Monate: Mai 2015

Immer weiter …

“Vielleicht verlierst du dich dort draußen. Vielleicht verlierst du dich auch in dir. Vielleicht verlierst du. Aber du kannst ankommen. Trotz aller Irrwege wirst du ankommen. Vielleicht nicht dort, wo du hin willst, aber dort wo du hin gehörst. Du wirst ankommen… ” Es gibt wohl immer wieder diese Zeiten, in denen man seinen Balast einfach nicht los wird. In keinem Ohr, an keiner Schulter. Ihn immer weiter schleppt, standhaft bleibt und versucht Zuversicht und Verzweiflung irgendwie zu kombinieren, weil man doch in längst vergangenen Tagen die Gabe in sich fand hoffen zu können. – Hoffnung gibt außerordentlich viel Kraft. Und mit Hoffnung lässt sich mancher Balast so lange (er)tragen bis dieser doch tatsächlich Beine bekommt und sich ganz von selbst verflüchtigt. Und neben all dieser gewonnenen Hoffnung beruhigt es mich umso mehr, dass es der Rest der Welt scheinbar auch nicht leichter hat, mit dem was man darstellt und mit dem was man eben fühlt kombinieren zu müssen. Vielleicht gebe ich mich damit zufrieden, dass ich mich selbst nur verstehen kann, wenn ich mein …

Spaceman.

Ich blicke hinauf in diese Ferne, mit dem Wissen, nicht gefangen sein zu müssen, von mir selbst und meiner Welt. Spüre diese hoffnungsvolle Freude in jedem Augenblick eine neue Reise antreten zu können. Ich schließe meine Augen und sehe die Freiheit in meinem Herzen und all diese Welten zwischen hier und dort. Ich versuche mich treiben zu lassen und doch nicht loszulassen, um nicht verloren zu gehen in den Weiten dieser ankerlosen Grenzenlosigkeit. “I´m a spaceman”.

Atmen.

Ich kann ihn spüren, den Frühling, den nahenden Sommer. Ich kann ihn riechen. Die Sonne, die hell am klaren blauen Himmel steht. Kein Dunkelblau, kein Blau das den Kummer in mir weckt. Sondern helles Blau, so blau wie das Meer, so weit, offen und hell, als wenn man sich augenblicklich von der Erde löst und in diesem aufgeht. Es ist ein fröhliches blau, es macht den Weg frei für die schönen Gedanken, für das frei fühlen. Ich kann es riechen, das Glück der hellen Tage. Es riecht nach Sonne, nach frisch gemähten grünen Wiesen, nach Blumen, nach im Wind schwebendes Leben, nach Obst, nach Lagerfeuer, nach sternenklaren Nächten. Ich gehe raus und atme den Frühlingstag, die gute Laune, den ersten Schritt zum Fortschritt. Ich mach’s mir mal bequem auf der Sonnenseite des Lebens, ich werde sie so schnell wohl nicht mehr verlassen. Und doch erlaube ich mir an Regentagen auch mal die Decke über den Kopf zu ziehen, weil dann kann es auch auf der Sonnenseite mal kalt werden. Ich probiere dann ganz langsam zu …

Zwischen Frustration, Sehnsucht und Fusionen der Liebe.

Ich kenne dieses Gefühl von Früher. Dieser Neid auf das Glück der Anderen. Aber es erorbert mich nicht mehr. Heute spiele ich mit den Perspektiven und bin dabei ganz ehrlich (und vielleicht ein wenig voreingenommen)… Beflügelt vom frischem Duft der sprießenden Wiesen, zwischen blühenden farbenprächtigen Blumenbeeten, Sträuchern und saftig grünen Bäumen, schwebe ich leichten Schrittes durch den Park, der mir Unmengen an Sauerstoff und Glückshormonen in meinen Körper spülen soll. Ich bestaune begeistert jedes asymetrsiche botanische Wunder, welches mir in den Blickwinkel springt, schnuppere die Sonnenstrahlen, die mir die Schweißperlen auf die Nasenspitze gleiten lassen und es aus meinem Blickwinkel aussieht, als trage ich ein kleines glanzvolles Salzmeer vor mir her. Der Fluss plätschert neben mir dahin und es zirppen und summen die Bienen leise Melodien in meine Gehörgänge. Manchmal fühlt es sich an, als saußten diese kleinen beflügelten Tierchen direkt in mein Ohr, durch meinen Kopf und auf der anderen Seite wieder hinaus. Irgendwie irre psychedelisch… Und mein Blick schweift weiter so umher in den Farben dieses Frühlings, sauge jedes in der Luft befindliche …

Mischkassette N°6.

“Weil wir es uns hin und wieder verdient haben, mittendrin zu stehen, mittendrin in diesem Leben. Es spüren zu dürfen mit all seiner Kraft, auf den Wellen von wummernden Basslines und psychedelischen Melodien. Inmitten von Menschen die in jenem Augenblick auf der gleichen Welle surfen, das selbe Glück empfinden. Das Leben ist vielleicht nicht immer bunt, wir alle sind nicht immer eins und gerade deshalb sollten wir diese farbigen Momente nicht ignorieren, wenn wir drohen uns im Trott von alltäglicher Griesgrämigkeit zu verlaufen. Denn gerade diese Erinnerungen inmitten des Mittendrins sind es, die uns halten wenn wir fallen. Und wie schade wäre es doch, wenn wir fallen und fallen und nichts käme in den Kopf, was uns sagen würde: “Blick nach vorne, auch wenn mancher Sturm die Tränen aus den Augen lockt. Blick nach vorn und finde die nächste perfekte Welle mit Menschen die sich auf der selbigen befinden.” Und vielleicht sind es wieder nur ein paar Momente die es uns erlauben aufzutanken. Aber genau das ist es, dieses Surfen, dieses Fallen, dieses Hoch und …

Sekundenliebe.

Manchmal gehe ich durch die Straßen, durch den Park oder stehe einfach in der Gegend rum und beobachte die Menschen. Beobachte und teile sie ein: In Männlich – Weiblich, Alt – Jung, Hübsch – Nicht so hübsch, potentielle Geschlechtspartner … und so weiter. Und manchmal, ich muss aber gestehen dass dies eigentlich nur im Sommer der Fall ist, gefällt mir der Anblick einer weiblichen Person so sehr, dass ich es nicht lassen kann meinen Blick von ihr zu lösen. Nahezu jede ihrer Handlungen, Bewegungen vermag ich in mich aufzusaugen. Dieses eigentlich schon Voyeuristische beschämt mich ein wenig. Aber im Sommer ist es so, dass viele Faktoren dazu beitragen, dass ich ab und zu in diesen apathischen Zustand falle: Einmal die Sonnenstrahlen und die Endorphine bekommen wieder Freigang durch den gesamten Körper und lassen mich meinen Grundsatz des Bedachts vergessen. Dann kommt das Sonnenlicht hinzu, welches manchmal Personen so genial beleuchtet, dass es wirkt, als wären sie etwas ganz Besonderes – sie wie ein “höheres Wesen” erscheinen lassen. Und dann wäre da noch der tiefenpsychologische Faktor …

Schizo.

Ich kann Dich mal? – Du mit deinem Psycho-Kram, Klamotten-Tick, Figur-Gehample, Make-up-Gefummel, Geld-Problemchen, Porsche-Scheiß´ – Ich mit den paar kleinen Mängeln. – Du mich auch! – Und im gleichen Augenblick hole ich Dich zu mir dorthin zurück, wo dein Körper einen Abdruck hinterließ. Und dann, wie deine Nähe mich wieder wärmen will, ziehe ich meine Mauern. Unscharf sehe ich wie Du lächelst, nur für einen kurzen Augenblick. Ich beeil mich den kleinen Silberstreifen in deinen Augen zu erhaschen, der es mir noch einmal erzählt, wie schön es war mit uns.

Quaerere.

Auf der Suche nach diesen Dingen, die ich glaube, irgendwo zwischen dem Dort und Hier verloren oder gar noch niemals berührt zu haben, versuche ich vor den Weisheiten zu flüchten. Denn sie machen mich blind und taub für Neues, jenseits des strukturierten Gewohnten. Weisheiten die mich vermeitlich schützen wollen vor etwas, was mich berühren muss, um es zu erfahren. Wie Mauern bauen sie sich um mich herum. Ich versuche ihnen auszuweichen. Diesen in meinem Kopf und denen der anderen. Ich will frei und offen sein, für jene Dinge, die ich suche, inmitten der Hoffnung, sie zu erkennen, wenn ich auf sie treffe. Ich drehe den alten Strukturen den Rücken zu, merke wie schwer dieses Loslassen fällt. Ich laufe hinaus aus der Enge dieser Menschenmassen in der Stadt, hinein in eine Stille, fernab der nie enden wollenden Rastlosigkeit. Lausche hinein, in eine Fülle der Ruhe, die so viel mehr zu sagen hat, als nur tröstende Floskeln zwischen wortgeschwängerten Konversationen und schwerem Gelächter. Dann finde ich sie wieder, inmitten des Rauschens von Wind, Licht und Schatten. Zwischen dem …