Monate: April 2015

Amadeus.

Wie viele andere Menschen habe auch ich schon einiges an Erfahrungen auf meinem Lebensweg machen können. Doch zu einem der tiefgehensten und horizonterweiterndsten Erfahrungen in meinem bisherigen Werdegang zählt noch bis heute das heilpädagogische Reiten. In der Reittherapie lernte ich nicht einfach nur das Reiten, sondern vor allem mich selbst darin zu erleben, mir näher zu kommen, mich zu geben, wie ich eben bin.  “Denn wir können erst wirklich erfahren, was Freiheit ist, wenn wir unsere eigenen Grenzen kennen, diese akzeptieren und sie in unserem Leben zu berücksichtigen lernen. Denn nicht die Grenzen sind es, die uns von der Freiheit trennen, sondern die Ignoranz unserer eigenen Fehler.“ Ich las einmal irgendwo, es muss wohl in so einer Art Fachblatt für Pferdeliebhaber gewesen sein: „Das Pferd ist der Spiegel deiner Seele.“ Meine damalige Therapeutin erklärte mir, ich könne dem Pferd nichts vorspielen, was ich selbst auch nicht sei. Ich bekäme es nicht gezügelt so lange ich nicht bei mir selbst wäre, … und mich vor allem nicht “echt” verhalte. An diesem Punkt kam ich oft an …

Randnotiz.

Und es ist gerade eine komische Zeit. Nicht bedenklich, aber bedenkenswert. Fühle ich mich innen drin, als bestehe ich aus Zweien und gehöre doch zu niemanden. Weiß die eine Hälfte, was zu machen ist, ist die zweite ganz ereifert still zu halten und das “Etwas” zwischen diesen, welches wohl das “Ich” sein sollte, fühlt sich erdrückt und zu Weilen fast ohnmächtig. Nichts stellt sich in einen klaren strukturierten Schein, alles ist abstrakt. Aber hinter diesen persönlichen Dekonstruktionen liegt kein Irrsinn, es ist im Wesentlichen das Wissen über die Angst, welche im Nichtwissen gar nicht erst zum Vorschein käme. Randnotiz (zwischen den Optionen)

Poetry of blossom.

„A liberating poetry of blossom.“ Fotos: Sascha Gawrilow “Es gibt diese ganz kleinen Momente eines jeden neuen Tages des Frühlings, die lohnen festzuhalten. Die wärmenden Sonnenstrahlen auf unserer Haut. Der Klang der Welt, die uns umgibt, der sich mehr und mehr mit neuem Leben füllt. Das stetig intensivere Zirpen der Insekten im wachsenden Gras. Manches Lächeln eines Menschen, welches die Kraft vermag, die Sonne überstrahlen zu können. Und am Ende kann Dir selbst der Anblick eines Blütenmeeres jene Faszination des großen Ganzen schenken, welches Du dafür benötigst Dich immer tiefergehend am Leben zu erfreuen. Es scheint, wie ein kraftvoller Neubeginn.”

Vom grünen Daumen.

„Deliciosa in monochrome.“ Fotos: Sascha Gawrilow Ich habe nicht diesen besonderen “grünen Daumen”, wenn es um die Feinfühligkeit mit Pflanzen geht. Doch jene, die überleben und sich reichlich vermehren, geben meinen heimelichen Räumlichkeiten ein Ambiente, einen Wohlfühlfaktor und diese weichen Kontraste, wenn am Morgen das wärmende Licht sanft die Konturen der Blätter berührt. Dieser Faible für Pflanzen in meiner Gegenwart ist bestimmend geworden für mein Wohlbefinden. Sie lassen mich zur Ruhe kommen, schenken mir Inspirationen und manchmal sogar “Gespräche” mit ihnen, wenn mich der menschliche Geist überfordert. Sie erlauben es mir, ganz unbewusst, in der Stille manches Chaos im Kopf fein säuberlich zu sortieren. Wenn sie weiter und satter gedeihen macht es mich stolz. Es macht mich stolz, kleine Dinge um mich herum wachsen zu sehen, die ich selbst hege und pflege. – Genauso wie das eigene Leben.

Somnium.

Ein Traum. Es klingelt an meiner Haustür. Ich öffne sie und ich sage zu Dir: “Tritt ein. Lege deine Traurigkeit ab. Hier kannst du sein. Bleib.” Du trittst ein, legst die Schwere ab und die Leichtigkeit beginnt sich auszubreiten. Lebenslust durchströmt die Räume. Freude, Musik, Tanz. Alles füllt sich mit Blumen in gesättigter Farbenpracht. Ein Ort der Harmonie gedeiht. Momente des Zaubers von Frieden und Einklang. Und am Ende nehmen wir die Zuversicht und Hoffnung in unsere Herzen auf, mit dem Wissen, dass unsere Leben nicht leichter werden, aber wir gestärkter. Mit uns, durch uns. Dann erwache ich, frage mich warum dieser Traum nicht lebt, im Hier und Jetzt? Welche Schönheit eines Traumes, die mich in den Bann zog. Welche Traurigkeit einer fast in die Irre führenden Fiktion und gleichermaßen Freude, die dieses Gefühl zurück lässt. Dieses Gefühl alles lieben zu können in diesem Augenblick. Wahrlich lieben zu können was mich umgibt. Nicht diese Art von Liebe, wenn dir ein symphatischer Mensch gegenüber steht und dein Herz einen Purzelbaum schlägt. Eher eine Art Liebe, die …

Flussabwärts.

Denn in manchen Zeiten nehme ich mir die Freiheit allein zu sein. Es kann etwas wundervolles sein, sich eine Auszeit von jedem und allem zu nehmen, mit dem Wissen, dass da Menschen auf der Welt sind, die für einen da sind und mit denen man die Freude über solche Momente teilen kann. Es kann etwas faszinierenderes sein, gemeinsam in sich eingekehrt zu sein, in sich zu gehen und gleichzeitig zu wissen, dass man über die allein gewonnenen Erkenntnisse über sich und die Welt sprechen oder in Stille schreiben kann. Es kann eine große ehrliche Zuneigung zu einem Menschen entstehen, wenn man ihn so kennt, wie er ist, wenn er allein ist. Es kann ein großes Vertrauen zu mir selbst entstehen, wenn ich es mir erlaube, ich selbst zu sein, wenn ich alleine bin. Und es wächst zudem gleichzeitg eine große Hoffnung, mit dem Wissen, dass ich auch schmerzlos und dennoch nah an meinem Gefühl allein sein kann. Dieses Wissen verstärkt mein Glück und den Drang mein Alleinsein zu teilen. Nicht für Andere zu leben, aber …

Mischkassette N°5.

Musik, die es schafft, diese vermeintlich unaussprechbaren Dinge in Form von Noten und treffenden Lyrics widerzuspiegeln. Musik, die sich auf mein Ohr legt, um mich zu schützen. Musik, die sich mit feinster Melodik, elektrisierenden Vocals und getrieben vom sanften, rhythmischen Bass durch meine Adern bis ins Herz drückt. Musik, die sich ihren Weg durch alle Sinne bahnt. Musik, die vermeintlich Gedanken lesen kann, diese entknotet, wenn gleich sie weder Anfang noch Ende kennt. Musik, die in mir das natürliche Bedürfnis erweckt, meine Arme gen Himmel zu strecken, mich heiser zu schreien und zugleich in ihr schweigend – sprachlos – zu versinken. Musik, die mich trägt und mich zugleich fallen lässt. Musik, die schmerzt, ohne zu verletzen. Musik, die tröstet, ohnezu heilen. Musik, die mich in diesen Momenten so paralysiert, dass ich den Himmel auf Erden spüre. Trackliste / 01. Throwing Snow :: Lumen / 02. Flako :: Kuku / 03. Stubborn Heart :: Need Someone / 04. Shlohmo :: Buried / 05. Akin Sevgör :: Dialogue / 06. Braids :: Victoria / 07. Yacht :: …

Meschugge.

Ich versuche es festzuhalten, dieses Schöne, dieses Faszinierende und diese vielen kleinen lebensbejahenden Inhalte auf dem Weg durch den Alltag in dieser Welt, die so schnell und oftmals fragwürdig scheint. Manchmal stelle ich dabei fest, dass ich ausserordentlich zufrieden bin mit meiner Umwelt und den zukunftsweisenden Formationen zwischen all dem psychologischen Kriegen und Identitätskomplexen. Weil die eigene Welt eine ganz persönliche Geschwindigkeit haben kann und es möglich ist Schönheiten zu sehen, die anderen verborgen bleiben. Gerne tät ich es teilen, Menschen mit auf diese Reise nehmen. Doch die meisten hören nicht einmal zu, sind gefangen an ihren selbstangelegten bleischweren Ketten und ertrinken weiter mit ihrem Greifreflex in der naheliegenden Leere der Überflutung im Sturm der modernen Zeiten. Selbstverwirklichend im Leben untergehend. Doch manchmal gelingt es nicht einmal mir, mich dem entziehen zu können und es läuft eben nicht alles so, wie man es dann und wann am liebsten wöllte, in all dem Eifer mancher Zielsetzungen. Doch wenn mich dann einer dieser Momente erwischt, in dem mir die Sonne auf meine Haut scheint und mir mein …

Wahre Freundschaften sind schon ziemlich wundersame und faszinierende Begebenheiten. Es gibt diese “Bekanntschaften” oder eben diese tiefen Verbundenheiten zwischen Menschen in denen es scheint, man lebe in verschiedenen Welten, in diesen sich ewig lang erstreckenden Zeiten, in denen jeder versucht sein Leben in die korrekten Bahnen zu lenken um seine Lebensziele zu verfolgen. Und doch teilt man dann und wann punktuell, in einer Art Fusion dieser Welten, intensive Momente des Lebens und schlußfolgert aus allem vergangenem, dass man doch zusammen den Weg ging und noch weiter geht, wenn auch nicht immer auf dem gleichen Pfad. Doch wer weiß schon wie breit der Pfad des Lebens ist? In Gedanken an Micha “Strudelski” / Boca Raton, Florida

Little (big) things.

Das Schreiben + Philosophieren Gedanken ringen nach Worten, um ihren Ausdruck zu finden, um zu bewegen. Es benötigt kein System oder eine Struktur. Es zählt nur die Findung vom Gedanken zum Wort, welches unendliche Perspektiven bereit hält, um mich aus diesen selbst und meine Umwelt immer wieder neu zu entdecken. Wenn Träume wahr werdend sind, die dich durch den Horizont erweiternd, weg von dir, hin zu Worten treiben, in denen man nicht gefangen ist und bleibt, weil sie weiter reichen als das Auge sieht. Wenn der Platz wahr werdend wird, an den das Herz flieht, wenn er sich in dessen Be-schreibung unbegreiflicherweise offenbart: Dann wird Hoffnung, Wort für Wort, durch hoffnungsvolle Worte echt werdend zu echter Hoffnung. Wenn Worte auf ihrem Weg zum Ziel durch uns lebendig werden – dann wirken wir durch sie be-lebend, weil wir uns in ihnen unsere Hoffnung be-schreibend offenbaren. Das Fotografieren Manche Bilder verwischen allmählich in meinem Kopf. Die Farben verlaufen zu unidentifizierbaren Strukturen. Es schaut spannend aus, jedoch ergeben sie keinen klaren Sinn mehr. Ich mochte diese Bilder, als …