Monate: Juni 2016

Konfetti im Wald.

Bis ich mir wieder bewusst wurde, dass sie schon so oft kamen – diese Nichtigkeiten. Und als ich mir darüber den Kopf zerbrechen wollte, ob sich dies nicht nur alles wieder in formlosen Strukturen verläuft, wurde mir im gleichen Moment einmal mehr dieses Wunder bewusst. Eben genau dieses Wunder des Gegensatzes der Leere und der Fülle, tief drinnen in mir. Dieses Wunder der Welt. Dieses Wunder meiner kleinen Existenz. Dieses Wunder der Suche nach der Erfüllung. Diese Wunder vielleicht doch nicht ganz allein zu sein. Dann drangen sie wieder hindurch, zwischen diesen dicken Stämmen und dem dichten Geäst der Baumkronen. Sprengten die dunklen Mauern in meinem Kopf. Ließen sie hindurch, die wärmenden Strahlen, die bis zu meinem Herz vordrangen, meinen schweren Geist zu zartem leichtem Staub aus Träumen verwandelten und im grellen Licht der Sonne wie buntes Konfetti in den grellsten Farben schimmern ließen. Und am Ende blieb dieses Gefühl in meinem Herzen zurück, dass es genau so gut ist, wie es ist. Ganz egal, wie dunkel manche Momente erscheinen, letztendlich gibt es immer wieder …

Zeilen an einen Freund.

Der Tanz in die Schwebe sollte Grundlage unseres Lebensverständnisses werden. Einfach step by step losgelöst von allen Lastern, dahin tänzelnd, aufsteigend und schwebend, weit hinaus in die Träume, um fliehen zu dürfen aus manchem Sog von Missverständnissen und Verpflichtungen. Ganz ohne befürchten zu müssen einen Fehler zu begehen, ohne Angst zu haben daraufhin alles zu verlieren. Oder vielleicht stelle ich mich hin und wieder, nicht ganz zu Unrecht, der Herausforderung alles loslassen zu wollen, um eben diesen Fehler zu riskieren, alles zu verlieren und die Kontrolle auf der Strecke zu lassen, weil am Ende vielleicht doch der Sinn darin besteht, sich freizumachen von all diesen Fragezeichen, den nicht klar ersichtlichen Antworten und scheinbaren Fortschritten auf unseren Lebenswegen. Ist es das Risiko wert? Birgt Verlust nicht irgendwie auch gleich Gewinn? Würden wir es nicht anders machen, wenn wir heute wüssten, dass morgen dennoch alles gut ist? Setzten wir doch am Ende dieses Satzes einfach ein Ausrufezeichen: Wir könnten und können! Und ich weiß – nein – ich bin mir ganz sicher, dass wir irgendwann die Kraft …