Monate: Januar 2013

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“Our heart glows, and secret unrest gnaws at the root of our being. Dealing with the unconscious has become a question of life for us.” (Carl Gustav Jung) Was soll ich konkret über das Leben denken, wenn ich nicht weiß wohin es mich führt?! Man liebt es! Oder hasst man es? Man kann sich nicht entscheiden. Jeden Tag Neues. Was macht man wenn man ein neues beginnt? Alles wird anders. Das was man kannte ist nicht mehr. Das was man liebte hat sich verändert, aber man liebt es trotzdem noch und weiß nur nicht wie man es in das Neue integrieren soll. Auf einmal ist man erwachsen, einfach so über Nacht. Man übernimmt Verantwortung. Trägt die Konsequenzen für das eigene handeln, obwohl doch Herz und Bauch gesagt haben es ist richtig. Und das Alte? Das verschwindet in einer Art Nebel. Man weiß nicht mehr wann es war, wann man sich das letzte Mal frei gefühlt hat vor seiner Befangenheit. Wie hat der Regen gerochen als man noch Kind war? War der auch so rein? Hatte …

Schwerwiegende Entscheidungen fallen selten in leichten Zeiten, und tiefgehende Veränderungen entstehen nicht durch oberflächliche Erfahrungen. Bedeutende Entwicklungen werden kaum durch unbedeutende Begegnungen angeregt, und persönliche Hilfe erfahren wir so gut wie nie in unpersönlichen Beziehungen. Verständnis für die Schwachheit anderer erwächst nicht aus der eigenen Stärke, und wie man andere Menschen tröstet, wissen wir erst, wenn wir nicht nur getrost, sondern auch selbst getröstet sind. Warum also sehnen wir uns ausschließlich nach einen leichten und unbeschwerten Leben, wenn das, was uns so wertvoll macht, in einem verletzlichen und tiefgründigen, in einem lebendig gelebten Leben liegt?

Herr Sushi

Reisetasche

Ich weiss genau wo sie ist, meine Reisetasche, sie ist schön versteckt vor mir, unter meinem Bett, ich hab sie in eine Schublade eingesperrt, damit sie mich nicht immer an meine Reisen erinnert. An die Routen die ich gerne bereisen würde, die Länder, die ich gerne sehen mag, an die Orte an denen ich schon mit ihr war.  Sie ist dort unten, dass sie mir in den Nächten Träume schenken kann, weil dann, darf ich überallhin reisen wo ich hin reisen will. Um mich herum werden Stimmen laut die meinen ich reise zu viel. Ich sei nicht mehr Zuhause. Um mich herum werden Stimmen wach die mich Fragen, was es mit der Reiserei plötzlich auf sich hat. Und um mich herum erklären mir Stimmen ich wäre doch früher nicht so gewesen. Und bei jedem Wort dazu werde ich leiser, bis ich ganz leise bin und mein reisesehnsüchtiges Herz ganz laut schlägt. Aber Herzen kann man nur hören, wenn man das Ohr an die Brust drückt, oder dann, wenn man Worte liest, beim Schreiben kann man …

Warten und schweigen.

Das ganze Leben besteht aus Warten. Wir warten darauf, dass die Tage vorbei gehen, dass das Bad frei wird, dass eine bestimmte Person sich meldet, dass der Sommer endlich wiederkommt, dass wir endlich erwachsen werden… Wir warten die ganze Zeit auf etwas und vergessen zu leben und die Gegenwart zu genießen. Wenn wir auf unsere Vergangenheit zurückblicken, wünschen wir uns die Zeit zurück, weil es so schön war. Aber in der Gegenwart lassen wir die Momente an uns vorbeirauschen. Wir schätzen nicht was wir haben und nehmen nicht wahr wie gut wir es haben. Wir fürchten uns vor der Zukunft, weil die Vergangenheit so schön war und die Gegenwart so grau ist. Wir denken uns die Vergangenheit schöner als sie war und Gegenwart grauer als sie ist. Wenn es um die Liebe oder Freundschaft geht schweigen wir. Wir halten uns an irgendwelche Regeln und zeigen unsere Gefühle nicht gegenüber anderen, dabei fühlt jeder Mensch das Gleiche. Wir ‘verkleiden’ uns und werden so wie wir gar nicht sind, um Anderen zu gefallen. Die Tipps können stimmen …