Monate: April 2014

Maskiertes Glück.

Was mir tagtäglich wiederfährt, sind Menschen, die nach dem Motto leben: „Alles komme so, wie es kommen soll“, und sicherlich liegt in diesen Worten auch ein Körnchen Wahrheit. Jedoch glaube ich nicht, daß wir ganz ohne Einfluß auf den Verlauf unseres Schicksals sind. Wenn es meine Wahrnehmung im Alltag zulässt, versuche ich das Gute zu erkennen, das mir begegnet. Versuche es durch Begeisterungsfähigkeit, Empfänglichkeit, Vertrauen und Hingabe zu intensivieren. Versuche das Schlechte, das mir widerfährt, nicht durch Selbstmitleid, Resignation, Schwarzmalerei und sinnlosen Widerstand entgegen zu treten. Denn meine Erfahrungen sind nicht zuletzt das, was ich aus ihnen mache. Denn ich bin keine Marionette meines Schicksals. Gestalte es mit. Gestalte es so, wie es mir am besten und sinnvollsten erscheint. Ebenso heißt es, mein Schicksal durch meine Reaktionen mitgestalten zu können, vermag es durch meine Interpretationen zu beeinflußen. Manches, was mir nicht gelingen will, soll mir vielleicht nicht glücken, weil der Erfolg ein Scheitern in einer anderen Hinsicht nach sich zieht. So kann mich ein scheinbares Pech durchaus vor einem größeren Schaden bewahren. Allzuoft erwische ich …

Begegnung.

Manchmal frage ich mich, ob meine Träume vielleicht nichts weiter als nur Illusionen sind. Kommt das Gefühl in mir hoch, dass mein Leben mir nicht schenkt, was ich mir so sehr wünsche – und dass all meine Mühen, die ich mir gebe, um meine Sehnsüchte zu erfüllen, vergeblich sind. Denke in ruhigen und vor allem dunklen Momenten darüber nach, ob meine Ansprüche hier und da vielleicht doch zu hoch sind? Doch dann kommt es mir ins Bewusstsein, dass ich nicht alleine bin, dass wir alle gebrannte Kinder sind und wir mehr als nur einmal enttäuscht und verletzt wurden. Ob nun von außen oder eben von uns selbst. Diese Erfahrungen machen uns ängstlich und lassen uns verhärten, ziehen einen Zaun um unser Herz und eine Mauer um unsere Seele. Fühlen uns allein. Doch wir sollten uns nicht in dieser Verschlossenheit verlieren und stehen bleiben. Dürfen uns dieser Schwere nicht hingeben. Es gilt so offen wie möglich zu leben und nicht ständig zu befürchten, dass sich unsere Entäuschungen wiederholen werden. Denn es könnte sein, dass wir schon …

Leben für´s Leben.

Immer wieder stellt uns das Leben vor Entscheidungen. Immer wieder eröffnen sich neue Lebensfragen. Und ist das Leben letztlich was für´s Leben? Immer wieder suchend nach dem richtigen Weg, um auf Einsichten zu treffen auf deren Basis wir unsere Entschlüsse treffen. Doch können sich manche Erkenntnisse als Fehlurteile erweisen und uns immer wieder erkennen lassen wie wir uns in falsche Entscheidungen verlaufen haben. Doch die Angst sollte uns nicht lähmen, vielleicht in eine falsche Richtung zu gehen. Denn Lähmung ist Stillstand – und Leben ist Bewegung. Darum sollte jeder Weg rechtzeitig entschlossen gegangen werden, auch auf die Gefahr hin, dass dieser vielleicht nicht der bestmöglichste ist. Früher oder später werden wir schon erkennen, ob und inwieweit wir unseren Kurs ändern müssen. Das Leben wäre nicht das Leben, wenn wir es nicht hinterfragen könnten, wenn es uns keine Rätsel und Herausforderungen für uns aufgäbe. Das Leben wäre nicht das Leben, wenn es die Angst nicht gäbe, die schöne Erfahrungen und Erfolge verhindert, aber uns auch im Grunde vor Fehlentscheidungen, Irrtümern und Verlusten schützt. Wir sollten niemals …

Treiben mit dem Wind.

Weg treiben mit dem Wind, wie eine Wolke. Schweben und für ein paar Augenblicke nur den Halt zum Boden verlieren. Wegfliegen, wegtreiben, von alle dem was auf Erden so wichtig scheint. Denke manchmal, ich wäre die Sonne, die dauerstrahlt, egal, ob es gerade regnet, stürmt oder schneit. Ganz unbeirrt über all das hinweg strahlen, was so sorgenvoll im Schatten liegt. Denke manchmal, ich wäre, nur um des “Sein” Willen, nur dafür und nicht um Güter zu sammeln oder Menschen zu ergötzen. Nein, einfach nur um das Leben zu atmen, zu existieren, wie die Wolke und die Sonne. Fotos: Sascha Gawrilow Und ich will fliegen, schweben, kreisen über die Wälder, über Gebirge, nach hause, mit dir. Wir wollen fliegen wohin uns das Gefühl treibt. Wir fliegen. Wir fliegen zusammen und blicken herunter auf Seen, Wiesen, Wälder, Häuser. Alles fliegt. Ich fliege. Sie fliegt. Die Schmetterlinge im Bauch sie fliegen. – Und dann fällt es mir auf, wie sehr ich doch ganz irdisch und erdgebunden schwerelos sein kann. Mit dir. Mit mir. Mit uns. Mit all diesen …

Neue Wege.

Ich weiß ganz genau wohin ich will. Ich weiß genau was ich eigentlich will. Doch suche ich. Ich suche immer weiter den Weg. Nicht den richtigen, nein, eher diesen der mich dorthin bringt, zu diesen Zielen, die ich glaube wirklich zu wollen. Richtig und Falsch gibt es bis zum erreichen dieser nicht. Bequem, umständlich, vorteilhaft, unvorteilhaft, beflügelnd oder eben zeitweise erschmetternd. Bekanntlich gibt es immer wieder viele Wege zu den eigenen Zielen. Und dann natürlich immer eins nach dem anderen. Heute war ein großer Tag im bisherigen Verlauf meines Lebensweges, obwohl das Ereignis doch eher unspektakulär für einen Aussenstehenden erscheint. Ich hatte meinen Eignungstest für den Einstieg in die Sozialpädagogik, um irgendwann auf längere Sicht auf der thertapeutischen Ebene zu landen, um meinen Erfahrungen für den Austausch ein proffesionelleres Fundament zu geben. Bis zum heutigen Tag, als ich vor dem Test saß musste ich viele Hürden nehmen. Nicht nur dass ich mich bis zu meinem 29. Lebensjahr so ziemlich in der irdischen Existenz verlaufen hatte, mir bis dato im exzessiven Konsum von Drogen und Alkohol …

Der Zweifel zeugt den Zweifel an sich selbst.

I. Irgendwann wird alles wieder. Wenn man den Glauben an sich selbst verliert, ist man am Boden. Es ist ein furchtbares Gefühl, ein Gefühl der Unzulänglichkeit an die Anforderungen des Alltags. Und immer mal wieder tauche ich tief darin ein, verliere den Halt, bleibe stehen. Ich weiß nicht, woher das kommt. Ich hatte glückliche Jahre hinter mir. Klar, natürlich hin und wieder mit Zweifeln behaftet, aber doch irgendwie einen größeren Plan im Hinterkopf. Und dann reiht sich eine Enttäuschung an die andere, ein Scheitern folgt dem Nächsten. Vergessen sind dann all die Erfolge, all das, was man bisher schon erreicht hat, all die tollen Sachen, die vielleicht nur wenigen in meinem Alter bisher passiert sind. All die Dinge, für die man hart gearbeitet hat, in denen so viel Herzblut steckt, dass es fast schon unnatürlich ist. Was bleibt ist der Zweifel: Ob man sich für den richtigen Weg entschieden hat. Ob man sich vielleicht alles nur schön geredet hat und vieles schon so lange Zeit falsch gelaufen ist. Dieser Sumpf tauchte im vergangenen Jahr auf. …

Manchmal.

An Tagen wie diesen kommt mir mein Leben so vollkommen und doch halbherzig vor. Obwohl es zeitweilen von Brüchen und hoffnunglos überwindbaren Hürden durchsäät wurde und wird, weiß ich ganz genau was alles war und ich weiß was noch kommen wird neben all diesen Dingen die man nicht ahnen kann. Aber gerade in diesen Momenten, in denen es mir ganz bewusst wird, dass man mit Einsatz und zähnezusammenbeißender Mut diese tiefen Täler durchqueren kann um sich dann irgendwann am Ende eines Abschnitts ganz weit oben unter der Sonne, auf einer grünen Wiese liegend, ein Lob in Freude zusprechen kann. Genau in diesen Momenten fühle ich, dass ich trotz alledem gerne teilen würde. Teilen würde, weil ich teilen kann, weil ich eine Verbindung gefunden habe. Gerade dann wird mir bewusst, dass ich ganz alleine auf dieser Wiese liege und zurück blicke auf einen Weg mit vielen Begegnungen. Zurück blicke auf viele Begegnungen mit Menschen die mir beiseite standen, die mir halfen, die mich stützten. Doch leider fand noch niemand dieser, und unter all den Massen dieser …

Herzchenmalerei

Weil es nun mal Zeiten gibt, in denen wir immer und überall einmal Herzchen denken, fühlen und malen… Ich sehe Herzen, ich male Herzen, ich fühle Herzen und auch sonst ist irgendwie alles herzförmig… Ich mache mir schon ab und an meine Gedanken, warum ich so seltsam herzlich angehaucht bin. Bin ich umnachtet von einem düsteren Schatten? Leide ich unter einer chronischen Verweichlichung? Oder bin ich einfach nur verliebt?  Die endgültige Klärung meiner selbstfinderischen Frage werde ich wahrscheinlich nicht finden, da meine untrainierten Synapsen und Verknüpfungstheorien früher oder später ihren Geist aufgeben werden. Vielleicht obliegt es einer optischen Angelegenheit. Rein aus der gestalterischen Perspektive finde ich Herzen, wie auch herzförmiges, wunderschön anzuschauen. Es vermittelt doch irgendwie etwas ruhiges, aktives und zugleich etwas vertrautes und harmonisches. Klar, jenes medizinische Wunderwerk schlägt unter unserer eigenen Brust. Es ist unsere Lebenspumpe. Genau genommen fängt das Herz schon in der Zeit unserer Geburt an zu schlagen, bevor sich unsere anderen Organe noch in der Entstehung befinden. Wie in unserem gegenwärtigen Leben: Das Herz wollte schon immer etwas sagen, aber …