Monate: Februar 2012

Wörter.

Wörter, getränkt mit Leben. Alle geschrienen Wörter, die die Luft wie Messer zerschneiden und auch die geflüsterten, die der Wind sanft zu uns trägt. Die Wörter, die schwer von ihrer Bedeutung, man sich kaum auszusprechen wagt. Wörter, die man ohne Bedenken aneinander reiht und die doch dem anderen so viel bedeuten können. Und die Unausgesprochenen, die manchmal tiefe Schluchten zwischen uns aufreißen und genauso eine Brücke bauen können, über die wir den anderen erreichen können. Worte sind der Klang unseres Lebens und wir sind ihre Komponisten.

Es gibt nun weder für die Vernunft vernünftige Gründe, noch kann man die Gültigkeit der Logik aus der Logik ableiten – das wäre zirkuläre Logik, also selbst nach den Regeln der Logik falsch.

Zwei Rebellen. Das Herz und der Verstand. Das Herz ist scheinbar etwas, dass sich nicht begründet. Dass sich nie rechtfertigt. Und trotzdem besitzt es eine so enorme Kraft. Der Verstand hört nie auf, sich einzuschalten. Untersucht erstmal jedes Gefühl nach seinen Ursachen um dann eine mögliche Lösung zu finden. Es ist immer wie ein Krieg zwischen zwei Fronten. Herz und Verstand lassen sich irgendwie nie richtig vereinen. Aber vielleicht, irgendwann, können sie nebeneinander bestehen. Ein Waffenstillstand mit (kitschigerweise) einer fliegenden weißen Friedenstaube in der Seele. Rebellion.

Ich habe unausgesprochene Gedanken gefunden. Sie lagen alle auf einem Haufen. Sorgfältig aneinandergereiht, warten sie jetzt auf Gelegenheiten meinem Mund zu entschlüpfen. Sie kitzeln am Gaumen. Ich bin über fast Vergessenes gestolpert. Über einen Logarithmus, zum Beispiel. Unbrauchbares Ding. Oder einen Frankreich-Urlaub. Ziemlich weinhaltig. Und da waren noch tiefe Täler und hohe Berge. Viel Sonnenschein, aber auch dann und wann Regen. Nasse Erinnerungen habe ich aufgehangen und sorgfältig getrocknet. Sie sind jetzt leicht. Federleicht. Alle zusammen wirbeln jetzt in meinem Kopf und bringen mich zum Lächeln, geben die Energie des Gegensatzes. Da ist Leben im Kopf, da ist Leben im Kopf welches heraus kommt und mich in Bewegung setzt. Fundstück aus der Quelle verlaufener Gedanken aus längst vergangener Vergessenheit.

Come new day, come.

Ich sitze hier, umhüllt von der Nacht, das leuchtende Kreuz vom Dach der Kirche, welches ich so sehnlichst mag, strahlt fern hindurch der kargen Kronen jener Bäume die bald wieder im saftigen Grün stehen und ich rieche die ersten Ankündigungen des nahenden Frühlings. So unfassbar schnell verging die Zeit des Winters, den ich kaum vernahm, fühlbar so als begann er erst in der letzte Woche und zieht nun schon wieder weiter. Und nun steigt von Tag zu Tag die große Hoffung einer dieser ersten Blüten am Wegesrand zu sehen, um mich niederzuknien und sie einfach nur leicht und zart zu berrühren und willkommen zurück zu sagen. Tag für Tag brennt wieder mehr dieses Feuer in mir, welches nach Neuem schreit und nach Veränderungen lodert. Immer wieder Richtung diesem einem großen Ziel, welches selbst mir noch verborgen bleibt. Und jeder Morgen ist ein Geschenk, welches ich mir am liebsten für die miesen Tage aufheben möchte. Aber bin ich doch so neugierig, reiße ich es noch vor dem Aufstehen auf. Come new day, come.

Guten Morgen Freundlichkeit?! Doktor, Doktor, ich vermute wir müssen reanimieren! Es gibt noch Hoffnung… Da hatte ich mir doch wieder komische Gedanken gemacht, ich müsste am Morgen die Freundlichkeit beerdigen, fein in den Sarg gepellt neben Respekt und Lebensfreude liegend, so wurde mir nun die neue Prognose bewusst: lediglich scheintot. Der schnöde und vergraut erscheinende Wert der Freundlichkeit hat gute Chancen wiederbelebt zu werden. Engagierte Reanimation ist nötig und die aufrichtige Freundlichkeit wird das weitere Leben immer wieder bunt malen. Ich plädiere für die Freundlichkeit, für ihre Rettung! Die Hilfe aller ist gefragt. Auf dass nicht nur die Wollmützen farbenfroh sind, sondern auch das, was sich darunter verbirgt und auf dass die Unterstützung durch ein Lächeln sichtbar wird… °smile.

Wollen & nicht wollen.

via fruchtcocktail: Wisst ihr, eigentlich ist alles, was ich will, ein Mal, nur ein einziges Mal, genau zu wissen, was ich denn wirklich will. Es ist seltsam, aber ich denke, die Wahrheit ist, dass es keiner so richtig weiß. Und diejenigen, die es wissen, können sich sehr glücklich schätzen. Mir fiel es schon immer schwer Entscheidungen zu treffen. Soll man beim Alten bleiben oder doch etwas Neues wagen? Ich liebe neue Erfahrungen, liebe es, nicht zu wissen, was als nächstes kommt…und dennoch hänge ich auch irgendwie an dem, was ich gewohnt bin und will es unbewusst einfach nicht loslassen. Eigentlich ist es schon komisch, dass man sich, wenn man alleine ist, so sehr nach Zweisamkeit sehnt, ist man vergeben, will man nach einer Weile wieder Freiheit spüren. Ich denke einfach, das Grundproblem ist, dass niemand so wirklich weiß, was er will und wie er sich entscheiden soll. Unsere Zeit ist viel zu schnelllebig, viel zu hektisch. Alles verändert sich, oft sogar noch bevor man sich richtig daran gewöhnt hat. Selten bleibt etwas. Da ist es …

Ich hatte längst mit allen Wettkampfgedanken abgeschlossen, ich hatte nie irgendeinen Wettkampf gewonnen, und ehrlich gesagt hätte ich es, selbst wenn ich gekonnt hätte, auch nicht gewollt. Bastian Bielendorfer, Lehrerkind – Lebenslänglich Pausenhof

Wenn Worte zu Gefühlen werden und Gefühle zum Wort, dann kann es schon mal sein, dass wie ein straffer Wind, etwas durch den verruchten Geiste weht und es keine Wortkombination und kein Vers mehr schafft, dies zum wohlklingenden Ausdruck zu bringen, was man gerade ohne jeglichen Sinn dachte oder eben nicht, weil einem das Gefühl schon ettagenweise in den Keller sackte… Manchmal bin ich eben auch nur ein hohler Mensch und ja, es gibt eben doch nicht immer Sinn indem was man zu sagen versucht. Aber das macht nichts, denn habe ich nicht gerade vor ein paar Tagen darüber geschrieben wie abgefuckt und einengend doch die lästige Selbstkontrolle sein kann? Also: Tata. Hiermit wieder über eine Grenze meiner selbst geschwebt. Ein Post ohne Sinn und am Ende doch kein Unsinn. Und verdammt, Poesie fickt wirklich manchmal verdammt hart die Synapsen!…der letzte macht das Licht aus!