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Jugendfilmtage in Gera.

Heute fand der erste Tag der bundesweiten Aktion Jugendfilmtage 2016 zum Thema „Alkohol und Nikotin – Alltagsdrogen im Visier“ in der UCI Kinowelt Gera statt. 1.500 Jugendliche aus Schulen der Stadt Gera werden diese Veranstaltung wahrnehmen, die von der BZgA – Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Zusammenarbeit mit der UCI Kinowelt Gera, der Suchtberatung Gera und der Stadtverwaltung Gera organisiert wird. Schon heute traf man auf reges Interesse seitens der Schüler, kam mit diesen, vor den jeweiligen Filmvorführungen, über verschiedene Aktionen in einen Austausch und gab ihnen die Möglichkeit über eigene Erfahrungen oder Gedanken zum Thema Alltagsdrogen erzählen zu können.

Erlebnispädagogik an der Bleilochtalsperre.

Yay! Am Sonntag ist endlich wieder Bikepacking‬-Zeit. Nach nun fast 14 Tagen viel zu viel Onlinemedienarbeit und den ersten zwei Schultagen im neuen Ausbildungsahr bin ich auch schon wieder reif für das leise Leben und die Freiheit auf dem Rad. Dann geht´s per Pedale an die Bleilochtalsperre Saalburg, jedoch in diesem Jahr nicht zum abhotten und durchfeiern beim SonneMondSterne Festival. Diesmal gibt´s ordentlich Erfahrungszuwachs und Perspektivenwechsel in Form einer erlebnispädagogischen Woche. Klingt spannend? Ist es auch! – Und ganz bestimmt kommen neben einer Menge neuer Erfahrungen auch tolle Bilder dabei raus. Also ich bin gespannt und freue mich wie Bolle! – Bike on!

Schwund.

Was mir an allem Leid, Krieg und Terror in unserer Gegenwart am meisten Angst macht, ist die Tatsache, dass mich das alles irgendwie nicht mehr wirklich schockiert und ich abzustumpfen drohe. Aber vielleicht ist dies auch ganz menschlich, um nicht selbst die Nerven zu verlieren und einen klaren Kopf zu behalten. Bild via Kathrin Weßling auf Facebook

Randnotiz.

Und es ist gerade eine komische Zeit. Nicht bedenklich, aber bedenkenswert. Fühle ich mich innen drin, als bestehe ich aus Zweien und gehöre doch zu niemanden. Weiß die eine Hälfte, was zu machen ist, ist die zweite ganz ereifert still zu halten und das “Etwas” zwischen diesen, welches wohl das “Ich” sein sollte, fühlt sich erdrückt und zu Weilen fast ohnmächtig. Nichts stellt sich in einen klaren strukturierten Schein, alles ist abstrakt. Aber hinter diesen persönlichen Dekonstruktionen liegt kein Irrsinn, es ist im Wesentlichen das Wissen über die Angst, welche im Nichtwissen gar nicht erst zum Vorschein käme. Randnotiz (zwischen den Optionen)

In der Stille der Worte.

Wenn Worte und Gedanken durch Stift und Papier auf ihrem Weg durch uns zum Ziel werden, weil wir nicht gefangen bleiben, in Blicken die nicht weiter reichen, als das Auge eben sieht. Wenn der Traum wahr werdend ist, der dich durch den Horizont erweiternd, weg von dir, hin zu Worten treibt, in denen man nicht gefangen ist und bleibt, weil sie weiter reichen als das Auge sieht. Wenn der Platz wahr werdend wird, an den das Herz flieht, wenn er sich in dessen Be-schreibung unbegreiflicherweise offenbart: Dann wird Hoffnung, Wort für Wort, durch hoffnungsvolle Worte echt werdend zu echter Hoffnung. Wenn Worte auf ihrem Weg zum Ziel durch uns lebendig werden – dann wirken wir durch sie be-lebend, weil wir uns in ihnen unsere Hoffnung be-schreibend offenbaren.

Eine Frage der Lebendigkeit.

„Kannst du dich daran erinnern, wann du das letzte mal vor Schönheit geweint hast? Geweint, weil das, was du gesehen, gehört oder gefühlt hast einfach unerträglich wunderbar war? Wann hast du das letzte Mal die Musik ausgestellt, die von früh bis spät auf dich niederprasselt und einfach dem Wind zugehört? Dem Wind oder vielleicht auch dem Wasser. Dem Prasseln des Regens auf der Fensterscheibe, dem Tosen eines Baches, irgendwo in der Natur und ganz weit weg von jeglicher Zivilisation. Wann bist du das letzte mal einfach stehen geblieben und hast den Moment genossen? Wann hast du zuletzt in den Himmel geschaut? Warst du in letzter Zeit lebendig genug, um dir dieses Umstandes bewusst zu werden und dafür dankbar zu sein? Hast du überhaupt jemals an der Straße gestanden, oder am Bahnsteig, und die herumhetzenden Menschen belächelt, die verlernt haben, im Hier und Jetzt zu bleiben und es zu genießen? Wann hast du das letzte Mal etwas unsinniges gemacht – ohne darüber nachzudenken, sondern einfach nur lauthals lachend? Wann war dir zuletzt egal wie vergänglich und …

Paroli.

Dort sitze ich dann, mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit, in ein paar Monaten, dort im Irgendwo, im Irgendwann und werde zum wiederholten Male so ganz im Stillen zu mir sagen: „Genau das ist es, was ich damals wissen wollte. Dies ist die Lösung, welche ich von mir hören wollte. Genau diese!“ … Dies könnte ich sagen, wenn eben in einem dieser Augenblicke gewisse Idealzustände zwischen meinen Synapsen herschen würden. – Doch solche Erleuchtungen geschehen häufig eben nicht sofort im Ausgang eines gegenwärtig zu vertretetenden Standpunktes, sondern in jenem, noch heute unbekannten Augenblick in diesem Irgendwann. Denn es ist verflixt, da die meisten, ganz vielleicht entscheidensten Antworten erst im Nachhinein aus der geistigen Umnachtung ans Licht treten. Nämlich dann, wenn ich eigentlich gar nicht mehr weiß, wie die Frage gelautet hätte, hätte ich sie mir oder meinem Gegenüber stellen können, in diesem Augenblick der unabwendbaren Wichtigkeit der Beantwortung jener Fragestellung. – Und eben genau im Hier und Jetzt habe ich wieder, oder immer noch, hundert Fragen antwortlos parat und weiß doch schon jetzt, dass es keine treffendere …

Gold.

Uns geht’s gut, denn wir leben. Seht nur diesen goldenen Oktober! Die Luft ist still, als atmete man kaum. Die Wortakrobaten und Schriftsteller verlassen für einen Augenblick der Muße ihren Schreibtisch, treten vors Haus, atmen tief, blinzeln in die milde Sonne und verlieren sich in Melodien von Klangwelten. Welche Farben sich entfalten. Alles fusioniert zu einem Tag! Alles wird eins und findet zusammen in einem Gebilde. Denn das Leben ist gut und immer neu.

Das Höchste.

Es ist wohl das höchste, irgendwann (bis hin und wieder) zu erkennen, dass mir das Leben das hellste Licht bieten kann, hinter all diesen Schatten, welcher mich oftmals erblinden lässt. Blind macht für das schöne und erstrebenswerte. Wenn ich sie finde, diese wenigen kleinen Türen, in dieser schier endlosen Welt der Möglichkeiten und mich zu meinem eigenem wahren Ich begebe, inmitten aller Wahrheit, und diese dann durchschreite, nachdem der Zweifel und die Schwächen meinen Willen kraft- und haltlos machten. Hinter diesen Türen die Gabe findend und die Kraft erkennend danken zu können, ganz egal wieviele Narben ich selbst erlitten und davon getragen habe. Den Mut dazu gewinne zurück schauen zu können und zu erkennen, dass ich nicht immer nur die Marionette der “Anderen” war, sie nicht die einzigsten waren die die Schnüre in der Hand hielten. Zu erkennen das die Vergangenheit nicht veränderbar ist, aber ich verzeihen kann. – Den “Anderen” und vor allem mir selbst. – Mich befreien kann von allen Ängsten und Bedenken, um die eigenen Mauern nicht weiter unüberwindbar in den Himmel …