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Erlebnispädagogische Woche in Kloster bei Saalburg.

„Zusammenkommen ist ein Anfang, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt,
Zusammenarbeiten ist Erfolg.“
(Henry Ford)

Vom 14.08. bis zum 19.08.2016 erlebten wir Schüler der Klassen E14/1 und E14/2 der SBBS Gesundheit, Soziales und Sozialpädagogik Gera ein ganz besonderes Ereignis in unserer Erzieherausbildung. – Einige fieberten schon eine geraume Zeit darauf hin. – Es hieß die erlebnispädagogische Woche in Kloster bei Saalburg oder in Plothen zu absolvieren. In der Erlebnispädagogik geht es darum konkrete und gemeinsame Erfahrungen in der Gruppe zu sammeln und Möglichkeiten zu bieten über individuelle und ganzheitliche Aktionen eigene Fähigkeiten, wie zum Beispiel in der Kooperations- und Teamfähigkeit zu stärken oder aber auch körperliche Leistungen auszutesten und zu erfahren. Dafür bekamen wir in Kloster bei Saalburg definitiv die Möglichkeit …

Akommen Saalburg

Zu Beginn der Woche konnte man noch hier und da noch kleine Unsicherheiten und Differenzen zwischen den Gruppen, bzw. den Klassen verspüren. Jedoch konnten diese kleinen „zwischenmenschlichen Hürden“ schon nach den ersten gemeinsamen Aktionen, angeleitet durch unsere Teamer des Seesport und Erlebnispädagogischen Zentrums Kloster, in den ersten Stunden abgebaut werden. Von der ersten Minute an, ging es darum miteinander gemeinsame Absprachen zu finden und in Interaktion zu kommen. Dafür wurden immer wieder neue Gruppen gebildet, was uns wiederum ermöglichte die verschiedenen Charaktere unter uns kennenzulernen und immer wieder individuelle Lösungsstrategien für gestellte Herausforderungen zu entwickeln.

Die Methoden unserer Teamer waren dabei immer abwechslungsreich und vor allem stetig fördernd für unsere Gruppenentwicklung. Ich denke, jeder einzelne von uns konnte beobachten, wie schon nach den ersten gemeinsam gelösten Aufgaben das Vertrauen zueinander stetig wuchs und wir mehr und mehr zu einem Team verschmolzen. Die größten Herausforderungen in Sachen Teamwork erwarteten uns dann definitiv beim Flossbau, der GPS-Tour, auf unserer Tagestour mit Kanadier und Bike sowie das Sichern an der Kletterwand. Zudem waren die von unseren Mitschülern täglich geplanten und gestalteten Warmup´s (WUP´s) und Abendgestaltungen immer wieder abwechslungsreiche Erlebnisse, um Gemeinschaft und Interaktion zu erfahren oder in einen geselligen, lebhaften Austausch zu kommen. Ob durch reflektierende Gespräche bei Stockbrot und gemeinsamen Singen am abendlichen Lagerfeuer oder das Teamplay bei verschiedensten sportlichen Aktivitäten war immer Abwechslung und ein gemeinschaftliches Miteinander gegeben. Und letztlich konnte wohl jeder seinen eigenen „Methodenkoffer“ und „Handwerkszeug“ für seine pädagogische Arbeit in der Praxis reichlich erweitern und sich selbst und seine Mitschüler immer wieder neu erleben und vielleicht auch kennenlernen.

Diese ereignisreiche und wohl auch emotionale Woche im SEZ Kloster hat uns allen eine Menge persönliche wunderbare Erlebnisse inmitten dieser wunderschönen Landschaft an der Bleilochtalsperre beschenkt. Einige konnten sich vielleicht sogar näher oder gar ganz neu kennenlernen. Über Grenzen hinausgehen. Haben sich ausgetestet und Hürden gemeistert. Manch anderer, vielleicht noch bestehende Zweifel an die eigenen Leistungen und Fähigkeiten beseitigt und konnten sich selbst beweisen, dass sie mehr können, als sie es vorher dachten. Wir sind uns wohl alle einig, dass wir diese Woche so wie sie war, mit all ihren Erlebnissen, neuen Erfahrungen, dem Teamplay und unserem Zusammenhalt noch einmal bewältigen würden. Besser hätten wir alle diese Woche wohl nicht nutzen können. Wir haben gelernt anderen zu vertrauen und sind somit an unser Ziel gekommen. Und unterm Strich haben wir sicherlich unsere Zielsetzungen, wie auch die unserer Lehrer erreicht und die Inhalte der Erlebnispädagogik mit Bravour gemeistert. – Wir sind als zwei Klassen gekommen und sind als ein Team gegangen. Und mit Sicherheit ist uns allen bewusst geworden, dass Erlebnispädagogik ein wunderbarer Schlüssel zu manch verschlossenen und schwer zugänglichen Menschen sein kann. Auch können solche Aktivitäten schwache Gruppendynamiken und den Zusammenhalt enorm stärken. Menschen, ob jung oder alt, können in dieser Form der Erziehung ihre Grenzen durch viele verschiedene Methoden kennenlernen und dadurch an Lebensfreude und Lebenslust gewinnen. Mit einfachen Mitteln und solidarischem Handeln untereinander kann man ganz Großes in Menschen und Gruppen bewegen.

Danke für diese Zeit!

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Sascha Gawrilow, geboren am 03. November 1979 im brandenburgischen Frankfurt an der Oder, heute in Leipzig lebend. Ist gelernter Maler sowie staatlich anerkannter Erzieher. Wortsuchend, laienphilosophisch, fotografisch, naturverbunden, kreativ und veloverliebt ist er als Freigeist in der Wortfinderei, Laienphilosophie, Suchtprävention und als Schreiberling tätig und ist ein überaus begeisterter Radfahrer.