Monate: Mai 2013

Oh, happy day.

Manchmal vergesse ich den Zustand durch tiefe Freude und Losgelöstheit. Vergesse manche Ansprüche die mich immer weiter streben lassen. Verliere meine Person in einer endlosen Suche nach strahlenden Farben in schwarzen Bildern aus Schatten an kalten Mauern die mir den Weg versperren. Manchmal stehe ich einfach nur da, ganz regungslos, fast hilflos, mit einem schweren Atem und delikate Fragen prasseln auf mich ein, die mich jegliche Antworten vergessen lassen. Doch bald wird das Vergessen kommen. Das Vergessen der Fragen. Das Vergessen dieses Zustandes. Das Vergessen des Geschehenen. Das Vergessen in eine Zeit des Verschmelzens in eine Einheit mit der Gegenwart im reißenden Strom von Motivation und Euphorie Richtung Zukunft zu einer neuen Kraft, die Mauern durchbricht und ich mich aus der Starre löse. Dann winke ich der altbekannten Fremde zu, mit dem Wissen einer erneuten Begegnung. Doch ich bin ignorant in diesem Augenblick, weil ich Freude spüre, weil ich lächle, weil ich vergesse und dann fliege ich mit der Zeit davon. – Oh Happy Day!

Irgendwann, trete ich mir immer näher und sehe immer schärfer die Risse im Spiegel. Immer näher trete ich mir und sehe immer deutlicher die Schatten der Zeit auf meiner Haut. Risse und Schatten, auf und unter der Oberfläche. Konturenstarke Zeugnisse von jener Vergangenheit in der ich mich suchte, in Gesprächen, in Erfahrungen, in Konflikten, in Freundschaften, in Lieben, in Erkenntnissen, in Abenteuern. Immer wieder suchte nach der Nähe zu mir selbst. Die Frage steht offen wie sich die Suche irgendwann entwickelt. Heute suche ich noch und finde stetig ein Stückchen näher ans Sein. In einigen Jahren? Spekulation. Die Suche wird immer weiter gehen, in jeglicher Zuversicht für das Ziel. Mein Ziel.

“…und die Wege unserer Leben ließen die Spuren hinter uns im Sommerwind verwehen und was blieb war das Gefühl zu wissen, dass Träume mehr wissen, als wir jemals wissen werden. Was jedoch wünschenswert wäre, ist mehr Mut zum Vertrauen gegenüber des eigenen Ichs und weniger Angst die Einbahnstraße auch in der Realität bis zum Ende auszufahren. Nun ist nur noch die Sehnsucht spürbar. Zurück zu diesen Augenblicken, zu diesem Moment, zu diesem Traum.”

Silhouette.

Tief in meinen Träumen sehe ich Dich manchmal noch ganz verwischt undeutlich und so unerreichbar erscheint mir deine schwarze Silhouette hinter dem Schleier der Zeit Ich vermag deine Wärme zu spüren deinen Duft zu riechen deine Haut zu berühren Doch dies alles ist so unfassbar hinter dem Schleier der Zeit Ich verspüre tief in mir diese Berührungen die wir uns einst schenkten die Küsse, die uns beflügelten die Erotik, die uns zu einem verschmelzen ließ Doch dies alles ist so unfassbar hinter dem Schleier der Zeit Ich erwache, schwitzend der Blick erfassend das Jetzt ohne Dich im Licht des Hiers allein mit meinem Herzschlag und dem Prickeln unter meiner Haut Und deine schwarze Silhouette verschwindet abermals hinter diesem Schleier der Zeit Du wirst mir weiter unbekannt

Schmetterling.

Ich lehne mich zurück an die Mauerwand des alten Fabrikgebäudes, höre die fernen Geräusche des Stadtverkehrs und fremde Menschen im Gespräch. Ich blicke auf das Stück Rasen am gegenüberliegenden Rand der Straße. Ein Schmetterling schwirrt umher. Dann zwei. Sie treffen sich, beginnen sich in der Luft mit schnellem Flügelschlag zu umkreisen. Einer den anderen. Fliegen dabei höher und höher und höher, bis sie irgendwann nicht mehr zu sehen sind inmitten des lichtüberfluteten Himmelblaus. Einfach weg. – Ich sehe mich. Mich hält hier nichts und doch bin ich fest mit meinen Fragen. Wie wäre das, so einfach weg? – Einfach so. Sofort. Gleich. Augenblicklich. – Am Besten zu zweit in geborgener Zweisamkeit. Irgendwo hin. Ganz ohne nachzudenken. Wäre dann auch alles anders? Nur weil ich woanders wäre? Wäre ich nicht auch wieder ein Fremder unter Fremden und noch immer der selbe, wenn ich dann irgendwo ankäme? Und warum ziehe ich nicht los in die Fremde, um sie mir bekannt zu machen, um zu schauen wo ich ankomme? – Ankommen wird gefolgt von losziehen. Aber ich ziehe …

Es beruhigt mich, dass es der Rest der Welt scheinbar auch nicht leichter hat, mit dem was man darstellt und mit dem was man fühlt zu kombinieren. Vielleicht gebe ich mich damit zufrieden, dass ich mich selbst nur verstehen kann wenn ich das provisorische Ich akzeptiere und zu verstehen lerne, dass die Wahrnehmung dieses Provisoriums von Mensch zu Mensch verschieden ist. Die Tatsache, dass ich hier und da weiterhin missverstanden werde wird auch weiterhin bestehen bleiben. Was jedoch nicht weiter zu bedauern ist, solange ich und jeder Mensch versucht seinem Klang treu zu bleiben und sich näher an die eigene Persönlichkeit herantastet.

Herr Sushi

Ein ganz normaler Sonntag

Die Straßen sind leer und doch voller Leben. Der Regen plätschert auf den Asphalt. Das Licht der Autos fegt wie ein glänzender Schimmer über den nassen Teppich von Engelstränen. Alles wirkt verlassen, doch die Stadt lebt! Gefüllte Bars und Kneipen, weißer Dunst der aus den Küchen der Lokale durch die feuchte Luft über die leer gefegten Straßen zieht, ganz gemächlich langsam zum Ende des Sonntags hin. – Eiserne Stille! – Nur die aufgehenden Türen lassen hin und wieder etwas Leben hinaus. Leben in Form von fröhlichem Gelächter, Musik und der Duft der vielen Köstlichkeiten, welcher sich vermischt mit den sauren Tropfen die vom Himmel fallen. Mit den Tropfen fallen auch die Türen, und schon verschwindet es wieder, das Leben. Alles wirkt verlassen, doch die Stadt lebt! Die Autos geparkt, keine Fußgänger, welche meinen Weg kreuzen. Nur Ich, der sich seinen Weg bahnt, durch die Stille. – Es ist beruhigend, man verschwindet in Tiefen der Gedanken. Ein Gefühl von Freiheit überkommt bei dem Gang durch die Gassen und Strassen, der nur von meinen Schritten und den …

“Früher dachte ich immer, irgendwann müssen sämtliche Melodien doch gespielt worden sein. Doch die Töne fanden und finden noch immer zu neuen Variationen. Dann liefen mir die Worte über den Weg, gaben meinen Gedanken Boden. Doch irgendwann wiederholten sich manche Überlegungen und Wortkombinationen. Dann dachte ich, die Worte, die sind irgendwann leer. Ich schwieg ausdruckslos und fand in der Stille zu neuen Varianten. Und so können Melodien zu Geschichten werden, Worte zu Musik. Und der beste Songwriter eines ganz großen Liebeslieds an die persönliche Entfaltung steckt in der eigenen Kreativität. Die unendliche Endlichkeit gibt genug Zeit die eigene Melodie und eigenen Text zu finden. It’s your song of life.” ♥