickend, so kurz vor dem Jahreswechsel, zu betrachten, klingt es doch immer wieder sehr vergänglich. Wie etwas unwirkliches, ganz anders als dieses Gefühl welches sich in jener vergangenen Gegenwart, in der man mittendrin stand, so nahe anfühlte und heute so fern erscheint und droht sich im Kopf in Vergessenheit aufzulösen. Doch: „Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang, sondern ein Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat.“ Denn wir vergessen ja nicht wirklich. Uns kommt dies nur so vor, weil wir uns immer genau an das zurück erinnern wollen, was wir wirklich nicht mehr wissen, weil es nunmal scheinbar keine tiefere Bewandtnis für unser Leben hatte. Das was uns wirklich bewegt finden wir eine Ettage tiefer in unserer Brust, in unserem Herzen. Denn wer auf sein Herz hören kann braucht sich nicht mehr nur auf seinen Kopf verlassen um zu erkennen, dass rein gar nichts vergänglich ist, weil alles was uns geschieht uns zu diesem Menschen formt den wir im Jetzt …