Alle Artikel mit dem Schlagwort: depression

Erwartend im Warten.

Leben – Etwas so wunderbares und vor allem einzigartiges. Aber Du sitzt einfach nur da. Du denkst nach und tust nichts, gar nichts. Wenn Du vieler solcher Tage hast, denkst Du dein Leben ist absolut frei von jeglichem Sinn. Du denkst, Du hast versagt. “Die Anderen”, die haben so viel zu tun. Die machen etwas. Die haben etwas. Sie haben das, was Du nicht hast, denkst Du. “Die Anderen” sind es, warum Du denkst, dass Du versagt hast. Du vergleichst, immer wieder, immer weiter vertiefend. Sitzt da, verschwendest deine Zeit. Bist erwartend im Warten. Foto © 06 / 2012 by Sascha Gawrilow Du bemerkst, dass Du etwas nicht hast. Das nicht hast, was der andere zum Leben braucht. Was ihn glücklich macht. Du dagegen hast es nicht. Du denkst, dass ist der Grund, warum Du nicht glücklich bist, nie glücklich sein kannst. Du willst es auch haben, doch bekommst es nicht. Nein, Du hast es nicht. Vielleicht, denkst Du, bekommst Du es nie, niemals und wirst ewig auf der Suche sein, dein Leben lang. Du …

Neue Wege.

Ich weiß ganz genau wohin ich will. Ich weiß genau was ich eigentlich will. Doch suche ich. Ich suche immer weiter den Weg. Nicht den richtigen, nein, eher diesen der mich dorthin bringt, zu diesen Zielen, die ich glaube wirklich zu wollen. Richtig und Falsch gibt es bis zum erreichen dieser nicht. Bequem, umständlich, vorteilhaft, unvorteilhaft, beflügelnd oder eben zeitweise erschmetternd. Bekanntlich gibt es immer wieder viele Wege zu den eigenen Zielen. Und dann natürlich immer eins nach dem anderen. Heute war ein großer Tag im bisherigen Verlauf meines Lebensweges, obwohl das Ereignis doch eher unspektakulär für einen Aussenstehenden erscheint. Ich hatte meinen Eignungstest für den Einstieg in die Sozialpädagogik, um irgendwann auf längere Sicht auf der thertapeutischen Ebene zu landen, um meinen Erfahrungen für den Austausch ein proffesionelleres Fundament zu geben. Bis zum heutigen Tag, als ich vor dem Test saß musste ich viele Hürden nehmen. Nicht nur dass ich mich bis zu meinem 29. Lebensjahr so ziemlich in der irdischen Existenz verlaufen hatte, mir bis dato im exzessiven Konsum von Drogen und Alkohol …

Weil du lebst.

Sternenklare Nacht. Mondschein. Dunkle Gassen. Menschenleere Straßen. Die Stadt scheint verlassen. Es sind kaum noch Lichter zu sehen, die von Leben erzählen. Und könnte ich wählen, dann würde ich wegrennen, gehen – doch du bist hier! Auf dem Asphalt bewegen sich Schatten, die tanzen und lachen und was sie auch tun, es ist, als wollten sie dich fassen; dich umhüllen mit schwarzen Tränen und ihre Geschichte erzählen, dein Herz mit Vergangenheit füllen, es mit Erinnerung quälen. Du versuchst dich neu aufzurichten, neu zu orientieren. Du willst stark sein und stehen, die Gewalt nicht verlieren. Niemals Schwäche zeigen, aufgeben – nichts dergleichen riskieren. Doch was immer du tust, es bleibt die Angst tief in dir. Dein Herz ist kraftlos geworden, nur ein leiser Akkord, du stehst barfuß an diesem Ort und wünschst dich nur fort. Weg von diesen Schatten, `raus aus der Stadt, aus der Nacht, weg von dem, was uns geschaffen hat; bist müde und matt. Die Schatten kommen immer näher und singen ein Lied und dieses klingt unendlich nah, als ob es deine Seele …

Aufstehn´.

Da sitzt Du nun und verschwendest deine Zeit… Leben. Etwas so wunderbares und vor allem einzigartiges. Und doch ist es scheiße, oft, manchmal. Du sitzt. Du denkst. Du tust nichts. Gar nichts. Wenn du vieler solcher Tage hast, denkst Du dein Leben ist scheiße und sinnlos. Du denkst, Du hast versagt. Die Anderen. Die haben so viel zu tun. Die machen etwas. Die haben etwas. Die Anderen sind es, warum du denkst, dass du versagt hast. Du vergleichst. Du bemerkst, dass du etwas nicht hast. Etwas nicht hast, was der andere zum Leben braucht. Was ihn glücklich macht. Du dagegen hast es nicht. Du denkst, dass ist der Grund, warum du nicht glücklich bist. Nie glücklich sein kannst. Du willst es auch haben. Doch du bekommst es nicht. Nein, du hast es nicht. Vielleicht, denkst du, du bekommst es nie. Niemals. Ewig auf der Suche wirst du sein. Dein Leben lang. Du suchst nach der Erfüllung deiner Leere. Nach dem etwas. Das, was die Anderen so glücklich macht. Dann gibt es einen Tag, an dem …

Der Körper lebt. Alles scheint sich zwischen verschiedenen Welten zu bewegen. Und ich mich mit ihnen. Mal gehe ich bodenlos, mal fliege ich grenzenlos. Die Lebensschwingen unersättlich mich immer weiter tragend. Die Seele schwebt. Immer weiter hin zu Erfüllung, zu Freude, zu tieferen Leben. Ich versuche mich treiben zu lassen und doch nicht loszulassen. Um nicht verloren zu gehen in den Weiten dieser ankerlosen Grenzenlosigkeit. Hier zu bleiben um hin und wieder meinen Lebensschwingen Geruhsamkeit zu schenken. – Landen und Ruhen. – Mit dem Wissen, jederzeit wieder abheben zu können, in diese Welten, in diese grenzenlosen Bodenlosigkeiten des Schwebens. Ich blicke hinauf mit dem Wissen nicht mehr gefangen sein zu müssen von mir selbst und meiner Welt. Spüre diese hoffnungsvolle Freude in jedem Augenblick eine neue Reise antreten zu können. Ich schließe meine Augen und sehe die Freiheit in meinem Herzen zwischen all diesen Welten. Spüre die Fusion zwischen meiner Person und dem “Draussen”. Verspüre den Drang nach “Mehr”. Photography + Words by Herr Sushi + Herr Sushi

herrsushionearth: Throw Original Photography Was Taken With A Mobile Phone At Holi Open Air Festival Over The Roofs Of Gera, Thuringia, Germany on Arcarden Parkdeck At Sunday 23.06.2013 | © 2013 Photography by Carolin Krahmer & © 2013 Finally Image Processing by Sascha Gawrilow “Weil wir uns hin und wieder verdient haben mittendrin zu stehen. Mittendrin in diesem Leben. Es spüren zu dürfen mit all seiner Kraft auf den Wellen von wummernden Basslines und psychedelischen Melodien. Inmitten von Menschen die in jenem Augenblick auf der gleichen Welle surfen, das selbe Glück empfinden. Das Leben ist nicht immer bunt, wir alle sind nicht immer eins und gerade deshalb sollten wir die schillernd farbigen Momente nicht ignorieren, wenn wir uns im Trott von alltäglicher Griesgrämigkeit verlaufen haben. Nicht vergessen, dass es etwas heiliges ist, so altbacken das Wort Heiligkeit auch klingen mag. Denn gerade diese Erinnerungen sind es, die uns halten wenn wir fallen. Und wie schade wäre es doch, wenn wir fallen und fallen und fallen und nichts käme in den Kopf was uns sagen würde: "Blick nach vorne, …

”Zuerst macht alles keinen Sinn. Man kann nicht mehr lachen. Will nicht mehr Leben. Dann ist es plötzlich so als könne man fliegen. Die Welt ist so gut. Nichts kann passieren. Bis man wieder auf den Boden knallt. Es ist aber nicht der Boden, den du kennst. Denn diese Krankheit kennt keinen Boden, man hat nie wirklich Boden unter den Füssen. Das ist für mich die Hölle.” — aus Gespräch mit Jemand, manisch-depressiv

Oh, happy day.

Manchmal vergesse ich den Zustand durch tiefe Freude und Losgelöstheit. Vergesse manche Ansprüche die mich immer weiter streben lassen. Verliere meine Person in einer endlosen Suche nach strahlenden Farben in schwarzen Bildern aus Schatten an kalten Mauern die mir den Weg versperren. Manchmal stehe ich einfach nur da, ganz regungslos, fast hilflos, mit einem schweren Atem und delikate Fragen prasseln auf mich ein, die mich jegliche Antworten vergessen lassen. Doch bald wird das Vergessen kommen. Das Vergessen der Fragen. Das Vergessen dieses Zustandes. Das Vergessen des Geschehenen. Das Vergessen in eine Zeit des Verschmelzens in eine Einheit mit der Gegenwart im reißenden Strom von Motivation und Euphorie Richtung Zukunft zu einer neuen Kraft, die Mauern durchbricht und ich mich aus der Starre löse. Dann winke ich der altbekannten Fremde zu, mit dem Wissen einer erneuten Begegnung. Doch ich bin ignorant in diesem Augenblick, weil ich Freude spüre, weil ich lächle, weil ich vergesse und dann fliege ich mit der Zeit davon. – Oh Happy Day!

Das Wort allein kann schon so tröstend sein.

Wisst ihr? Manchmal weiß ich gar nicht was dass hier alles soll. Dieses schreiben und teilen von Gedanken, dieses Lesen von Gedankengut aus fremden Menschen Köpfen. Aber es gibt Minuten da tut es gut und fühlt sich wunderbar an, Menschen zu treffen denen es schlechter geht, wenn es mir schlecht geht und Menschen, denen es noch besser geht, wenn es mir schon besser geht. Vielleicht sind es nur kurze Aussagen die mich aufhorchen lassen und mich spiegeln, kurz verfasste Texte die mich bannen und ich mich in ihnen wiederfinden kann. Und dann und wann, wie kleine flinke Sternenschnuppen, kommen Menschen, die passen zur derzeitigen Stimmung, teilen deine Gedanken, surfen auf der gleichen Welle. Vieleicht nur für eine kurze Zeit, nur für ein paar Momente, aber in denen bist du getragen, wenn du dich gerade in einem tiefen Fall befindest oder wirst auf dem Boden gehalten wenn sich ein unhaltbarer Höhenflug anbahnt. Am Ende läuft es immer auf das eine hinaus: Wenn man nicht bei sich selbst hängen bleibt und sich umschaut findet man immer einen …