Poesie

Dazwischen.

Ich sehe den Nebel über den Feldern.
Sehe das braune Gras unter meinen Füßen.
Sehe das Fallen der Blätter an den Bäumen.
Sehe das Grau oben am Himmel.
Ich schaue dazwischen.

Ich lausche den Liedern der Vögel.
Lausche den Kinderfreuden aus dem Dorf.
Lausche den Melodien ferner Kulissen.
Lausche den Klängen dieser Gegenwart.
Ich lausche dazwischen.

Ich spüre die Morgenfrische an meiner Nasenspitze.
Spüre den Morgentau an meinen Fingern.
Spüre meinen pochenden Herzschlag.
Spüre tief meine Menschlichkeit.
Ich spüre dazwischen.

Ich sehe, höre, spüre, in aller Stille.
Das Dazwischen verbindet eine Dankbarkeit.
Zwischen Vergänglichkeit und Sehnsucht.
Zwischen Himmel und Erde allen Seins.

Kategorie: Poesie

von

Sascha Gawrilow, geboren am 03. November 1979 im brandenburgischen Frankfurt an der Oder, heute in Leipzig lebend. Ist gelernter Maler sowie staatlich anerkannter Erzieher. Wortsuchend, laienphilosophisch, fotografisch, naturverbunden, kreativ und veloverliebt ist er als Freigeist in der Wortfinderei, Laienphilosophie, Suchtprävention und als Schreiberling tätig und ist ein überaus begeisterter Radfahrer.