Monate: Dezember 2012

Das Wort allein kann schon so tröstend sein.

Wisst ihr? Manchmal weiß ich gar nicht was dass hier alles soll. Dieses schreiben und teilen von Gedanken, dieses Lesen von Gedankengut aus fremden Menschen Köpfen. Aber es gibt Minuten da tut es gut und fühlt sich wunderbar an, Menschen zu treffen denen es schlechter geht, wenn es mir schlecht geht und Menschen, denen es noch besser geht, wenn es mir schon besser geht. Vielleicht sind es nur kurze Aussagen die mich aufhorchen lassen und mich spiegeln, kurz verfasste Texte die mich bannen und ich mich in ihnen wiederfinden kann. Und dann und wann, wie kleine flinke Sternenschnuppen, kommen Menschen, die passen zur derzeitigen Stimmung, teilen deine Gedanken, surfen auf der gleichen Welle. Vieleicht nur für eine kurze Zeit, nur für ein paar Momente, aber in denen bist du getragen, wenn du dich gerade in einem tiefen Fall befindest oder wirst auf dem Boden gehalten wenn sich ein unhaltbarer Höhenflug anbahnt. Am Ende läuft es immer auf das eine hinaus: Wenn man nicht bei sich selbst hängen bleibt und sich umschaut findet man immer einen …

Zeit und Optimismus

“Ich wünschte ich könnte die Zeit zurückdrehen” und “Im Nachhinein ist man immer schlauer” sind Sätze, die erschossen gehören. Sätze, die so überflüssig sind wie zu sagen, dass ich schön bin, nein haha. Einfach die etwas Offensichtliches beinhalten, aber keine neutrale, sondern eine Art traurige Wahrheit. Jeder denkt wohl, er würde vieles anders machen, wenn er die Gelegenheit dazu hätte. Ein Radiergummi für das Leben. Ich weiß nicht, ob ich das bezweifeln soll oder ich nur einfach aus der Reihe tanze. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich alles genauso nochmal tun würde. Ich habe es ja schließlich schon das erste mal getan. Denn im Prinzip ist jeder Schritt, den man geht, eine Entscheidung. Man wird ständig vor eine Wahl gestellt. Und entweder kennst du ihre Folgen und entscheidest dich dementsprechend für die für dich sinnvollere Wahl oder du musst Risiken eingehen. Wie zum Beispiel das Risiko, die falsche Entscheidung zu treffen und Konequenzen tragen zu müssen. Sagen wir Sätze wie “Warum gibt es bloß keine Zeitmaschine?”, dann in 99 von 100 Fällen, weil wir …

Wo beginnt das Ende des Meeres? Oder vielmehr: wovon sprechen wir, wenn wir “Meer” sagen? Sprechen wir von dem mächtigen Ungeheuer, das alles zu fressen imstande ist, oder von der Welle, die perlend unsere Füße umschäumt? Vom Wasser, das man in der hohlen Hand halten kann, oder von dem für niemanden sichtbaren Abgrund? Sagen wir alles mit dem einen Wort, oder verbergen wir alles in dem einen Wort? Da stehe ich, einen Schritt von dem Meer, und kann nicht einmal erfassen, wo es ist. Das Meer. Das Meer. Oceano Mare, Alessandro Baricco

und dann überfällt dich das Leben …

Tage, an denen du traurig, krank oder niedergeschlagen bist und an denen du keinen Menschen sehen möchtest, dürfen sein und bedeuten nicht das Ende. Solche Momente schwächen dich nicht grundsätzlich, sondern machen dich grundsätzlich menschlich. Mach dich nicht klein, wenn du mit dir selbst, der Liebe, die du erfährst oder irgendetwas anderem, das dir begegnet, unzufrieden bist. Du bist es wert, so wie jeder andere auch, glücklich zu sein; und zwar zuallererst du für dich. Auch sollst du wissen, dass niemand mit dem Know-how zum Glücklichsein geboren wird. Jeder von uns arbeitet ein Leben lang daran. Lebe deine Gefühle und solange du dabei anderen wie dir selbst freundlich, respektvoll und aufrichtig begegnest, brauchst du dich für nichts zu rechtfertigen und dich für nichts zu schämen.

Es ist ein weit verbreiteter Unfug, dass die Liebe über die Freundschaft gestellt wird und außerdem als etwas völlig anderes betrachtet. Die Liebe ist aber nur soviel wert, als sie Freundschaft enthält, aus der allein sie sich immer wieder herstellen kann. Mit der Liebe der üblichen Art wird man nur abgespeist, wenn es zur Freundschaft nicht reicht. Bertolt Brecht (via zeichenmisch)

Imagination.

Wie Grashalme schwingen wir im Gleichtakt des Windes in allen Himmelsrichtungen, beugen unsere Köpfe unter dem Streich des Himmels. Wir segnen unsere knospende Unbekümmertheit mit Trauer und Tod und ew’ger Liebe zu dem Unnerreichbaren. Zum Wissen. Wir sinken in den Tiefen des Meeres, auf der Suche nach der absoluten Eudamonie. Auf dem Grund der sieben Ozeane schaffen wir uns ein Refugium im Nichts, in der Ferne und wir singen unser Leben in die undurchdringliche Schwärze der Fiktion: nichts, niemals, nie, nimmer, niemand, nirgends, nicht. Wir brechen das Eis unserer Freunde und stärken das unsere daran, auf dass niemand in uns verschwinden könnte, auf dass wir niemals in jemandem verschwinden mögen. Wir laben uns an der vollkommenen Sonne Licht um uns in unseren Höhlen der Finsternis widmen zu können. Es fließt das Blut unserer Ahnen in die Kanalisation, es rinnt die Zeit durch unsere Finger wie heiß glühender Wüstensand und hinterlässt eiternde Blasen auf unserer pergamentartigen Haut. Wir durchbrechen die Schallmauer und holen unser Säuglingsich an der Brust der eigenen Mutter ein, uns an ihrer Gestalt …

“Beziehungen – egal welcher Art – sind wie Sand auf deiner Hand. Wenn du den Sand einfach in der offenen Hand hälst, bleibt er dort, wo er ist. Wenn du aber die Hand schließt und die Finger fest zusammendrückst, um den Sand zu umfassen, rieselt er durch deine Finger. Ein Teil des Sandes bleibt zwar in deiner Hand, aber der Großteil geht verloren. Eine Beziehung funktioniert genauso. Lose gehalten, mit gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Freiheit, bleibt sie intakt. Wenn du aber zu stark, zu besitzergreifend an ihr festhälst, entgleitet sie dir und geht verloren.”

— Kaleel Jamison, The Nibble Theory

Leere im Leben sorgt für Leere im Herzen. Wir versuchen unsere leeren Herzen aufzufüllen, mit Allem was sich uns bietet. Lass mal bisschen Alk rein kippen, bis dein Herz nur noch halb leer ist. Paar Kippen hinterher. Solange der Alk noch wirkt irgendwen aufreißen. Die Einsamkeit danach betäuben. Wir nehmen alles, was sich uns bietet um diese Leere zu füllen. Panik, wenn der Alk aufhört zu wirken, oder die Kippen alle sind. Nachts alleine durch die Großstadt irren auf der Suche nach irgendwem, der dich versteht oder einfach nur dem Wunsch nachgeben endlich verloren zu gehen. Keine Angst vor nichts, außer der Einsamkeit und deinem leeren Herzen.