Monate: Dezember 2013

Ich rede von glücklich sein ohne Drogen zu nehmen. Ich rede von glücklich sein auch wenn alles am Arsch ist. Wenn du dich frei fühlst und alles andere egal ist. Versuch für ein Moment den Dreck zu vergessen. Mach dein Kopf frei von den ganzen Dingen die dich stressen. Wir sind zu alt um jung zu sterben. Wir sind zu klug um dumm zu werden. Neonschwarz, Heben ab (via eksodia)

Da krame ich so herum in den Tiefen der Erinnerung, so voll am wilden hin und her wuseln in eingepackten Memoiren, ganz weit hinten in den eingestaubten Ecken des Gedächtnisses und dann kommt mir das eigene Leben doch schon hin und wieder wie ein ganz anderes vor. Eines von diesen vielen, welches in der Summe mit allem doch wieder das eigene ergibt. Ich schaue in Kisten, die ich mich nie traute zu öffnen und finde auf einmal die Verbindung zu längst Vergessenem. Und dann wünschte ich mir, ich hätte Hände, die weniger zitternd und so schnell wie die Eile in meinem Kopf, die Gedanken in Worte auf kleine Zettel kritzeln könnten. Doch mittlerweile stelle ich fest, wenigstens die Zeit eilt nicht so sehr wie ich es selbst von mir erwarte. Ich finde die Ruhe, das Zittern lässt nach und ich sehe den Staub in dem riesigen Raum meiner Erinnerungen schweben, sehe die Farben die sich den Weg mit dem Sonnenlicht durch diesen bahnen, verspüre die Freude auf das wiederentdecken von eingestaubten Vergessenem.

“Mit jedem Ereignis, das einen tief berührt, verliert man ein bisschen seine Unbeschwertheit. Ich glaube, dass man nach einiger Zeit nicht mehr so viel Kind ist, wie man es mal war. Aber ich glaube auch, dass einige Menschen nie ganz erwachsen werden. Dass der Vorrat an Kindheit für sie fast unerschöpflich ist. Ich hoffe, ich gehöre zu ihnen. Und ich hoffe, dass sich die Menschen, denen ich im Laufe meines Lebens begegne, an mich erinnern. Dass ihre Gespräche mit mir nicht beliebig und oberflächlich sind, sondern dass ich ihnen etwas geben kann und wenn es nur ein flüchtiges Lachen ist. Sie sollen denken, ich verstünde sie aus ganzem Herzen, auch wenn sie mich niemals verstehen werden.” Zitat :: Generation Geil – Elisabeth Foto :: Sascha Gawrilow, 1982 in Frankfurt/Oder

Carpe noctem.

Jetzt wo die Tage kürzer sind bekommen viele Menschen schlechte Laune. Dabei lebt es sich nachts auch gut – nur anders… Es gibt Sommermenschen und Wintermenschen, Partymenschen und Arbeitsmenschen, Stadtmenschen und Landmenschen, Naturmenschen, Genußmenschen, Musikmenschen und sogar Affenmenschen. – Ich bin des öfteren ein Nachtmensch. Sicher, das behaupten viele Leute von sich. Häufig wird das einfach mal daher  gesagt, zum Beispiel auf einer Party oder in einer Disco. Es ist wahrscheinlich schon spät und die Stimmung ist gut, man kommt mit einer tollen Frau ins Gespräch und will dass der Abend noch länger dauert. Und dann sagt man das so, zwischen zwei Gesprächsthemen: “Ich bin ein Nachtmensch!” Aber die Nacht auch ohne Party oder Disco lieben zu können, ganz alleine und ohne viel Brimborium – das ist etwas anderes! Wenn der gesamte Freundeskreis schon in Morpheus Armen liegt, die letzte Bahn schon weg, die Szenekneipen geschlossen und die Spätvorstellungen zuende sind, dann sind besonders werktags nur noch ganz besondere Leute unterwegs. Man kann sie auf den ersten Blick erkennen und ganz leicht unterteilen: Die die …

Es gibt sie, die Menschen, die nie davon geträumt haben, dass Artax nicht im Moor versinkt, die Menschen, die niemals Monster unter dem Bett hatten, die nicht mit Becher bewaffnet an der Tür horchten, ob das Christkind kommt, die immer gesagt haben, das Wrestling kein Sport und Super Mario kein Held ist, die Menschen, die glauben, dass man Geister nur mit Psychopharmaka und Therapien besiegen kann. Die Menschen, die sagen, dass Gegensätze sich anziehen und dass das Ziel ist, reif und erwachsen zu sein. Es gibt sie, diese Ahnungslosen. via MisterGambit

Weil es nicht immer Worte braucht …

Es gibt diese Menschen, deren Augen glitzern mehr als der Himmel zu Silvester. Wenn man sie einmal angeschaut hat, will man nicht wieder wegsehen. Da fliegen dann Sterne durch die Luft, die man mit den eigenen Blicken all zu gern greifen möchte, Wunderkerzen, die niemals abzubrennen scheinen, kleine Feuerwerke, die nicht verglühen, bezaubernde Blickfänger. Man hat eine leuchtende Aussicht. Es gibt diese Menschen, die gehen unter die Haut, wenn sie einen berühren. Fingerspitzen die Wirbel entlang tasten, Haarspitzen, die im Nacken kitzeln, eine Nasenspitze, die die eigene hält. Zärtlichkeiten, die das Herz schneller schlagen, den Atem aussetzen lassen und kribbeln wie etwas, das eingeschlafen war und neu zum Leben erwacht, im Herz-Bauch-Bereich. Es gibt diese Menschen, mit denen Streiten Spaß macht, weil das Versöhnen in nächster Nähe auf einen wartet. Dann diskutiert man über Nichtigkeiten, um schließlich festzustellen, dass man der gleichen Meinung ist und es einem voller Verliebtheit nur die Sprache verschlagen und die Worte verdreht hat. Oder man stellt sich gegenüber und wartet stur, bis der andere einen Schritt auf einen zugeht. Obwohl …

Wisst ihr? Früher waren Wunder für mich große Dinge. Große Dinge die von Menschenhand gemacht wurden, mit des Menschen Kopfes fein durchdacht. Doch was nützt des Menschen Hand und Kopf mit logischem Verstand, wenn alles scheinbar wunderschöpfende, fein logisch durchdachte und umgesetzte, das wirklich wundersame verdrängt und das Herz hinterher hinkt, um alles fein säuberlich aufzusammeln und es leise wieder durch die Hintertür hinein zu tragen? Wahre Wunder entstehen in der Sehnsucht und auf einem Fundament der Selbstverwirklichung. Das einzig wahre Weltwunder ist die Vielfältigkeit des Lebens, welches wirkliche Wunder schafft und im kleinen Großes bewirkt.

“Denn da alle Liebenden innerlich noch Kind. Und da die die reinen Herzens handeln unsere grössten Helden sind. Rett’ ich die Welt mit deiner Liebe in mir, denn ich bin für dich da, nein ich bin wegen dir hier. Da dir die Fähigkeit zu lieben geblieben ist und die Kraft zu Vergeben ein Bestandteil deines Lebens ist wurde ich erweckt und was tief in mir schlief, führt nun Feder und schreibt dir diesen Liebesbrief. Und ich trag mein Herz offen damit jeder es sieht und kann nur hoffen du liest dieses Lied, wie einen offenen Brief, das all die andern versteh’n. Wir können in des anderen Augen uns selbst seh’n.” (Source: https://player.vimeo.com/)

“Manchmal öffnen mich Situationen und Menschen so abrupt, dass sich meine Worte so schnell von innen nach außen bewegen, dass ich von einem Thema zum nächsten springe, von einer Welle zur nächsten surfe, sich die Grenzen zwischen Gut und Böse vereinen, ich unzählige positive und negative Emotionen und so viele Erinnerungen ausdrücken will, dass ich selbst vergesse auf was ich eigentlich hinaus möchte. Berge werden zu Tälern. Täler zu Bergen. Und dann ist auf einmal der Himmel auf Erden. Eigentlich weiß ich nie im direkten Augenblick wohin ich möchte, wenn ich etwas sage. Aber dann, nach dem Ende des finalen Punktes, weiß ich meist, dass es gut war, dieses Tohuwabohu.”