Alle Artikel mit dem Schlagwort: angst

Karussell.

Ich höre den Refrain dieses Songs und finde Gefühle im Wort für diese Gedanken, fühle dieses Karussel, auf dem ich zeitweilen stehe, ohne mich daran zu erinnern, mich irgendwo zu befinden, wo Karussels zu finden wären. Es fängt an sich zu drehen und alle Lichter und Gesichter werden zu bunten Streifen, die mich nicht gehen lassen, die mich aber auch nicht halten können. Das Leben ist… und wenn ich klug wäre, könnte ich diesen Satz hier beenden,doch dass liegt nicht in meiner Natur und wenn mich jemand weise nennt, dann liegt es nicht in deren Natur, sich die Zeit zu gönnen um darüber nachzudenken. Ich könnte mich natürlich auf eine Wolke setzen und verträumt beobachten, was da geschieht, weil ich es ohnehin nicht verändern kann. Könnte fasziniert sein und mich einfach hingeben. Mich dem Leben hingeben, das klingt wunderbar und ganz und gar irgendwie möglich bis unmöglich. Ich muss denken. Immer! So steh ich da und komme mir hin und wieder ganz schön clever vor und tue so, als könnte mir niemand etwas vormachen. Doch …

Nachts wachsen.

Mitten in der Nacht liege ich dort unten auf dem Boden. Nicht im Bett. Daneben, wie Tod vor Angst. Ich habe Angst davor, es eines Tages nicht mehr zu haben. Vielleicht im nächsten Augenblick, vielleicht morgen, vielleicht doch erst in Jahrzehnten. Den Herzschlag, den Atem, die Gefühle, die Liebe, die Freuden und die Traurigkeiten. Von jetzt auf dann, das Leben von meiner Seite weicht. Ich sehne mich augenblicklich nach jener zauberhaften desillusionierenden Assoziation die da des öfteren in meinem Geiste umherschwebt, um mich zu beruhigen und mein aufgebrachtes Gemüt in Stille zu wiegen. Nach jener Assoziation, die sich oftmals ziemlich heimisch fühlt in meinem Kopf, sie dort ihre Kreise zieht, keinen Halt findend und versucht sich in dieser Gegenwart zu realisieren. Versucht ein Teil dieser wahren Welt zu werden. Ein Mittelpunkt von dem alle Türen abgehen. Der rote Faden, der die Themen verknüpft. Das Ende, auf welches ich treffe, wenn ich dreimal um die Ecke denke, krumm und schief und scheinbar sinnlos Türen eintrete und Themen durcheinander werfe. Sie ist meine Lieblingsassoziation ohne Namen. Sie …

Leben für´s Leben.

Immer wieder stellt uns das Leben vor Entscheidungen. Immer wieder eröffnen sich neue Lebensfragen. Und ist das Leben letztlich was für´s Leben? Immer wieder suchend nach dem richtigen Weg, um auf Einsichten zu treffen auf deren Basis wir unsere Entschlüsse treffen. Doch können sich manche Erkenntnisse als Fehlurteile erweisen und uns immer wieder erkennen lassen wie wir uns in falsche Entscheidungen verlaufen haben. Doch die Angst sollte uns nicht lähmen, vielleicht in eine falsche Richtung zu gehen. Denn Lähmung ist Stillstand – und Leben ist Bewegung. Darum sollte jeder Weg rechtzeitig entschlossen gegangen werden, auch auf die Gefahr hin, dass dieser vielleicht nicht der bestmöglichste ist. Früher oder später werden wir schon erkennen, ob und inwieweit wir unseren Kurs ändern müssen. Das Leben wäre nicht das Leben, wenn wir es nicht hinterfragen könnten, wenn es uns keine Rätsel und Herausforderungen für uns aufgäbe. Das Leben wäre nicht das Leben, wenn es die Angst nicht gäbe, die schöne Erfahrungen und Erfolge verhindert, aber uns auch im Grunde vor Fehlentscheidungen, Irrtümern und Verlusten schützt. Wir sollten niemals …

Désir le cœur.

Und manchmal verfolgt man irrsinnig viele Ziele, glaubt auch, den Faden in der Hand zu halten. Es ist, wie oberflächlich erfüllt und doch fühlt sich alles leer an. Das innen drinnen, das außen herum und die nasskalten Handflächen. Die Fragen, die einmal etwas bedeuteten, werden ungültig und tauschen sich aus, um sich neu formulieren zu können. Ich brauche mich nicht fragen was fehlt. Ich weiß es! Doch ich werde mir diese Antwort nicht geben. Ich habe Angst davor, mir eingestehen zu müssen, dass ich wirklich Angst habe und diese mich feige werden lässt. Ich will etwas bedeuten, jedoch gerade an Orten vor denen ich diese Angst habe. An Orten, die sich auf der anderen Seite der Menschen befindet, die dem Auge verborgen sind und die ich erreichen möchte. Tief innen drinnen. Und ich sitze hier und denke: Es wird wohl Zeit, die Angst zu besiegen, ehe ich daran zu Grunde gehe, bevor ich es jemals noch einmal versucht habe zu fühlen, dieses Gefühl, welches sich im Duden unter dem Begriff Liebe finden lässt, weit entfernt …

Désir le cœur

Und manchmal verfolgt man irrsinnig viele Ziele, glaubt auch, den Faden in der Hand zu halten. Es ist, wie oberflächlich erfüllt und doch fühlt sich alles leer an. Das innen drinnen, das außen herum und die nasskalten Handflächen. Die Fragen, die einmal etwas bedeuteten, werden ungültig und tauschen sich aus, um sich neu formulieren zu können. Ich brauche mich nicht fragen was fehlt. Ich weiß es! Doch ich werde mir diese Antwort nicht geben. Ich habe Angst davor, mir eingestehen zu müssen, dass ich wirklich Angst habe und diese mich feige werden lässt. Ich will etwas bedeuten, jedoch gerade an Orten vor denen ich diese Angst habe. An Orten, die sich auf der anderen Seite der Menschen befindet, die dem Auge verborgen sind und die ich erreichen möchte. Tief innen drinnen. Und ich sitze hier und denke: Es wird wohl Zeit, die Angst zu besiegen, ehe ich daran zu Grunde gehe, bevor ich es jemals noch einmal versucht habe zu fühlen, dieses Gefühl, welches sich im Duden unter dem Begriff Liebe finden lässt, weit entfernt …

“Für jene, die nie aufhören können, wenn es am Schlimmsten ist. Die nicht glauben, sondern grauen und sich grämen, sich geißeln und verlieren. Die kämpfen bis zum Kotzen. Die fürchten und ekeln und anecken und schimpfen und schreien und nörgeln und heulen. Für jene, die nicht schön sein wollen, für jene, die nichts wissen wollen außer alles, für jene, die sich nicht bremsen können, die nicht elegant, nicht nett, nicht zart, nicht ironisch, nicht immer noch ein bisschen mehr sind. Für jene, die nicht tanzen können und nicht mal gehen. Für jene, die nicht loslassen können und nichts kaputt, nichts wieder gut und nichts ungeschehen machen. Für jene, die durch Wohnungen wandern und durch Städte, durch Köpfe und durch Ängste, durch Jammertäler, durch die immer gleichen Fragen ohne Antworten Fragen ohne Antworten Fragen ohne Antworten, für die Dummen und die Blöden, für die Verlierer und die Abgebrannten, für die Konjunktive, die Angsthasen, die Kontrollfreaks, die Zwangsneurotiker, die Depressiven, die Kaputten und all jene, die erst aufhören, wenn die Stimme versagt. Für alle ohne Fotofilter auf …

Fliegen

Fliegen. Die Schwingen weit geöffnet. Durch die Wolkenwand, der Sonne entgegen. Ein Lachen. Ein Jauchzen. Leben. Nur schweben können. Und wieder und wieder vergeben können. Dir. Mir. Dem Rest der Welt und dem Wind und dem Glück. Noch einmal fliegen. Und frei sein. Den Wind im Gesicht fühlen. Die Angst mit dem Meer wegspülen. Hand in Hand mit dem Wind gerannt. Mich tragen lassen. Die Angst entgültig verlassen. Ich bin so verrückt nach der Welt und dem Lachen. Verrückt nach Leben. Und verliebt in die Freiheit. Vermied das, was ich eigentlich wollte. Doch greife nun nach einer Wolke. Damit der Wind mich trägt. Fliegen. Durch die Wolkenwand, der Sonne entgegen. Ein Lächeln, ein Jauchzen. Leben. Die Schwingen weit geöffnet. Bereit das Spiel mit dem Wind zu spielen. Die Vögel und die Wogen des Meeres von oben betrachten. Ich höre des Windes Lachen. – Und lache mit ihm. Fliegen. Frei sein. Mich in den Lüften wiegen.

“…und die Wege unserer Leben ließen die Spuren hinter uns im Sommerwind verwehen und was blieb war das Gefühl zu wissen, dass Träume mehr wissen, als wir jemals wissen werden. Was jedoch wünschenswert wäre, ist mehr Mut zum Vertrauen gegenüber des eigenen Ichs und weniger Angst die Einbahnstraße auch in der Realität bis zum Ende auszufahren. Nun ist nur noch die Sehnsucht spürbar. Zurück zu diesen Augenblicken, zu diesem Moment, zu diesem Traum.”

Wenn du fragst, wie die Leute hier sind, muss ich dir sagen: wie überall! Es ist ein unförmiges Ding um das Menschengeschlecht. Die meisten verarbeiten den größten Teil der Zeit, um zu leben, und das bisschen, das ihnen von Freiheit übrig bleibt, ängstigt sie so, dass sie alle Mittel aufsuchen, um es los zu werden. Johann Wolfgang Goethe (via karmahostel)

Wo beginnt das Ende des Meeres? Oder vielmehr: wovon sprechen wir, wenn wir “Meer” sagen? Sprechen wir von dem mächtigen Ungeheuer, das alles zu fressen imstande ist, oder von der Welle, die perlend unsere Füße umschäumt? Vom Wasser, das man in der hohlen Hand halten kann, oder von dem für niemanden sichtbaren Abgrund? Sagen wir alles mit dem einen Wort, oder verbergen wir alles in dem einen Wort? Da stehe ich, einen Schritt von dem Meer, und kann nicht einmal erfassen, wo es ist. Das Meer. Das Meer. Oceano Mare, Alessandro Baricco