Monate: Juni 2013

Natürlich gibt es sehr viele Menschen, denen das Leben leichter fällt und die scheinbar oder wirklich “glücklicher” sind; es sind die nicht stark Individualisierten, die keine Probleme kennen. Sich mit ihnen zu vergleichen hat für uns andere keinen Sinn; wir müssen unser eigenes Leben leben, und das bedeutet etwas Neues und Eigenes, immer Schwieriges und auch immer Schönes für jeden Einzelnen. Es gibt keine Norm für das Leben, es stellt jedem eine andere, einmalige Aufgabe, und so gibt es auch nicht eine angeborene und vorbestimmte Untauglichkeit zum Leben, sondern es kann der Schwächste und Ärmste an seiner Stelle ein würdiges und echtes Leben führen, und anderen etwas sein, einfach dadurch dass er seinen nicht selbstgewählten Platz im Leben und seine besondere Aufgabe annimmt und zu verwirklichen sucht. Hermann Hesse (via alfsaga)

Die Welt beginnt in meinem Kopf und endet an meinem Arm, mehr is da nicht. Und du? Du bist irgendwo dadrüben, in deinem Kopf, an deinem Ende der Welt. Wenn ich den Fernseher ausschalte, wenn ich das Buch zuklappe, wenn ich an dir vorbei gehe und um die Ecke biege, bist du schon garnicht mehr wahr. Alles was von dir bleibt ist eine Erinnerung. Ein Gedanke, so fragil das er bei der leichtesten Erschütterung zerbricht. Nicht mehr und nicht weniger greifbar als das was ich letzte Nacht geträumt hab. Mir fehlen deine Worte, also kann ich deine Gedanken nicht denken. Ohne deine Gedanken kann ich nur raten ob du fühlst. Und ohne Gefühl war das hier alles wieder Mist. Also ist alles was mir bleibt, letztlich der Zweifel, ob du in deiner Welt, tatsächlich dagewesen bist.

herrsushionearth: Throw Original Photography Was Taken With A Mobile Phone At Holi Open Air Festival Over The Roofs Of Gera, Thuringia, Germany on Arcarden Parkdeck At Sunday 23.06.2013 | © 2013 Photography by Carolin Krahmer & © 2013 Finally Image Processing by Sascha Gawrilow “Weil wir uns hin und wieder verdient haben mittendrin zu stehen. Mittendrin in diesem Leben. Es spüren zu dürfen mit all seiner Kraft auf den Wellen von wummernden Basslines und psychedelischen Melodien. Inmitten von Menschen die in jenem Augenblick auf der gleichen Welle surfen, das selbe Glück empfinden. Das Leben ist nicht immer bunt, wir alle sind nicht immer eins und gerade deshalb sollten wir die schillernd farbigen Momente nicht ignorieren, wenn wir uns im Trott von alltäglicher Griesgrämigkeit verlaufen haben. Nicht vergessen, dass es etwas heiliges ist, so altbacken das Wort Heiligkeit auch klingen mag. Denn gerade diese Erinnerungen sind es, die uns halten wenn wir fallen. Und wie schade wäre es doch, wenn wir fallen und fallen und fallen und nichts käme in den Kopf was uns sagen würde: "Blick nach vorne, …

Désir le cœur

Und manchmal verfolgt man irrsinnig viele Ziele, glaubt auch, den Faden in der Hand zu halten. Es ist, wie oberflächlich erfüllt und doch fühlt sich alles leer an. Das innen drinnen, das außen herum und die nasskalten Handflächen. Die Fragen, die einmal etwas bedeuteten, werden ungültig und tauschen sich aus, um sich neu formulieren zu können. Ich brauche mich nicht fragen was fehlt. Ich weiß es! Doch ich werde mir diese Antwort nicht geben. Ich habe Angst davor, mir eingestehen zu müssen, dass ich wirklich Angst habe und diese mich feige werden lässt. Ich will etwas bedeuten, jedoch gerade an Orten vor denen ich diese Angst habe. An Orten, die sich auf der anderen Seite der Menschen befindet, die dem Auge verborgen sind und die ich erreichen möchte. Tief innen drinnen. Und ich sitze hier und denke: Es wird wohl Zeit, die Angst zu besiegen, ehe ich daran zu Grunde gehe, bevor ich es jemals noch einmal versucht habe zu fühlen, dieses Gefühl, welches sich im Duden unter dem Begriff Liebe finden lässt, weit entfernt …

Désir le cœur.

Und manchmal verfolgt man irrsinnig viele Ziele, glaubt auch, den Faden in der Hand zu halten. Es ist, wie oberflächlich erfüllt und doch fühlt sich alles leer an. Das innen drinnen, das außen herum und die nasskalten Handflächen. Die Fragen, die einmal etwas bedeuteten, werden ungültig und tauschen sich aus, um sich neu formulieren zu können. Ich brauche mich nicht fragen was fehlt. Ich weiß es! Doch ich werde mir diese Antwort nicht geben. Ich habe Angst davor, mir eingestehen zu müssen, dass ich wirklich Angst habe und diese mich feige werden lässt. Ich will etwas bedeuten, jedoch gerade an Orten vor denen ich diese Angst habe. An Orten, die sich auf der anderen Seite der Menschen befindet, die dem Auge verborgen sind und die ich erreichen möchte. Tief innen drinnen. Und ich sitze hier und denke: Es wird wohl Zeit, die Angst zu besiegen, ehe ich daran zu Grunde gehe, bevor ich es jemals noch einmal versucht habe zu fühlen, dieses Gefühl, welches sich im Duden unter dem Begriff Liebe finden lässt, weit entfernt …

So oft war er da in meinem Kopf dieser Gedanke etwas verpasst zu haben. Und des öfteren erwische ich ihn dabei, sich wieder in diese Strukturen zu verlaufen etwas verpasst zu haben oder verpassen zu können. Aber “hätte, wäre, wenn” bringt nichts weiter als nur Spekulationen, doch bringt sie niemanden näher an eine Wahrheit. Denn erst mit dem Gefühl, dass man wirklich gar nichts verpasst hat und nichts verpassen wird, kann man mit aller Bescheidenheit die Welt erobern. Und diese raren Augenblicke der Eroberung machen einen selbst zu einem Held und zum Rebell gegen die Maschinerie der Zeit und der Geschwindigkeit des Alltags. Was habe ich denn wirklich verpasst mit diesem heldenhaften Gefühl? Wenn ich es mit meinem Herzen betrachte: Nichts. Denn ich habe die erlebten Momente gewonnen und jeder weitere kommt hinzu.

“Für jene, die nie aufhören können, wenn es am Schlimmsten ist. Die nicht glauben, sondern grauen und sich grämen, sich geißeln und verlieren. Die kämpfen bis zum Kotzen. Die fürchten und ekeln und anecken und schimpfen und schreien und nörgeln und heulen. Für jene, die nicht schön sein wollen, für jene, die nichts wissen wollen außer alles, für jene, die sich nicht bremsen können, die nicht elegant, nicht nett, nicht zart, nicht ironisch, nicht immer noch ein bisschen mehr sind. Für jene, die nicht tanzen können und nicht mal gehen. Für jene, die nicht loslassen können und nichts kaputt, nichts wieder gut und nichts ungeschehen machen. Für jene, die durch Wohnungen wandern und durch Städte, durch Köpfe und durch Ängste, durch Jammertäler, durch die immer gleichen Fragen ohne Antworten Fragen ohne Antworten Fragen ohne Antworten, für die Dummen und die Blöden, für die Verlierer und die Abgebrannten, für die Konjunktive, die Angsthasen, die Kontrollfreaks, die Zwangsneurotiker, die Depressiven, die Kaputten und all jene, die erst aufhören, wenn die Stimme versagt. Für alle ohne Fotofilter auf …

Die Liebe der Anderen.

Ich kenne dieses Gefühl von Früher. Dieser Neid auf das Glück der Anderen. Aber es erorbert mich nicht mehr, heute spiele ich mit den Perspektiven… Beflügelt vom frischem Duft der sprießenden Wiesen, blühenden Sträucher und grünenden Bäume schwebe ich leichten Schrittes durch den Park, der mir Unmengen an Sauerstoff und Glückshormonen in meinen Körper spülen soll. Ich bestaune begeistert jedes asymetrsiche botanische Wunder welches mir in den Blickwinkel springt, schnuppere die Sonnenstrahlen, die mir die Schweißperlen auf die Nasenspitze gleiten lassen und es aus meinem Blickwinkel aussieht, als trage ich ein kleines glanzvolles Salzmeer vor mir her. Der Fluss plätschert neben mir daher und es zirppt und summt um meine Ohrmuscheln. Manchmal fühlt es sich an, als saußten diese kleinen beflügelten Tierchen direkt in mein Ohr, durch mein Hirn und auf der anderen Seite wieder hinaus. Irgendwie irre psychedelisch… Und mein Blick schweift weiter so umher in den Farben des Frühlings, saugt jedes in der Luft befindliche Molekül ganz bewusst auf und der Verstand versucht es zu analysieren. Und dann sehe ich mit meiner Wahrnehmung …