Texte

So oft war er da in meinem Kopf dieser Gedanke etwas verpasst zu haben. Und des öfteren erwische ich ihn dabei, sich wieder in diese Strukturen zu verlaufen etwas verpasst zu haben oder verpassen zu können. Aber “hätte, wäre, wenn” bringt nichts weiter als nur Spekulationen, doch bringt sie niemanden näher an eine Wahrheit. Denn erst mit dem Gefühl, dass man wirklich gar nichts verpasst hat und nichts verpassen wird, kann man mit aller Bescheidenheit die Welt erobern. Und diese raren Augenblicke der Eroberung machen einen selbst zu einem Held und zum Rebell gegen die Maschinerie der Zeit und der Geschwindigkeit des Alltags. Was habe ich denn wirklich verpasst mit diesem heldenhaften Gefühl? Wenn ich es mit meinem Herzen betrachte: Nichts. Denn ich habe die erlebten Momente gewonnen und jeder weitere kommt hinzu.

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Sascha Gawrilow, geboren am 03. November 1979 im brandenburgischen Frankfurt an der Oder, heute in Leipzig lebend. Ist gelernter Maler sowie staatlich anerkannter Erzieher. Wortsuchend, laienphilosophisch, fotografisch, naturverbunden, kreativ und veloverliebt ist er als Freigeist in der Wortfinderei, Laienphilosophie, Suchtprävention und als Schreiberling tätig und ist ein überaus begeisterter Radfahrer.