Fotografie
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Silva.

Ich gehe durch den Wald, vorbei an den Hunderten von Bäumen. Federe über den Waldboden, kann spüren, wie er unter meiner Last nachgibt. Die Kälte zieht mir um die Nase. Sie gibt mir meine Sinne wieder, lässt mich das Leben ein- und wieder ausatmen.

Es formen sich wieder klare Linien in meinem Kopf. Also nehm’ ich all’ meine Sorgen, knote sie fest zusammen und hänge sie am nächst besten Ast auf. Da hängen sie nun, ich seh’ sie mir ein letztes Mal an, dann dreh ich mich um und gehe. Meine Sorgen, meine Ängste, meine Zweifel, alles Schlechte, das meinen Kopf beladen hat, lass ich dort hängen. Dort machen sie sich gut, vielleicht will sie jemand anderes beim vorbeigehen mitnehmen. Ich komme tiefer und tiefer in den Wald hinein und muss schmerzlich feststellen, dass ich mit meinem überladenen Geist nichts mehr wirklich erkennen konnte – nun bin ich überwältigt von dieser Schönheit. Bewundere den Einfall des Lichts, genieße die Sonnenstrahlen, die auf meinen Augen tanzen. Und mit ihnen breitet sich eine wohlige Wärme in mir aus, von den Augen angefangen, bis in die Zehenspitzen. Die Wärme gibt mir Kraft und ich nehm’ sie den weiten Weg mit nach Hause.

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