Monate: März 2012

Plötzlich ein Mensch, ein lebendiger Mensch, der die trübe Glasglocke meiner Abgestorbenheit zerschlug und mir die Hand hereinstreckte, eine gute, schöne, warme Hand! Plötzlich wieder Dinge, die mich etwas angingen, an die ich mit Freude, mit Sorge, mit Spannung denken konnte! Plötzlich eine Türe offen, durch die das Leben zu mir hereinkam! Ich konnte vielleicht wieder leben, ich konnte vielleicht wieder ein Mensch werden. Hermann Hesse, Der Steppenwolf

Neue Wege wagen.

via literatur-im-stuckzimmer: Die Angst vor Veränderung ist unaufhörlich groß. Sie nimmt einen ein und raubt den Atem. Keine Luft – für mich. Gefangen in einer Hülle aus Schein. Der Schein des schönen Lebens, mit einem ansehnlichen Job, Geld, mit einer tollen Wohnung und mit einer der besten Berufsausbildungen. Doch was habe ich davon? Nichts, als Zwänge und den Druck allen Erwartungen, die man sich durch seinen Schein aufgebaut hat zu erfüllen. Es ist der Hass und die Wut über diese Situation. Das Entsetzen, nicht fähig zu sein zur Veränderung. Das Innere strebt danach, alles anders zu machen als bisher. Den Job zu kündigen und sich neu zu orientieren. Aus der Masse und dem Stumpfsinn zu entrinnen. Sich selbst zu verwirklichen. Mut und Zuversicht wechseln sich mit Feigheit und Angst vor der eigenen Courage ab. Erklärungsnöte. Am Ende jedoch sollte das alles keine Rolle mehr spielen. Über allem schwebt die Vision des glücklichen. Das lässt mich streben. Koste es was es wolle. Dieses Streben wird mich die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt treffen lassen. Vertraue. Wie …

Goodbye.

Es ist so schwer. Da schaust Du in ein Gesicht, dessen Augen so nah daran sind zu weinen. So viel Schmerz und Angst daraus spricht und es Dir sämtliche tröstende Worte verschlägt. Weil man dachte man sei so stark und hat doch eigentlich für alles die passenden und helfenden Worte.

Das Warten auf´s Glück

Da sitzt Du nun und verschwendest deine Zeit… erwartend im Warten. Leben – Etwas so wunderbares und vor allem einzigartiges. Und doch ist es scheiße, oft, manchmal. Du sitzt. Du denkst. Du tust nichts. Gar nichts. Wenn du vieler solcher Tage hast, denkst Du dein Leben ist scheiße und sinnlos. Du denkst, Du hast versagt. Die Anderen. Die haben so viel zu tun. Die machen etwas. Die haben etwas. Die Anderen sind es, warum du denkst, dass du versagt hast. Du vergleichst. Du bemerkst, dass du etwas nicht hast. Etwas nicht hast, was der andere zum Leben braucht. Was ihn glücklich macht. Du dagegen hast es nicht. Du denkst, dass ist der Grund, warum du nicht glücklich bist. Nie glücklich sein kannst. Du willst es auch haben. Doch du bekommst es nicht. Nein, du hast es nicht. Vielleicht, denkst du, du bekommst du es nie. Niemals. Ewig auf der Suche wirst du sein. Dein Leben lang. Du suchst nach der Erfüllung deiner Leere. Nach dem etwas. Das, was die anderen so glücklich macht. Dann gibt …

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern das Wissen, dass etwas Sinn macht, egal wie es ausgeht. Vaclav Havel

Keith Green, 1972.

„Türme  der Glückseeligkeiten, die auf Sand der Verwirrung aufgebaut sind, brechen normalerweise zusammen. Ich grabe tief, ich grabe tief, ich muß diesen festen Felsengrund finden. Ich grabe tief, ich wasche mit Wasser und reinige die Erde. Wenn ich ein solides Ich finde, falls es eines gibt, baue ich mir eine Heimathütte in meinem Herzen. Und teile sie vielleicht mit einer anderen soliden Seele.”

Eine dieser Partynächte.

Doch sind auch diese Nächte nicht ganz ohne Eindrücke hinterblieben. Ganz egal wieviel Flaschen und Gläser man dazu brauchte, wieviel kranke scheincoole DJ-Mucke man für “abgefahren” erklärte um sich endlich frei fühlen zu können… What a shit? It´s so simple… – Vor der Clubtüre im rot stumpfen Morgenlicht merkst du: Die Stadt und der Moment gehören dir, ganz alleine. Zum allerersten Mal in dieser Nacht. Es ist Zeit, dass der DJ den öden Kram, den er nur spielt, um seine Kumpels zu beeindrucken, zur Seite stellt und ein paar Kracher raus feuert, bei denen man tanzen muss. Hier entscheidet sich die Nacht: Gehen wir bald nach Hause, sind morgen fit, machen einen Spaziergang, rufen die Oma an? Oder drehen wir noch richtig schön durch? Das richtige Lied: durchdrehen! Tanzen, natürlich, sofort! Und zwar alle! Auch die, die sich so neben der Musik bewegen, als bekämen sie den Takt von Außerirdischen eingeflüstert. Auch die, die zu alt sind, zu dick oder zu groß. Und die Partymütter, die bald den Babysitter ablösen müssen, sowieso. Die Männer, die …