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Sinnschnipsel – Ein Dialog.

Sascha: „Den besagten „Sinn des Lebens“ kann es in Echtzeit nicht geben. Würde er tatsächlich nachweisbar existieren, wäre dieser schon fertig und würde den sehnsüchtig gesuchten Sinn ergeben. Jedoch gibt sich der Mensch mit erreichbaren, gegebenen und fertigen niemals zufrieden und strebt immer weiter ins Große. Würde es somit einen festen Sinn für alles geben, würde der Mensch wohl nicht mehr existieren. Das ergäbe wiederum Sinn. Kurzum müsste der Sinn des Lebens das stetige Streben nach dem Unerreichbaren überirdischen sein. Immerhin streben wir ja auch alltäglich immer das an, was wir noch nicht sind und weniger das was wir einmal waren. Right?“ Regina: „Wenn du „right“ wärst,hätten wir den ersten Menschen vor uns der den Sinn des Lebens ergründet hätte.“ Sascha: „Ich kann ja den Sinn des Lebens nicht ergründen, wenn er doch eigentlich nicht da ist… also, eigentlich schon, nur halt nicht so wie es sich so manch einer wünscht. – Wie gesagt, wenn wir ihn finden würden, gäbe es bald niemanden mehr, den man es sagen bräuchte, weil ja jeder ihn kennt und …

Neue Wege.

Ich weiß ganz genau wohin ich will. Ich weiß genau was ich eigentlich will. Doch suche ich. Ich suche immer weiter den Weg. Nicht den richtigen, nein, eher diesen der mich dorthin bringt, zu diesen Zielen, die ich glaube wirklich zu wollen. Richtig und Falsch gibt es bis zum erreichen dieser nicht. Bequem, umständlich, vorteilhaft, unvorteilhaft, beflügelnd oder eben zeitweise erschmetternd. Bekanntlich gibt es immer wieder viele Wege zu den eigenen Zielen. Und dann natürlich immer eins nach dem anderen. Heute war ein großer Tag im bisherigen Verlauf meines Lebensweges, obwohl das Ereignis doch eher unspektakulär für einen Aussenstehenden erscheint. Ich hatte meinen Eignungstest für den Einstieg in die Sozialpädagogik, um irgendwann auf längere Sicht auf der thertapeutischen Ebene zu landen, um meinen Erfahrungen für den Austausch ein proffesionelleres Fundament zu geben. Bis zum heutigen Tag, als ich vor dem Test saß musste ich viele Hürden nehmen. Nicht nur dass ich mich bis zu meinem 29. Lebensjahr so ziemlich in der irdischen Existenz verlaufen hatte, mir bis dato im exzessiven Konsum von Drogen und Alkohol …

Schmetterling.

Ich lehne mich zurück an die Mauerwand des alten Fabrikgebäudes, höre die fernen Geräusche des Stadtverkehrs und fremde Menschen im Gespräch. Ich blicke auf das Stück Rasen am gegenüberliegenden Rand der Straße. Ein Schmetterling schwirrt umher. Dann zwei. Sie treffen sich, beginnen sich in der Luft mit schnellem Flügelschlag zu umkreisen. Einer den anderen. Fliegen dabei höher und höher und höher, bis sie irgendwann nicht mehr zu sehen sind inmitten des lichtüberfluteten Himmelblaus. Einfach weg. – Ich sehe mich. Mich hält hier nichts und doch bin ich fest mit meinen Fragen. Wie wäre das, so einfach weg? – Einfach so. Sofort. Gleich. Augenblicklich. – Am Besten zu zweit in geborgener Zweisamkeit. Irgendwo hin. Ganz ohne nachzudenken. Wäre dann auch alles anders? Nur weil ich woanders wäre? Wäre ich nicht auch wieder ein Fremder unter Fremden und noch immer der selbe, wenn ich dann irgendwo ankäme? Und warum ziehe ich nicht los in die Fremde, um sie mir bekannt zu machen, um zu schauen wo ich ankomme? – Ankommen wird gefolgt von losziehen. Aber ich ziehe …

Flucht in eine Heimat.

Obwohl ich mir dessen ziemlich bewusst bin, dass die Welt um mich herum dreidimensional ist und sich nah an der Realität befindet, frage ich mich dennoch des öfteren: In welcher Welt lebt manch einer dieser meinungsbefugten Erdenbürger, die sich den Platz mit mir unter einer Sonne auf diesem Planeten teilen? Drängen diese gegen den Drang der anderen? Funktioniert hier und da wirklich die Freiheit des modernen Menschen, wie diese ausgelebt wird? Besinnen sich manche ihrer Grenzen in der Freiheit und ist ihnen bewusst, dass die Freiheit nicht das Leben ohne jeglichen Grenzen ist, sondern vielmehr das Akzeptieren der eigenen Grenzen? Und vor allem derer ihrer Mitmenschen? Ich bekomme manchmal Angst, weil ich nicht weiß wohin ich rennen soll. Bin ich nun hier zu Hause oder gehöre ich doch woanders hin? Ich meine, soviel Idiotie und Hirnschmodder kann from time to time nicht vertretbar sein für eine Heimat die ich meine und unser aller nennen möchte. Ich glaube ich gehe meine Socken wechseln bis zur Ankunft der Menschlichkeit! Und ganz nebenbei denke ich darüber nach, ob …

Maskeraden.

Das ganze Jahr hinüber laufen manche Menschen Tag für Tag mit ihren Maskeraden über den Erdboden der Realität, nur in der Karnevalszeit tragen sie ihre Wunschfassaden nach außen, belustigen sich noch gegenseitig darüber und schütten sich in der Illusion lustig zu sein und sich in geselliger Gemeinschaft zu befinden, jegliche Wahrheiten in maßvollen Zügen wieder hinunter bis zum ungeschminkten kalten Morgen des nächsten Tages, wieder in der zehrenden Sehnsucht, sich endlich selbst zu finden auf dieser Bühne des Theaters “Leben”. Närrisch schöne Welt Deluxe.

Bonne nuit.

Das liebliche Gefühl ins Bett zu gehen und zu wissen, dass man am nächsten Morgen ohne Hektik und schlechtem Gewissen ausschlafen kann und sich schon während dem Hinlegen auf den folgenden Tag freut und eine Nacht voller wunderschöner, magischer Träume folgt in einem tiefen, entspannenden Schlaf, sodass man lächelnd aufwacht und vollkommen glücklich ist. Und dieses Gefühl ist so wohlsam, jenes Gefühl dieser Geborgenheit von Harmonie und dem Einklang des sich zum Ende neigenden Tages und dem sich anbahnen des neuen. Ein Gefühl von loslassen und sich fallen lassen dürfen. Es ist rar, aber wenn es sich spürbar macht, sollte man die Chance nutzen es ins Herz einzuatmen um lange davon zehren zukönnen. Bonne nuit.

Dialog der Seelen.

Im Versuch in der Seele anzukommen, wo die Worte entstehen, sind diese meistens auf dem Weg nach aussen schon verhallt. Denoch möcht ich sie hochholen und deuten, sie spüren und mich im Herzen berühren lassen. Manchmal trifft man auf Menschen, die durch ihre Worte eine solche Macht haben, dass die eigene Seele geöffnet wird und sie befähigt wird zu antworten. Dann wirkt die verbale Kommunikation wie ein Dialog der Seelen. „Die Sprache ist der Fingerabdruck unserer Seele.“

Wahrnehmung und Entscheidung.

Ein Résumé: Wie frei sich das Leben anfühlt, wenn ich sagen kann, es ist egal ob richtig oder falsch. Ich kann probieren und abwägen ob es mir gut tut oder eben nicht. Ob es gut ist oder nicht hat nichts mit richtig oder falsch zu tun, sondern mit Wahrnehmung meiner Bedürfnisse die vom Herzen kommen. Denn nur durch Wahrnehmung meines Geistes und Seele lerne ich mich wirklich kennen, nicht durch Kopfentscheidungen die mich selbst manipulieren. Denn mein Verstand ist längst schon verdreckt und befindet sich aktuell in der Defragmentierung.