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Im Standbild der Unendlichkeit.

Das Sterne zählen, ein allabendliches Ritual inmitten von Zirpen, leisem Atem und dem Qualm der Zigarette(n). Den Blick fern hinauf in die Unendlichkeit. Und wenn sich irgendwann, ganz bestimmt sogar, eine Sternenschnuppe mit ihrem grellem Schweif ihren Weg durch die Stille der Sternenbilder bahnt, wünsche ich mir, fast kindisch, einen Wunsch, der so wünschenswert wäre, diesen nicht fast verschenkend, in die Fülle der Dunkelheit hinein zu wünschen. Und ganz leise schleicht sich das Wort Liebe hinterher und verhallt ungehört in den Mantel dieser Nacht, bis zur nächsten Erleuchtung, im Standbild der Unendlichkeit.

Ewige Suche.

Auf der Suche nach sich selbst tappt man umher stößt hier und da auf scheinbare Wahrheit und sagt ich bin der oder jenes und hört auf es zu sein noch ehe die Worte verhallt sind.

Désir le cœur.

Und manchmal verfolgt man irrsinnig viele Ziele, glaubt auch, den Faden in der Hand zu halten. Es ist, wie oberflächlich erfüllt und doch fühlt sich alles leer an. Das innen drinnen, das außen herum und die nasskalten Handflächen. Die Fragen, die einmal etwas bedeuteten, werden ungültig und tauschen sich aus, um sich neu formulieren zu können. Ich brauche mich nicht fragen was fehlt. Ich weiß es! Doch ich werde mir diese Antwort nicht geben. Ich habe Angst davor, mir eingestehen zu müssen, dass ich wirklich Angst habe und diese mich feige werden lässt. Ich will etwas bedeuten, jedoch gerade an Orten vor denen ich diese Angst habe. An Orten, die sich auf der anderen Seite der Menschen befindet, die dem Auge verborgen sind und die ich erreichen möchte. Tief innen drinnen. Und ich sitze hier und denke: Es wird wohl Zeit, die Angst zu besiegen, ehe ich daran zu Grunde gehe, bevor ich es jemals noch einmal versucht habe zu fühlen, dieses Gefühl, welches sich im Duden unter dem Begriff Liebe finden lässt, weit entfernt …

Silhouette.

Tief in meinen Träumen sehe ich Dich manchmal noch ganz verwischt undeutlich und so unerreichbar erscheint mir deine schwarze Silhouette hinter dem Schleier der Zeit Ich vermag deine Wärme zu spüren deinen Duft zu riechen deine Haut zu berühren Doch dies alles ist so unfassbar hinter dem Schleier der Zeit Ich verspüre tief in mir diese Berührungen die wir uns einst schenkten die Küsse, die uns beflügelten die Erotik, die uns zu einem verschmelzen ließ Doch dies alles ist so unfassbar hinter dem Schleier der Zeit Ich erwache, schwitzend der Blick erfassend das Jetzt ohne Dich im Licht des Hiers allein mit meinem Herzschlag und dem Prickeln unter meiner Haut Und deine schwarze Silhouette verschwindet abermals hinter diesem Schleier der Zeit Du wirst mir weiter unbekannt

Vielleicht.

Vielleicht sollten wir aufhören mit dem ewigen Grübeln, dem Sorgen, dem Klagen und dem Lamentieren. Aufhören, utopische Ziele in unseren Maßstab zu ritzen. Und uns dabei selbst zu verletzen. Aufhören, mehr zu wollen und weniger zu geben. Vielleicht sollten wir anfangen die Achterbahnfahrt zu genießen von weiß bis schwarz, über bunt. Lernen zufrieden zu sein, zu bleiben. Wenigstens ein bisschen. Einsehen, dass das Optimum nicht existent ist. Vielleicht sollten wir aufhören nach dem Sinn zu forschen und einfach einen benennen. Vielleicht sollten wir einfach anfangen und leben…

Home sweet home.

Das Streben nach dem Gefühl zu Hause zu sein, eine Tür zu schließen und sich sicher und geborgen zu fühlen. Freiraum zum entfalten. Erwartet, umarmt und erfreut empfangen zu werden. Viele Reisen kann ein Leben füllen und doch findet keine einen Ort wie diesen. Diese Lichter von Heimelichkeit in den Städten, zwischen all den Menschen sind winzig und spärlich. “Wir rennen und rennen und das Glück rennt hinterher.” Immer fixiert auf das Finden. Doch hält man einmal inne, eine zeitlang nur, könnte man schon angekommen sein. Home sweet home.