Monate: Februar 2013

Ich versank nun einige Mondphasen tief in Gedanken daran, ob mein Leben zu einem gedankenlosen harten Brett wurde, mein Irrgarten überhaupt einen Ausgang besitzt, ich noch Worte finden kann und so manches Ziel erreichbar ist. Keine Ahnung ob nun alles gut ist oder noch gut werden wird, in so mancher aktueller Situation und Begebenheit, aber eines ist wohl gewiss: Es wird definitiv früher oder später ein Ende in der Erleichterung finden, wo auch immer dieses zu liegen vermag. Es kommt ja eigentlich auch gar nicht darauf an, ob man dort angekommen ist, wo man hin wollte, als vielmehr, ob man dort angekommen ist, wo man tatsächlich hingehört. – Ganz ehrlich, das ist ein schöner Trost.

Leben leben.

Schnell erwachsen werden, das war unser Ziel. Es konnte alles nicht schnell genug gehen, wir blickten in die Zukunft und dachten daran was uns alles noch erwartet, was wir für Möglichkeiten haben würden, wenn wir endlich groß sein würden. Früher bedeutete groß sein, erwachsen zu sein. Heute sind viele groß und doch noch Kind. Wie häufig belächeln wir genau diese Menschen, die das Kind in sich bewahren. Kopfschüttelnd verachten wir ihre haltlosen Taten, ihre Späße, ihre Gedankenlosigkeit. Man hat geträumt, von Dingen so fern wie andere Universen und doch für den Moment so greifbar. Berufswunsch: Prinzessin, Feuerwehrmann und Millionär. Heute verdient der Feuerwehrmann zu wenig, die Prinzessin hat zu wenig Privatsphäre und Millionär werden – wie utopisch. Realität und Traum vermischen sich nicht mehr, seitdem wir meinen erwachsen zu sein. Zu träumen wagen wir nur noch nachts. Damals waren Mutter und Vater verliebt, weil sie sich geküsst haben. Heute küssen wir und merken, dass so etwas auch ohne Verliebtsein funktioniert. Die Liebe hat uns so oft enttäuscht, dass wir nicht mehr an sie glauben, wenn …

Sinnfreie Ideologie.

An sich ist es doch immer das Selbe. Man verspricht sich selbst den höchsten Optimismus, die stärksten Leistungen, das Durchsetzungsvermögen und all die positiven Dinge, die anscheinend ein perfektes Leben ausmachen. Um ein lebenswertes Leben zu haben, brauchst du einen Partner, einen erfolgreichen Job, einen ausgeglichenen Freundeskreis und deine eigene Balance. Es gibt zig Ratgeber in den Regalen, die dir schwören, dass genau ihr Buch das Patentrezept für ein tolles Leben ist: Krisen überstehen, negative Gedanken loswerden, sinnvolle Quellen des Lebens nutzen, um eigene Ressourcen des Lebens auszuschöpfen. Dass diese Schriftsteller Menschen wie du und ich sind, darüber denkt niemand nach. Was zunächst die Revolution eines jugendlichen Geists war, ist jetzt der Grundgedanke einer ganzen Menschheit: wir verzweifeln an dem Unrecht dieser Welt. Wir machen uns Gedanken über das Leben, den Konsum, die Gesellschaft. Beinahe alles scheint uns eine Medaille zu sein, die beim kleinsten Windstoß ihre andere Seite zeigt. Das Negative, an dem wir uns zu gerne aufhalten. Wir rennen in die Läden, kaufen uns sinnlose Bücher mit Titeln wie „Mein Job- wie werde …

“Herzen kann man nicht aufbrechen, man kann sich nicht hinein zwängen. Manchmal fehlt einem der richtige Schlüssel, oder der richtige Moment. Manchmal fehlt einem die Geduld. Und manchmal fehlt dir nichts außer der Erlaubnis einzutreten. Denn, was dir niemand sagt ist, dass manche Türen aus Stahl sind, mit Vorhängeschlössern gesichert und mit keinem Brecheisen der Welt geöffnet werden können. Jeder Mensch hat eine Tür, manchmal ist es nur ein klemmendes Fenster, oder ein Riss in der Fassade, dort wo der Putz schon abbröckelt. Bei manchen sind es große schmiedeeiserne Türflügel, die in den Angeln quietschen und bei anderen ist es ein schmales Dachfenster. Aber für jede Tür, für jeden Menschen dieser Welt gibt es einen Schlüssel. Und manchmal, wenn man ganz großes Glück hat, kann es sein, dass du selber der Schlüssel für einen anderen Menschen bist. Manche Schlüssel sind mit der Zeit verloren gegangen, werden in Schubladen begraben, die niemand mehr öffnet, oder befinden sich an den Unmöglichsten Orten, wo niemand zu suchen wagt. Aber jede Tür lässt sich mit dem passenden Schlüssel öffnen, …

Im Laufe eines Lebens…

“Im Laufe eines Lebens begegnet man einer ganzen Menge Menschen. Zum Beispiel die, die du flüchtig kennst, weil sie im Kindergarten immer deine Schippe geklaut haben oder in der Schule neben dir gesessen haben. Dann gibt´s die Sorte Mensch, die man irgendwo kennen lernt und bei denen es gut ist, dass es sie gibt. Bekannte eben. Menschen bei denen man sich freut, wenn man am Wochenende mal das ein oder andere mit ihnen trinkt. Smalltalk, das war´s. Bis zum nächsten Mal. Es gibt Menschen, die man trifft, man versteht sich und es entwickelt sich eine wundervolle Freundschaft. Und dann gibt es noch die seltene, wirklich ganz seltene Sorte Mensch, die einem so mir nichts dir nichts über den Weg läuft, dich ansieht und durch deine Augen direkt auf den Grund deines Herzens blicken kann. Solche Menschen, bei denen man fast Luftsprünge machen könnte alleine bei dem Gedanken an ein Wiedersehen. Bei deren Anblick man denkt „Du bist wunderschön“. Sie sind atemberaubend. Nicht durch ihr Aussehen und auch nicht durch das, was sie sagen. Einfach nur …

Seifenblasen im Krieg

Es gibt viel Streit, Wut und Zank. Nicht diese Art von “gesunden Konflikten”, die man dann und wann im Idealfall auch einmal zur Selbstreflektion verwenden kann. Sondern es sind diese Konfrontationen unzählig frustierter Leute überall auf einer unaufhörlichen Strecke der Fehlwahrnehmungen. Auf allen Ebenen des Lebens sind sie zu hören: Im Alltag, in den Medien, im Umfeld. Angetrieben durch mangelnde Hoffnung, mangelndem echtem Selbstvertrauen, zu utopischen Zielsetzungen und hinzu kommt zuviel vorhandene Unzufriedenheit, Hass, Wut und Trauer. Durch die kleinsten Kleinigkeiten und die kleinsten Uneinigkeiten kommt es zu Disharmonien… Sie schreien sich an. Schlagen Türen zu. Schlagen Köpfe beieinander. Schlagen ihr Gegenüber. Schlagen, wenn der andere zu schlagfertig war. Treten Themen breit und platt. Haben das Leben lediglich satt. Die Farben verblassen. Überall demütige Stimmung. Menschen die etwas bereuen. Die bereuen etwas in ihrem Leben falsch gemacht zu haben. Menschen die keine Lust mehr haben zu leben. Sie geben alles auf. Schmeißen alles hin. Sämtlichen Ballast werfen sie von sich und heben ab… …frei…, freier…, Freiheit… …doch dann, wenn diese Seifenblase platzt, bemerkt jeder, dass …