Monate: November 2012

Ich denke es ist schon klar, warum der Mensch keine Flügel sein Eigen nennen darf. Zumindest solange er in der irdischen Existenz nach dem sucht, was er für sich Erfüllung nennen würde. Die Abstürze, der viel zu gewagten Höhenflüge, würden uns wohl eher ein kurzes Leben bescheren. Es ist gut, hin und wieder oben zu schweben und unser Potential ausreizen zu können. Natürlich lieben wir es manisch Zukunftspläne zu schmieden und diese auf die Bühne des Lebens zu bringen. Doch manchmal braucht es eine Auszeit, um inne zu halten und zu schauen, was wirklich mit und in uns abgeht. Denn so frei sind wir meistens gar nicht, um uns loslösen zu können von der Erde. Dann fällt für kurze Zeit der Vorhang und dann zählt das, was wir eigentlich sind: Menschen mit großen Träumen und zwei viel zu kurzen Beinen.

“Manchmal fühle ich mich wie auf einem Wandertag. Das Gepäck voll mit einer ungeöffneten Rolle Leben. Auf einem Weg zwischen Hoffnungen, Zielsetzungen und Unmengen an Irrsinn in und mich herum. Trampel hier und da auf emotionale Kackehäufchen, die mich zu Boden bringen wollen, während ich geistesabwesend die Route zu irgendwelchen Zielen verfolge. An mancher Etappe auf den steinigen Wegen beiße ich ins Wurstbrot und merke, dass die Wurst ziemlich ranzig ist und mir die Beweggründe der Auswahl des Aufschnitts befremdlich erscheint. Dann denke ich: Solange ich unterwegs bin, ist es in Ordnung Zweifel und Bedenken zu haben…”

„Die Erwartung, die wir an uns selbst stellen, ist so oft so groß, dass wir uns selbst nicht genügen können. Doch wir erreichen niemals Perfektion. Wir leben dann unser Leben in einer Rolle, in einer Vorstellung dessen, was wir uns wünschen zu sein. Und im festen Glauben versuchen wir soviel mehr zu geben, als wir der Welt geben können und soviel mehr zu sein, als wir sind. Doch soviel mehr sind wir dann nicht. Denn wir sind immer nur wir selbst, doch gänzlich sinnlos leiden wir daran.“

via contrariumblog

Wolken.

Nur die wenigsten wissen, dass Menschen auf den Wolken spazieren gehen können. Und nur selten versucht es tatsächlich jemand, weil der Glaube vorherrscht, dass Wolken schwerelos, ätherisch, substanzlos sind. Doch das ist ein Trugbild. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt als diese Annahme. Wenn du dich Wolken richtig näherst und deinen Fuß sorgsam aufsetzt, merkst du, dass Wolken so stabil und fest sind wie ein Granitfelsen. Ja wirklich, das sind sie. Versuche es. Siehst du? Siehst du wie einfach das ist? Du kannst auf ihnen gehen. Dass wir uns dennoch den Wolken nicht nähern hat einen anderen Grund. Es liegt daran, dass Wolken extrem sensibel sind. Wolken sind voller Hoffnungen, Träume und großer Ambitionen. Sie sind fest, stabil, robust und dabei so zart, weich und fragil. Vorsichtig, tritt ganz vorsichtig auf sie, denn sonst könntest du sie traurig stimmen. Siehst du? Du bist nicht richtig aufgetreten. Sie weinen. Du weinst. Und so plötzlich wie es anfing, hört es wieder auf – dieses Gefühl. Ist Traurigkeit nur Glück aus einer anderen Perspektive betrachtet? Während du …

Freundschaften sind viel zu unterschiedlich…

“… um sie überhaupt vergleichen zu können. Mit manchen Menschen kann man einfach gut feiern und aufregende Dinge erleben, aber sich mit ihnen ernsthafter zu unterhalten bringt ungefähr so viel, wie mit seinem Hund zu reden. Mit anderen kann man dafür umso besser reden, über die großen und kleinen Fragen des Lebens. Und dann gibt es da noch die Freunde mit denen man harte und wunderbare Zeiten durchgemacht hat und mit denen man sich immer gern erinnert. Man verarbeitet die Erlebnisse, indem man darüber spricht. Es gibt Freunde für ein ganzes Leben oder nur für einen Tag. Freunde zum Schweigen, zum Schreien, zum Lernen, zum Teilen, zum Glücklichsein. Und noch so viel mehr.“ (via wie-ich-bin)

“Und natürlich reden wir uns viel zu viel ein oder lassen uns sagen wie wir sein müssen, um passend zu sein für mehr Individualität und Freiheit in der Teilhabe des globalisierten Lebens. Und daher ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen einen an der Waffel haben und inkompatibel werden mit der Funktionalität in einer "Welt der offenen Türen”. Man kann sich schnell überflüssig fühlen. Sich selbst überflüssig machen. Und irgendwann nicht mehr gebraucht werden. Man kann dies alles ganz schnell, auch das ist Freiheit, aber eines sollte man dann nicht tun: Sich darüber wundern. Denn dies ist wirklich kein Wunder, wenn alles nach Selbstverwirklichung schreit und orientierungslos strömt…“ Frei ist der, der sich anders zu sein erlaubt. Doch schau Dich um, alle sind gleich, doch finden sich anders und die, die wirklich anders sind, werden als "komisch” bezeichnet und befinden sich dennoch näher an ihrer eigenen Freiheit, als jene die der Freiheit trachten. Verrückt irgendwie und ganz anders so betrachtet! Aber es gibt eine Lösung und die schaut bei jedem anders aus. Allerdings bleibt …